Maritime Hafengeschichten aus dem Bremer Norden

Bremen: Vegesack | Deutschlands erster künstlicher Seehafen wurde 1623 in Vegesack an der Unterweser fertiggestellt. Die stolzen Hansekoggen schafften es nicht mehr, auf dem versandeten Fluss die bremische Schlachte zu erreichen, und so wurde rund 18 Flusskilometer nördlich eine Möglichkeit geschaffen, die Waren aus aller Welt in flachere Kähne umzuladen. Der Hafen florierte, Handel, Schiffbau und Handwerk sicherten den Bürgern ein einträgliches Auskommen mit dem Einkommen. Gerüchten zufolge soll der Ort seinen Namen durch die vielen Bars und Schänken erhalten haben, in denen man den Seeleuten die Heuer abnahm und ihnen die Geldsäcke ordentlich leerfegte. So ist es kein Wunder, dass Vegesack als Symbol den Matrosen mit den nach außen gekehrten Hosentaschen bekam. Mit der Zeit wurde daraus das Maskottchen, der Vegesacker Junge.

Dem Bremer Autor Claus Beese ist es gelungen, das maritime Sinnbild seines Stadtteils zum Leben zu erwecken. Der Schriftsteller legt mit diesem amüsanten Rückblick in das maritime Vegesack um 1800 herum sein 13. Buch vor. Es trägt den Titel „Jan Kiekut – Die Abenteuer des Vegesacker Jungen“, hat 172 Seiten, 23 s/w-Zeichnungen und einen festen Hardcover-Einband. Es wird im Verlag Atelier im Bauernhaus in Fischerhude verlegt und ist überall im Handel erhältlich. Die ISBN-Nr. ist 978-3-88132-384-0.

In 23 kurzen Anekdoten lernen wir ein seeluftgereiftes Original kennen, das, ein bisschen plietsch und ein bisschen spitzbübisch alle Unwägbarkeiten des Lebens meistert, und die stellen sich zuhauf bei ihm ein. Er ist geradezu ein Magnet für alles, was nach Schwierigkeiten aussieht. Vom Utkiek in Vegesack, einer Stelle an der Weser, wo man meilenweit den Fluss überblicken kann, stammt Jan Kiekut, ein ganz besonderer Junge von der Waterkant. Ein Pfundskerl, der den Klabautermann im Hummerfass fängt, und der im ganzen Ort nach dem legendären Kielschwein fahndet. Steckt dieses verkannte Genie womöglich sogar hinter der Erfindung von Heulboje und Labskaus? Geht der Bau des ersten Dampfschiffes an der Weser auf sein Konto? Und warum versenkte er die Fähre seines Onkels mitten im Fluss? Jan Kiekut stellt zusammen mit Freund Emil mehr als einmal den ganzen Ort auf den Kopf, doch die Bewohner des Hafenstädtchens lieben ihn. Jan Kiekut ist ohne Frage der wirkliche "Vegesacker Junge".
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2 Kommentare
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Klaus-Dieter Welker aus Hessisch Lichtenau | 07.11.2013 | 13:06  
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Volker Beilborn aus Marburg | 07.11.2013 | 17:20  
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