Braunsbedraer Bürgermeister fordert die Geiseltalsee Investitionen richtig zu vermarkten!

Bei der Einweihung der Seebrücke in Braunsbedra Ende August 2014, hat der Braunsbedraer Bürgermeister Steffen Schmitz (CDU) folgendes als zentraler Ansatz seiner Rede geäußert: „Man müsse nun alles daran setzen, dass die Investitionen auch richtig vermarktet werden“. Dieser so leicht daher gesagte Satz lässt einen nicht mehr los wenn man ihn sich genauer ansieht und erkennt was aus diesem einen Satz an Aufgaben auf Braunsbedra zukommt. Die Redaktion von wasserturmland-magazin ist sich sicher, dass der Bürgermeister beim Aussprechen des Satzes nicht daran gedacht hat – hoffentlich setzt nun dieses Denken im Nachhinein ein!

Bei der Einweihung der Seebrücke in Braunsbedra Ende August 2014, bei der die Bevölkerung ausgeschlossen war, dankte der Braunsbedraer Bürgermeister Steffen Schmitz (CDU) allen Partnern und richtete sein Augenmerk nach vorn. „Man müsse nun alles daran setzen, dass die Investitionen auch richtig vermarktet werden“, seine Worte dazu.

Dieser Satz ist schnell daher gesagt, liest sich in der Presse gut und ist zudem auf die anwesenden hohen Tiere aus Magdeburg gezielt ausgerichtet. Verdeckt aber, dass man über Jahre in Bezug auf eine touristische Vermarktung geschlafen hat und ob man nun fähig ist entsprechend zu reagieren ist mehr als fraglich!

Außerdem stellt sich sofort die Frage, sollen tatsächlich nur die Investitionen und der Geiseltalsee touristisch vermarktet oder endlich die gesamte Region als eine gemeinsame Tourismusregion erfasst werden? Da gibt es nur eine Antwort: „Die gesamte Region“, denn der Geiseltalsee ist nichts ohne die Region und die Region ebenso wenig ohne den See. Diese grundlegende Erkenntnis muss sich endlich in den Köpfen der Verantwortlichen durchsetzen – bei der Bevölkerung ist dies schon weitestgehend erfolgt!

Aber bleiben wir bei den Investitionen und deren Vermarktung, da steht Braunsbedra alleingesehen ganz, ganz schlecht da. Da werden eher noch gangbare Möglichkeiten von der Stadtverwaltung selbst boykottiert und nicht erkannt. So auch, dass man auch schon eine Baustelle wie das Hafenprojekt in Neumark entsprechend präsentieren und vermarkten kann, sogar muss! Leider ist aber ein wirkliches touristisches Denken in der Stadt Braunsbedra und deren Verwaltung noch nicht angekommen.

Erst letzte Woche äußerte das Bauamt auf die Nachfrage nach einer Online-Information zum Hafen Braunsbedra, die ja schon lange überfällig ist: „… man solle die Ausschusssitzzungen zum Thema besuchen die seien ja öffentlich, damit wäre die Bevölkerung entsprechend informiert“ – dies nennt man in Braunsbedra also ein nach vorn gerichtetes Marketing!?

Aus den Fehlern muss man lernen und von denen sind genügend gemacht worden! Was steht an für Braunsbedra, in dessen Gebiet 2/3 der Uferfläche des Geiseltalsees fällt? Eine ganze Menge! Man muss endlich erkennen, dass man für die touristische Entwicklung am Geiseltalsee eine Hauptrolle spielt und muss diese nun auch mal annehmen! Da kann man nicht das momentan größte Highlight des Geiseltalsees, den Geiseltalseerundweg auf etlichen Kilometern wegen den Baumassnahmen am Hafen in Neumark uneingeschränkt sperren! Da muss dafür gesorgt werden, dass an den Feierabenden und Wochenenden die Sperrung aufgehoben wird und endlich eine wirklich taugliche Umleitungsausschilderung umgesetzt wird.

Es müssen Möglichkeiten geschaffen werden auch während der Bauarbeiten die Seebrücke schon den Gästen zugänglich zu machen, dies bis 2016 hinauszuziehen ist unverantwortlich! Spätestens ab der Saison 2015 muss die Seebrücke mit Seebrückenvorplatz und der Tourismusinformation fertig sein! Ebenso der vorgesehene Natur Ersatzbadestrand direkt neben dem Seebrückenvorplatz in östlicher Richtung. Der momentane kaum noch ansehnliche Aussichtspunkt muss schnellstens erneuert und mit Bänken zu einem ersten Anlaufpunkt des entstehenden Hafens aufgewertet werden. Natürlich muss so lange der alte Aussichtpunkt bestehen bleiben! Weitere räumlich nahe Übergangsparkplätze müssen in Neumark ausgewiesen und der Besucherstrom über die vorhandene kaum bewohnte Seitenstrasse geleitet werden, damit eine Entlastung für die Anwohner entsteht.

Der Badestrand Frankleben Ost muss in einen wirklich nutzbaren und vorzeigbaren Naturstrandbereich umgesetzt werden. Eine Strand- und Badeordnung ist zu erstellen und zu verabschieden! Die Parkplatzsituation muss geklärt und verbessert werden.

