Ausgetzter Säugling am Münchner Flughafen Air-Port WC, schwerer Verdacht gegen die Mutter

Schwerer Verdacht gegen Angeklagte (Foto: 722636_web_R_by_Thorben Wengert_pixelio.de)
München-Flughafen: Brunnen | Eine 24-jährige Frau hat sich zur Zeit vor dem Landgericht Landshut zu verantworten.

Am 30. Juli 2015 wurde auf dem Müchner Flughafen in einem Air-Port WC ein Neugeborenes gefunden, von der Mutter fehlte jede Spur. Die Polizei wendete sich an die Öffentlichkeit mit den sehr guten Überwachungsbildern. Aufgrund eines Zeugenhinweises wurde eine 24-jährige Frau festgenommen, diese war Ende Juli von einem dreimonatigen Aufenthalt als Au-Pair aus Dubai zurückgekehrt.
Auf die Spur kamen die Ermittler durch den Zeugenhinweis eines Münchners. Er hatte eine seltene Katze nach München transportieren lassen. Die Beschuldigte bot sich hier als "Katzenpatin an". Nach der Landung bemerkte der Mann die Schwangerschaft . "Sie war eindeutig schwanger und ziemlich angespannt", versichert der Zeuge zum Prozessauftakt. Er habe aus den Medien von dem Fall erfahren und sich als Zeuge gemeldet.

Das Neugeborene Mädchen, das den Namen Franziska erhielt wurde eine halbe Stunde nach der Geburt von einer Frau leblos aufgefunden. Einsatzkräfte wurden alarmiert. Franziskas Körpertemperatur betrug 26 Grad, sie konnte durch das rasche Handeln gerettet werden und lebt nun bei Pflegeeltern.

Nun bekommt die Gerichtsverhandlung eine unvorhergesehene Wende, es steht ein schwerer Verdacht im Raum.

In der vergangenen Woche wurde das Anwesen der Eltern der Angeklagten in Heidenheim (Baden-Württemberg) durchsucht. "Es gibt Anhaltspunkte für zwei weitere Schwangerschaften in der Vergangenheit", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Ellwangen am Dienstag
. "Wir wissen nicht, wie die Schwangerschaften verlaufen sind und ob sie zu Geburten geführt haben." Das müsse nun geklärt werden. Es gebe aber keine Hinweise auf Entbindungen in Krankenhäusern, betonte der Sprecher.
"Wir müssen aufklären, was aus den Schwangerschaften geworden ist", betont der Sprecher der Ellwanger Staatsanwaltschaft.
Die Eltern hätten diese Schwangerschaften bemerken können. Zum Zeitpunkt der vermuteten weiteren Schwangerschaften hatte die junge Frau schließlich bei ihren Eltern in Heidenheim gewohnt.
Gegen die Eltern und die 24-Jährige wird in weiteren Fällen wegen versuchten Totschlags ermittelt.

Ein Urteil im Fall: Ausgesetztes Baby Franziska wird Anfang Juni erwartet.
Sollte sich der Verdacht der vermuteten weiteren Schwangerschaften erhärten, könnte eine erneute Anklage angestrebt werden.


gb
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2 Kommentare
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Helmut Seifert aus Mönchengladbach | 05.05.2016 | 12:28  
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Barbara Steffens aus Ebsdorfergrund | 06.05.2016 | 10:10  
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