ADAC Syndikus Herr Zach war beim Burgdorfer Motorsport- Club zu Besuch

RA Rüdiger Zach bei seinem Vortrag
Burgdorf: Schützenheim | Beim letzten Clubabend hatte der Burgdorfer Motorsport – Club den RA und ADAC Syndikus, Herr Rüdiger Zach wieder einmal zu Gast. Herr Zach berichtete diesmal über das neue Punktesystem, welches ja ab dem 01. Mai 2014 in Kraft ist. Laut Herrn Zach wird alles etwas einfacher und gerechter. Der Punktekatalog wird entrümpelt. Die bisherige Höchstgrenze von 18 Punkten schrumpft auf acht Punkte. Alle bestehenden Punkte werden automatisch umgerechnet – drei alte Punkte werden zu einem „neuen“ Punkt. Manche Punkte verschwinden sogar komplett aus dem Register. Ab dem 1. Mai gibt es für einen "schweren Verstoß" einen Punkt, für einen "besonders schweren Verstoß" oder für Straftaten ohne Entzug des Führerscheins zwei Punkte. Ist das Vergehen so gravierend, dass der Führerschein sofort eingezogen wird, sind drei Punkte fällig. Wer acht Punkte erreicht hat, dem wird die Fahrerlaubnis entzogen. Es gibt jetzt feste Tilgungsfristen. Jeder Verstoß verjährt für sich. Ein neuer Eintrag verlängert nun nicht mehr automatisch die Tilgungsfrist der alten Einträge. Durch diese neue Logik wird das System nachvollziehbarer. Dadurch bekommen Verkehrsteilnehmer einen besseren Überblick, wann Punkte erlöschen. Ordnungswidrigkeiten mit einem Punkt nach 2,5 Jahre
- Eintragungen mit zwei Punkten nach fünf Jahren - Straftaten mit drei Punkten nach zehn Jahren. Ein Punkteabbau ist auch im neuen System möglich: Beim Stand von 1-5 Punkten kann durch einen Besuch eines Fahreignungsseminars 1 Punkt abgebaut werden - allerdings nur einmal innerhalb von 5 Jahren. Wer aber 6-7 Punkte auf seinem Konto hat, kann keinen Punkt durch diese Maßnahme abbauen. Auch der Bußgeldkatalog wurde geändert – für viele Verstöße müssen Verkehrssünder tiefer in die Tasche greifen. Änderungen gibt es allerdings nicht nur für Autofahrer, sondern auch für Radfahrer und Fußgänger.
Neues gilt allerdings auch für Radfahrer. Sie müssen sich darauf einstellen, dass sie ….einen Punkt bekommen, wenn sie an einer roten Ampel nicht halten und auch wenn das Rad nicht vorschriftsmäßig ausgestattet ist. … zwei Punkte bekommen, wenn sie einen Bahnübergang trotz geschlossener Schranke überqueren. Bei anderen Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten werden keine Punkte fällig. Dafür gelten folgende Bußgeldsätze, die noch steigen können, wenn eine Behinderung oder Gefährdung anderer vorliegt:
Fahren durch eine nicht freigegebene Fußgängerzone – 15,-
Beschilderter Radweg nicht benutzt - 20,-
Radweg in falscher Richtung benutzt - 20,-
Einbahnstraße in falscher Richtung befahren - 20,-
Kein Licht am Fahrrad - 20,-
Im Dunkeln Licht nicht eingeschaltet - 20,-
Freihändiges fahren oder Telefonieren beim Fahren - 25,-
Rote Ampel überfahren - 60,- und einen Punkt
Fahrzeug nicht vorschriftsmäßig -
und dadurch Gefährdung im Verkehr - 80,- und einen Punkt
Rote Ampel überfahren schon länger als 1 Sekunde rot - 100,- und einen Punkt
Bahnübergang trotz geschlossener Schranke - 350,- und zwei Punkte
Änderungen gibt es auch für Fußgänger, denn das Punktesystem gilt auch für sie. Als Teilnehmer im Straßenverkehr müssen sich Fußgänger an die Regeln halten und gefährden ihre Fahrerlaubnis, auch wenn sie ohne Auto unterwegs sind. So werden Fußgänger, die vorsätzlich bei geschlossener Schranke einen Bahnübergang überqueren mit Punkten bestraft: Wie bisher ist dafür ein Punkt fällig. Wer sich als Fußgänger unerlaubt vom Unfallort entfernt bekommt zwei Punkte. Wer bei Rot über die Ampel geht, oder trotz Gehweg auf der Straße läuft und eine vielbefahrene Straße einfach so überquert, zahlt derzeit ein Bußgeld von fünf Euro – kommt es zu einem Unfall kostet es zehn Euro.
Es war wieder einmal ein interessanter Clubabend und wir danken Herrn Zach für seinen ausführlichen und übersichtlichen Vortrag.
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