Besuch der Kanzlerin in der Türkei - wie sollen wir das verstehen ?

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Vorzeige Flüchtlinsunterkünfte ? (Foto: ©Pixapay)
Deutschland: Brunnen | Bundeskanzlerin Angelika Merkel war am Samstag 23.04.2016 zu Besuch in der Türkei.
Mit dem türkischen Ministerpräsidenten Ahmet Davutogl besuchte sie die Flüchtlingscamp Nizip 2 . Dieses Camp ist ein sogenanntes Muster Camp und hat nicht mit den normalen Flüchtlingsunterkünften zu tun, die es in diesem Land gibt. Unterkünfte in der Westtürkei unter der die Menschen in elendigen Bedingungen hausen müssen, bekommt die Kanzlerin und ihr Gefolge nicht zu sehen.

Auf großen Transparenten war zu Lesen: "Die Türkei hat mehr Flüchtlinge aufgenommen als jedes Land der Welt".

3 Millarden Euro bekommt die Türkei zur Unterstützung der Flüchtlingskrise, davon zahlt Deutschland 427,5 Millionen Euro und steht somit auf auf Platz 1.

Bilder aus dem Camp Besuch lieferte ausschließlich die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu, fremde Journalisten waren nicht zugelassen. Gespräche durfte der Deutsche Staatsbesuch nur mit ausgesuchten Flüchtlingen und Flüchtlingshelfern führen.

Bei der anschließenden Pressekonferenz griff man auf die Mitgliedern des AKP-Jugendverbandes zurück, denn Besucher und Journalisten hätten diesen großen Raum nicht gefüllt.
Merkel, Tusk und Davutogl sind voll des Lobes, man muss sich aber fragen, warum ??

Wie wird die Türkei reagieren, wenn die geplante Visumspflicht für türkische Bürger nicht zum 1. Juni fallen wird ?

Über vielen Worte der gegenseitigen Wertschätzung aber ist dieser Satz von dem türkischen Außenminister völlig untergegangen, dieser lautete „"Dann steht für uns das Rückführungsabkommen zur Debatte."

Zur Meinungsfreiheit äußert sich Davutogl bei Nachfrage eines Journalisten wie folgt:
Die Satire, vorgetragen durch Jan Bömermann sei "rassistisch" gewesen.

Die Redaktion AP teilt in einer heutigen Eilmeldung mit;
Eine niederländische Journalistin ( mit türkischer Abstammung ) ist in der Türkei wegen ihrer kritischer Äußerung über Präsident Erdogan festgenommen worden.
Die Redaktion ihrer Zeitung bestätigte die Festnahme. Das niederländische Außenministerium verfolgt diese Situation.

Die Türkei wird in jedem Fall in die Geschichtsbücher einziehen

gb

( Quellen: NDR, AP: Reuters )
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2 Kommentare
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Klaus Anton aus Burgwedel | 24.04.2016 | 20:23  
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Helmut F. FRANK aus Bielefeld | 25.04.2016 | 08:34  
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