Raumfähre "Endeavour" landet auf dem Rücken einer Boing 747 in Südkalifornien, in Los Angeles . .
Heute Nacht am Freitag, 21. September hat sich die ausgemusterte US-Raumfähre " ENDEAVOUR" auf ihrer allerletzten Reise begeben. Huckepack, auf einer Boing 747 angebracht, landete der Shuttle in Süd-Kalifornien in Los Angeles. 25 mal brach diese Raumfähre zum Flug in den Weltraum auf, wobei sie 4700 mal die Erde umkreiste. Später wird man dieses Weltraumfahrzeug im Museum des "California Science Center" besichtigen können.
Während der Live-Übertragung des Senders "CNN" habe ich diese Fotos von dem Shuttle "Endeavour" gemacht.
Ich werde Amis nie verzeihen, dass sie die abgeschafft haben... ich mag die Raumfahrt... aber ich bin nicht so der Technikfreak - mich spricht da auch die Optik an... keine Rakete kann es mit diesem Raumschiff aufnehmen... :)
Auch ich bin dieser Meinung.
@
Allein die Landung der heutigen russischen Raumkapseln sehe ich als gefährlich an. Diese Beurteilung habe ich natürlich von den Filmaufnahmen im Fernsehen. Die Kapseln müssen doch mit ziemlichen Druck in der Wüste von Kasakstan aufsetzen, während die Raumfähren doch die weiche Landung bevorzugten.
@ Andreas: Die Space Shuttle haben zum Einen ihre Nachteile und sind zum Anderen wirklich in die Jahre gekommen. Allein die angewendete Technologie des Hitzeschild ist überholt.
Das Konzept "Raumgleiter" ist eben nicht so einfach umsetzbar.
Ich finde es schlimm daß die USA lieber zig-Milliarden in diverse Kriege investieren anstatt Resourcen bereitzustellen um die Entwicklung auf diesem Gebiet voranzubringen. Nicht nur der jüngst verstorbene Neil Armstrong hat darauf hingewiesen.
@Alfred: Die Landung einer Kapsel am Fallschirm ist wesentlich einfacher als die eines Raumgleiters der aerodynamisch so schwierig ist daß es manuell kaum geflogen werden kann. Nur ein kleiner Navigationsfehler oder ein zu-kurz oder zu-weit kommen muß unweigerlich fatal enden - schließlich hat dieser "Motorsegler" die Gleitzahl eines Klavier...
Die Fallschirmlandung hingegen wird seit den Anfängen angewendet und ist - bis auf ein einziges Mal (Soyouz1 / Wladimir Komarow) immer gut abgelaufen - und dies eine Mal ist - wie auch die amerikanischen Katastrophen - auf Erfolgszwang von "Oben" und Schlamperei zurückzuführen.
Schade daß auch die ESA keine wirkliche Lobby hat - schließlich sollte das ATV zu einer rückkehrfähigen und schließlich zu einer bemannten Version weiterentwickelt werden.
Liegt auf Eis - wie so vieles.
> "@ Andreas: Die Space Shuttle haben zum Einen ihre Nachteile und sind zum Anderen wirklich in die Jahre gekommen"
Ja, leider... und gegen eine Modernisierung hab ich ja nichts... es sollten nur flotte Flitzer bleiben und keine fliegenden Dosen ;)
> "Ich finde es schlimm daß die USA lieber zig-Milliarden in diverse Kriege investieren anstatt Resourcen bereitzustellen um die Entwicklung auf diesem Gebiet voranzubringen. Nicht nur der jüngst verstorbene Neil Armstrong hat darauf hingewiesen."
Sind wir da besser? Unsere militärischen Einsätze kosten auch Geld. Und es gäbe auch noch anderes, was man ganz oder teilweise ständig oder temporär in die Raumfahrt umlenken könnte (von Steuerverschwendung über Kita-Kirche-Kreisel bis zu Soli, EEG u.a. Subventionen).
> "Schade daß auch die ESA keine wirkliche Lobby hat - schließlich sollte das ATV zu einer rückkehrfähigen und schließlich zu einer bemannten Version weiterentwickelt werden. Liegt auf Eis - wie so vieles."
Naja, das mit der Lobby fängt schon vor der eigenen Nase an... was hat der Deutsche denn in der Hinsicht?
Keine Raumfahrtbehörde o.ä. sondern nur die DLR... LUFT- und Raumfahrt... Forschungsanstalt... http://www.dlr.de/dlr/desktopdefault.aspx/tabid-10... ...im Internet wirkt das auch nicht einladend... klick... was mit emissionsfreiem Bugrad... Desertec... was mit virtuellem Berg... Bahnkomfort (BAHN! ;))... usw... nicht grad irgendwas, was den inneren Astronauten befriedigt...
Und wir haben auch keine Action vor Ort... wir haben irgendwas... mit den Franzosen... janz weit draussen... spricht auch nicht grad an...
Und medial? Da gibt es massenweise Sendungen, in denen uns gezeigt wird, wie putzig Waschbären sind, was passiert, wenn man eine Milchpackung von einem Kran wirft und dass man nicht nachmachen soll, Kloschüsseln zu sprengen... aber die letzte Weltraumreihe gabs 68 von Haber... und die letzte gute und "spacige" Serie gabs mit der Orion...
Wenn man denn wollte, könnte man auch, aber wir verpulvern das Geld lieber bei der Muni-Lobby. Deutschland ist ein Hochtechnologieland. Wir nutzen nur nichts.
Drohnen bringen mehr Profit. Schaut mal hin, wenn die Afghanistanflieger heimlich nachts in Hannover landen. Was kostet das alles. Meine Meinung ist bekannt. Wir haben dort nichts zu suchen. Wir können unsere Gelder wirksamer einsetzen.
Bissiger Nachsatz: Ich muss auch niemanden über die Sonderzuschläge die Eigentumswohnung bezahlen (noch einmal Afghanistan und die Wohnung ist bezahlt). Sie gehen "FREIWILLIG" und wenn es schief geht, Pech gehabt, Risiko gekannt.
@
Andreas & Edgard,
"Technik und Technik her" für mich war die amerikanische Raumfahrt ein Erlebnis, ja Faszination. Ich habe ein Duplikat von riesigen Saturnrakete auf Cape Canaveral gesehen, mit der den Amerikanern der Flug zum Mond gelungen ist, durfte die Raumfähre "Columbia" beim Start beobachten, das Spacecenter der NASA ansehen und mit einem Mondwagen darin herumfahren, mehr Glück konnte ich damals nicht haben. Darum war der allerletzte Flug der "Endeavour", jetzt auf dem Rücken einer"747" wiederum ein Erlebnis. Allerdings spielte gestern der Zufall mit, daß ich die Liveübertragung des Senders "CNN" erwischte.
Alfred, ich kann das zumindest teilweise nachvollziehen.
Als kleiner Junge haben mich die Apollo-Flüge und schließlich die Mondlandung in den Bann gezogen und geprägt - bei unserem ersten USA-Besuch war ich auch im KSC - leider habe ich nur das Shuttle auf dem Pad 39 stehen gesehen - mein Gefühl im Apollo-Saturn-Komplex kann ich nicht beschreiben...
> "Wenn man denn wollte, könnte man auch, aber wir verpulvern das Geld lieber bei der Muni-Lobby. Deutschland ist ein Hochtechnologieland. Wir nutzen nur nichts. Drohnen bringen mehr Profit."
Leider nicht unwahr.
Läge aber auch an uns. Wir könnten ja entscheiden, anderes zu finanzieren, was der Wirtschaft eben auch Profite brächte.
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