Erwerbsminderungsrente 2015: Gefahr durch Berufsunfähigkeit

Seit die Berufsunfähigkeitsrente vom Staat abgeschafft und die gesetzliche Erwerbsminderungsrente eingeführt wurde, florieren die Geschäfte der Versicherer mit privaten Berufsunfähigkeitsversicherungen. Selbst die Stiftung Warentest empfiehlt angesichts der geringen staatlichen Rente eine zusätzliche Vorsorge als sinnvoll

Seit längerem wurde die gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente abgeschafft. An ihre Stelle tritt die gesetzliche Erwerbsminderungsrente, die deutlich restriktivere Hürden aufweist und kaum ausreichen dürfte, um den gewohnten Lebensstandard aufrecht erhalten zu können. Verbraucherschützer und die Stiftung Warentest warnen und empfehlen die private Berufsunfähigkeitsversicherung als sinnvoll und existenziell wichtig.

Damit sind Bürger in Deutschland nicht nur im Alter zunehmend auf sich alleine und ihre private Vorsorge angewiesen. Immerhin ist jetzt schon bekannt, dass die gesetzliche Rente im Ruhestand bei vielen Millionen Menschen kaum ausreichen wird und eine Altersarmut in nie gekanntem Ausmass erwartet wird. Daran ändert auch die Rente mit 63 oder die Mütterrente nicht viel, betrifft diese Gesetzesänderung ohnehin nur Rentner der aktuellen Generation.

Die volle Erwerbsminderungsrente vom Staat gibt es erst bei einer Berufsunfähigkeit, die eine Arbeitsbelastung von mehr als drei Stunden pro Tag nicht erlaubt. Die halbe Erwerbsminderungsrente wird bei einer möglichen Arbeitsbelastung von drei bis maximal sechs Stunden am Tag gewährt.

Zu berücksichtigen sind hierbei der Zeitpunkt der Erwerbsminderung bzw. die Anzahl Jahre, in denen Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung entrichtet wurden. Faktoren für die Berechnung der Höhe der EMR ist ferner das letzte durchschnittliche Bruttoeinkommen.

Nun wurde eine Anpassung der Rentenhöhe beschlossen. Demnach steigt die Erwerbsminderungsrente 2015 leicht an. Konkrete Beispiele der Berechnung von Rentenhöhen zeigen, wie groß die Einkommenslücken bei Berufsunfähigkeit aktuell auseinander klaffen. Wehe dem, der die Kosten für eine private Berufsunfähigkeitsversicherung nicht tragen kann.
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2 Kommentare
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Asenta Röber aus Bremen | 22.02.2015 | 08:52  
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Peter Perrey aus Neustadt am Rübenberge | 22.02.2015 | 10:02  
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