IGS Burgdorf

Man liest - man denkt sich seinen Teil...

Wenn man die Lokalzeitung liest, fragt man sich, wie es sein kann, dass eine IGS beschlossen wird, für die keine ausreichenden Räume vorhanden sind.
(Ausreichendes Geld ist sowieso nicht vorhanden)

Die vorhandene Realschule soll die IGS aufsteigend aufnehmen.
Die Lehrerschaft hat vor der Entscheidung des Rats seinerzeit einen offenen Brief an alle Fraktionen verfasst, dass sie die vorhandenen Räume für nicht ausreichend hält - für eine IGS.
Egal: (Fast) alle in Rat und Medien schreien "Hurra, die IGS kommt!"

Heute nun steht in der Zeitung, dass auch eine Mensa fehlt.
Man beschließt in 2013, dass es eine IGS geben soll, weil das ca. 54% von ca. 52% der in den nächsten 10 Jahren betroffenen Eltern so wollen - Eltern, die die Voraussetzungen nicht kennen, versteht sich, denn viele denken beim Stichwort "IGS" an einen bombastischen Neubau auf der grünen Wiese.
Man spricht von einer "überwältigenden Zustimmung der Eltern zur Umfrage".

Man wartet 1,5 Jahre und beauftragt DANN ein Architekturbüro, das den Bedarf mit Umbaukosten in Bezug setzt: Die IGS soll aber in 4 Monaten starten.

DIe erwähnte Mensa fasst 50 Schüler, es gibt aber ca. 120+50=170 Essen, die täglich ausgegeben werden müssen, in 4 Monaten.
Man denkt sich, dafür könne man -übergangsweise 1-2Jahre? - die gegenüber liegende Prinzhornschule nutzen. Offenbar fragt man auch dort nicht die Betroffenen Lehrer, denn die sagen, dass das nicht geht, weil sie den Raum selbst nutzen. Nebenbei sollte allen bekannt sein, dass die Prinzhornschule noch wächst, weil die Förderschule in Uetze ausläuft und Schüler nach Burgdorf abgibt.

Eine IGS ist nur mit einer Oberstufe vollständig.
In spätestens 5 Jahren stellt sich also die Frage nach einer Oberstufe.
Da jedoch die Geburtenzahlen in Burgdorf um 200+x liegen (Tendenz fallend), reicht diese Zahl nicht für 3 Oberstufen. Denn ein berufliches Gymnasium (BBS) gibt es ja auch noch, worauf die Stadt keinen Einfluss hat, weil es der Region "gehört".

Ob das wohl alle befragten potentiellen Gymnasialschüler-Eltern seinerzeit auch auf dem Schirm hatten, dass hier die Existenz des Gymnasiums mittelfristig mit in Frage gestellt wurde??

Welche Schule wird wohl überleben?
Welche Schulform wird stärker unterstützt?

Na das ist ja dann eine tolle "Vielfalt" an Schulen in Burgdorf!
Aber die künftige IGS "nimmt ja alle auf,... grenzt niemand aus"!

Ich behaupte, dieses Lehrstück an Salamitaktik kostet die Stadt allein in den nächsten Jahren einen zweistelligen Millionenbetrag für die Umbauten.

Natürlich "spart" man Unsummen (paar hundertausend/J.) an Fremdschulgeldern von allen Schülern, die dann nicht mehr auf auswärtige IGSen gehen (dürfen), weil es vor Ort eine gibt.
-Dürfen? die das dann nicht mehr? WIe entscheidet die Landesschulbehörde da?
Es gibt schon Präzendenzfälle!

Die Eltern und Schüler kostet es locker 10 Jahre gute Schulen, da im Übergang ja wohl kaum von Qualität gesprochen werden kann, wenn alles im Umbruch begriffen ist, aber kein Geld für klare Lösungen da ist.

Schilda lässt grüßen.
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3 Kommentare
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 07.05.2015 | 01:12  
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besser nicht aus Burgdorf | 07.05.2015 | 18:57  
54.313
Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 09.05.2015 | 01:55  
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