Der kahle Pfahl im Auetal - Neues aus dem Burgdorfer Schildawald (1)
Gedicht für einen Vergessen
Am 1. Oktober 2009 wurde die neue Umgehungsstraße frei gegeben. Schon Wochen zuvor waren die Schilder des Regionsradweges, der von Burgdorf nach Hänigsen weiter führt, abmontiert worden. Im August 2010 wurden dann erste Schilderlücken auf der neuen Route geschlossen. Doch die Wegweisung an der Auebrücke der B 188 fehlte auch noch zum Jahreswechsel 2010/2011. Wer genau hinhört, kann die Klagen des dort seit langem nutzlos in den Himmel ragenden Pfahles verstehen, der endlich seine Arme, also die beiden Wegweiser, haben möchte, um sein sinnloses Dahinvegetieren zu beenden und die Radler davor zu bewahren, sich weiterhin in die Hülptingser Siedlung zu verirren.
Der kahle Pfahl im Auetal
Es steht ein Pfahl im Auetal
von oben bis ganz unten: kahl!
„Oh, hilf mir doch zu meinen Armen.
Liebe Stadt, zeig bald Erbarmen!“
So klagt er schon seit dem August,
und immer größer wird sein Frust.
Radlern, die dort ratlos hielten
und nach einem Hinweis schielten,
konnte er den Weg nicht weisen,
sah sie später suchend kreisen.
„Zwei Pfeile würden mir genügen,
und Schluss wär´s mit dem ew´gen Rügen.
Wenn dann die Sonne höher steht,
ein jeder weiß, wo´s weitergeht.“
Und die Moral von der Geschicht´:
Pfähle mit Schildern klagen nicht.
P.S. Mitte Januar wurde der Pfahl mit drei Radwegweisern eingekleidet. Beweis für die Macht der Poesie (?!) Fehlen nur noch die Einhänger für den Regionsradweg 11 ....




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