ADFC Burgdorf/Uetze Mühlen-Sonntagstour im Juli

Burgdorf: Spittaplatz | Mühlen waren in der Vergangenheit lebenswichtig. Bevor es Kartoffeln gab, lebten die Menschen von Getreide. Das ist aber unverdaulich, wenn man es nicht zermahlen kann.
Mahlen ist aber eine Kräfte zehrende Tätigkeit, so dass man darauf sann, diese Arbeit mit technischem Gerät zu bewältigen.
Man braucht Energie um die Mahlwerke anzutreiben. Was hatte man zur Verfügung? Pferde, Wasser und Wind. Die Pferde wurden aber zur Feldarbeit gebraucht. Ein Göpel ist ein teures Gerät. Das taugt nur für den Eigenbedarf. Das konnten sich nur reiche Höfe leisten.
Die meisten Dörfer liegen an einem Bach. Also wurde die Mühle mit dem Wasser angetrieben. Die Wasserbau-Arbeiten, sowie den Bau der Mühle war so teuer, das konnte nur der Landesherr leisten.
Ein Betreiber wurde eingestellt, ein Müller, der für die Instandhaltung und den Betrieb verantwortlich war.
Auch der Wind war eine Kraftquelle. Bei Windmühlen war es ähnlich. Erst mit der Zeit wurden die Gemeinden so vermögend, dass sie ihre eigenen Mühlen betreiben konnten.
Müller konnten sich eine Mühle kaufen. Müller war ein geachtetes Handwerk.
Das änderte sich, als es Fabrikmäßige Mühlen gab, welche das Getreide zwischen Walzen zerquetschen. Das kann man beliebig fein einstellen. Das geht alles viel einfacher als mit den herkömmlichen Mühlen.
Was wir heute noch sehen können, sind die Ruinen der ehemaligen Mühlen; wenn überhaupt.
Wir wollen die alten Standorte anfahren und uns die Verhältnisse noch einmal vor Augen führen, welche Anstrengungen die Menschen früher auf sich nehmen mussten, für ihr täglich Brot.
Die Reise geht: Depenauer Mühle, Arpke, Abbensen, Eddese, Dedenhausen, Wackerwinkel, Elzer Mühle, Uetze Amme Mühle, Hänigser Mühle, Dachtmissen, Sorgenser Mühle.

Die Wegstrecke ist etwa 55 km.
Abfahrt: 9:30 Uhr vom Spittaplatz.
Anmeldung unter Tel. 05136/2985 oder unter info@adfc-burgdorf.de
Rückkehr ca. 18:00 Uhr

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