Der als Touristisches Sondergebiet ausgewiesene Bereich hinter der Pfännerhall bis zum See, muss endlich als gemeinsamer Veranstaltungsbereich für den gesamte See erfasst und umgesetzt werden. Dazu gehört das Anlegen einer Natur-Arena in Ufernähe mit entsprechend wachsender Infrastruktur, die Einrichtung eines weiteren Naturbadestrandes westlich der Naturarena, dem Ausweisen von entsprechenden Parkflächen. Dies verursacht kaum Kosten und die könnten alle 3 Anliegergemeinden gemeinsam stemmen, bzw. mit Stadteigenem Personal umsetzen!

Die Stadt benötig für den Geiseltalsee und für die weiten zu ihrem Gebiet gehörenden Seen endlich wieder ein funktionierendes Ranger-Team, dem ein erweitertes Aufgaben gebiet zugewiesen werden sollte. Neben den Instandhaltungs- und Reinigungsaufgaben, sollten ihm auch die Ordnungsaufgaben zugewiesen werden, ebenso sollten die Ranger zu einem Anlauf- und Ansprechprunkt für Touristen werden! Mit diesen Rangern könnte man positiv Flagge zeigen!

Die Zufahrtssackgasse über das Krumpaer Industriegebiet zum See benötigt dringend eine entsprechende Parkfläche. Diese ist eigentlich vorhanden, müsste nur entsprechend ausgewiesen werden.

Der Aussichtspunkt unterhalb des alten Aldis in Krumpa muss entsprechend mit den Geologischen Aufschlüssen ausgeschildert werden! Die Geologischen Aufschlüsse endlich wieder in einen vorzeigbaren Zustand versetzt werden! Man beraubt sich so selbst touristischer Sehenswürdigkeiten, baut aber eine Millionen teure Seebrücke, die dann auch noch Jahre ungenutzt rumstehen soll!

Es muss endlich eine Umsetzungsentscheidung für die Pfännerhall als touristischen Anlaufpunkt mit Museumsbereich gefällt werden und dieses konsequent umgesetzt werden. Dazu gehört bis zum Saisonstart 2015 eine von der Zufahrtsstraße wirklich gut erkennbare Beschilderung. Eine Ausschilderung des Fußweges vom Bahnhaltepunkt Braunsbedra-Ost zur Pfännerhall mit einer Informationstafel an diesem mit Infos zur Pfännerhall und wie man zum See kommt. Überhaupt muss bis zur nächsten Saison eine wirklich effektive und umfassende Beschilderung stehen!

Jetzt zur Vermarktung selbst, hier gibt es zwei Bereiche die rein die Touristische Vermarktung betreffen und ein Bereich der die Information der touristischen Umsetzung gezielt für die Bevölkerung beinhaltet. Denn die Bevölkerung muss endlich wieder mit ins Boot genommen werden und darf nicht weiter daneben stehen!

Bei der Touristischen Vermarktung gibt es wie angesprochen zwei Bereiche: der Bereich 1. Der direkt für die Braunsbedra betreffenden Touristischen Destinationen zuständig ist, wie z.B. eine Informationspage zum Hafenprojekt Neumark/Braunsbedra. Dann als Bereich 2. die haupttouristische Vermarktung als eine große Tourismusregion Geiseltal, die als erstes und am effektivsten Online umgesetzt wird. Diese muss nicht komplett neu umgesetzt werden, mit dem Tourismusportal www.geiseltalinfo.de wurde eine effektive Grundlage geschaffen, die nur noch gemeinsam effektiv erweitert werden muss und ein Buchungssystem und Beschwerdemanagement zugefügt werden sollte.

Was benötigt wird sind nicht mehrere das Gleiche bewerbende Pages, was die Touristen und Nutzer nur verwirrt, sondern ein Projekt das umfassend informiert! Wir brauchen nicht 15 Terminkalender in denen kaum was steht, wir brauchen einen auf dem man alles findet! Genauso verhält es sich mit den weiteren touristischen Themenbereichen! Dies heißt aber wiederum auch nicht, dass die vorhandenen Pages der Institutionen und Verbände verschwinden sollen, nein im Gegenteil, sie sollen ihre Energie gezielt auf die Präsentation ihrer Tätigkeiten, die für die Entwicklung der Region wichtig sind, ausrichten! Diese Pages werden dann in das Gesamtprojekt entsprechend eingebunden!

Ganz wichtig ist neben der Präsentation auch die Schaffung einer gemeinsamen Vermarktungsplattform. Immer mehr touristische Dienstleistungen und Produkte werden Online abgesetzt, wer da nicht entsprechend vertreten ist, ist schnell wieder weg vom Markt! Das, wie von der Stadt Braunsbedra schon 2013 beschlossen die Destination Geiseltalsee vom Tourismusverband Saale-Unstrut vermarktet werden soll ist einfach illusorisch! Dieser Verband mit seinen fünf Kräften schafft es noch nicht mal das Unstrut-Gebiet entsprechend zu vermarkten und verzettelt sich in der Bewerbung des Naumburgergebietes als Weltkulturerbe.

In dem Onlineauftritt des Tourismusverbandes Saale-Unstrut sind ein kleiner Teil unserer Sehenswürdigkeiten zwar mit einem ganz kurzen Text präsent, aber mit keinem einzigen Foto. Wie soll sich da der Tourist unsere Region überhaupt vorstellen. Dass alles anderes geht, zeigt das Tourismusportal www.geiseltalinfo.de mehr als deutlich! Auch geiseltalsee.de ist keine Alternative, da man nur den Geiseltalsee und die Akteure der Marketinginitiative vertritt und nicht alle Tourismusakteure und das gesamte Seengebiet.
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