"Klang und Leben" zu Gast in der Diakoniestation Burgdorf e.V.

Einstimmen...
Burgdorf: Diakoniestation Burgdorf e.V. | Im Wohncafe` der Heiligenbeiler Straße 7, in Burgdorf ging es am 3. Februar 2014 hoch her. Zu Gast war, das im letzten Jahr gestartete Projekt, Klang und Leben aus Hannover, das ein musikalisches Feuerwerk abbrannte. Sie musizierten mit Dementen, psychisch Kranken und geistig Behinderten aus den fünf Betreuungsgruppen der Diakoniestation Burgdorf e.V. und deren Angehörigen. Die Betreuungsgruppen finden in Burgdorf sowie Lehrte statt.
Nach einem munteren Kaffeeklatsch wurden durch verschiedene deutsche Liedern aus den fünfziger und sechziger Jahren Erinnerungen an frühere Zeiten geweckt. Sehr schnell stimmten die Teilnehmer beim ersten Lied „ Bel Ami“ mit ein und bei „Kann denn Liebe Sünde sein“ wurden die Gesänge deutlich lauter. „ Die „ Caprifischer“, „Kalkutta liegt am Ganges“, „Ganz Paris träumt von der Liebe“ waren nur einige der Hits aus den jungen Jahren der Senioren, die die vier Musiker mit viel Leidenschaft präsentierten. Die Demenzkranken kannten sie alle und sangen auch kräftig mit, klatschten und strahlten bald über das ganze Gesicht. Auch die, die sich sonst im Hier und Jetzt nur schwer zurechtfinden, blühten sichtlich auf. Durch kleine Anekdoten oder Fragen wurde die Musik etwas aufgelockert und somit die letzten Reservierten noch mit ins Boot geholt. Selbst die tänzerischen Fähigkeiten wurden wieder geweckt, denn bei dem Lied „ Sag mir quando, sag mir wann“ schwangen einige Teilnehmer ihr Tanzbein.
Wiedermal erfolgte die Bestätigung: „Musik ist wie ein Türöffner“. Denn, Ziel des Projektes „Klang und leben„ ist, Dementen ein Stück Lebensqualität zu schenken, verschüttete Erinnerungen zumindest für den Moment wieder zugänglich zu machen. Im Laufe der Veranstaltung bewirkte die Musik, dass sich bei allen Teilnehmern die Mimik zunehmend entspannte. Dies haben Oliver Perau, Ex-Terry-Hoax-Sänger mit seinem sehr gefühlvollen Gesang sowie seine renommierten Musikerkollegen – Rainer Schumann, Ex-Schlagzeuger von der Band „Fury in the Slaughterhouse“, Pianist Andreas Meyer und Demenz-Coach Graziano Zampolin auf eine nicht nur hin- sondern auch mitreißende Weise geschafft. Rainer Schumann und Graziano Zampolin hoben im vergangenen Jahr das Projekt „Klang und Leben“ aus der Taufe, welches von vielen Prominenten wie Jan-Josef Liefers, Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, Hannover-96-Präsident Martin Kind sowie Musikwissenschaftler Prof. Dr. med. Eckhart Altenmüller, einer der renommiertesten Musikwissenschaftler Deutschlands, unterstützt wird.
Nach dem Abschlusslied „So schön, schön war die Zeit…“, herrschte eine überschwängliche Stimmung. Es waren sich alle einig, dass man den letzten Titel auf die vergangenen 1,5 Stunden beziehen konnte.
Alle waren der Meinung: „Das war S p i t z e“!!!
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