Norwegen 2011 Teil 5: Die Gletscher im Jostedal

Das Jostedal beginnt im Süden bei Gaupne und endet nach beinahe 60 Straßenkilometern im Norden am Styggevatnet. Westlich liegt der nach ihm benannte Jostedalsbreen, der mit 487 km² größte Gletscher auf europäischem Festland. Von hier schieben sich mehrere Gletscherzungen zum Jostedal hinunter.

Ich hatte mir zum Ziel gesetzt, einige dieser Zungen zu erwandern. Bisher kannte ich nur den Nigardsbreen, der wohl der bekannsteste auf dieser Seite des Jostedalsbreen ist. So führten mich gleich mehrere Touren hierher, die ich in diesem Bericht zusammengefasst habe.

Der Nigardsbreen. Hier war ich schon zweimal, 1982 und 1988. Der Gletscher schiebt sich in mehreren Windungen vom Plateau herab. In den letzten 23 Jahren ist er ein erstaunliches Stück kürzer geworden. Seine Schmelzwasser sammeln sich in einem 1,5 Kilometer langen Eisstausee, der durch den Moränenrücken gestaut wird.

Das Jostedal endet in Norden am Styggevatnet, einem Stausee mit einer 90 Meter hohen Staumauer. Am Ende des Sees liegt der Austdalsbreen, der hier direkt ins Wasser kalbt.

Der Bergsetbreen war das nächste Ziel. Der Gletscher endet oben auf halber Höhe am Berg, den man nach einem Fußmarsch von knapp einer Stunde durch eine herrliche Landschaft erreicht.

Ein Highlight sollte die Tour zum Fåbergstølsbreen werden. Das Unternehmen ließ sich auch gut an. Anderthalb Stunden Aufstieg über Steine aller Größen, wilde, karge Gegend, den tosenden Gletscherfluss zu meiner Linken. Vom Gletscher selbst war ich schwer beeindruckt und schoss erstmal diverse Fotos. Gut so, denn im nächsten Moment begann es zu regnen - ach was, zu schütten! Also kehrt und zurück zum Auto, wo ich nach weiteren anderthalb Stunden trotz Regenzeug ziemlich durchweicht wieder ankam. Schade!

Die letzte Tour ins Jostedal sollte mir einen Blick auf die längste Gletscherzunge, den Tunsbergdalsbreen, gewähren. Die Straße führt im Leirdal hinauf zum Tunsgergdalsvatnet, einem Stausee, dessen Wasser zur Energiegewinnung genutzt wird. Der Gletscher ist von hieraus nicht zu sehen, da wäre eine mehrstündige Wanderung erforderlich gewesen. Aber erstens war ich erst Mittags hier und zweitens bei Nieselregen. Vielleicht später einmal.....

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Marc Lippold aus Bröckel am 12.02.2012 um 16:13 Uhr  
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