Serie zur "Tourismusregion Geiseltal" - Stärken Schwäche Analyse & Chancen und Risiken Analyse der Region

*verkehrsgünstige Lage zwischen den Autobahnen – aber schlechte Straßen Infrastruktur und sehr schlechte Ausschilderung. Fehlende Ausschilderungen auch an den Autobahnen! – Der Nahverkehr ist nicht auf Besucher (bzw. eine steigende Zahl von Besuchern) eingerichtet. Viele Bahnhöfe und Bushaltestellen bieten keinen schönen Anblick, hier besteht ein hoher Renovierungsbedarf. Viele eingesetzte Busse können keine Fahrräder mitnehmen, der Nahverkehr fährt den, die Seen nicht direkt an. Auch der Schienenverkehr ist pro Wagen nur für 2-3 Fahrräder ausgestattet. An den Bahnhöfen stellen große Treppen ein enormes Hindernis für einen Fahrradtransport, die Fahrradmitnahme dar. Will man Tagestouristen aus den großen Städten in die Region ziehen müssen Ideen für den Transport von mehr Fahrrädern entwickelt werden. Dies zumindest für die Hauptan- und abfahrzeiten.

*Angebotsvielfalt – ist noch gar nicht vorhanden, bzw. wird noch gar nicht angeboten.

*Der Ausbau eines entsprechenden Tourismus schafft Arbeitsplatze. Es stellt sich aber die Frage, ob das benötigte Personal vorhanden ist – eine Touristische Jobbörse tut Not! Wichtig wären auch Absprachen mit dem Arbeitsamt in Bezug auf eine gezielte Aus- und Fortbildungen für Tourismusberufe.

*Erhöhung der touristischen Wertschöpfung – Hier wird eine Problematik angesprochen die das größte Problem der Region momentan darstellt, denn die Region (um die Seen) hat jetzt schon so viel zu bieten, was aber nicht entsprechend nach vorne gebracht, vermarktet, dem Gast nähergebracht wird. Hier wird viel vertan.

*lokales Weinanbaugebiet – Das Weinbaugebiet ist sehr klein und das des Geiseltalsees nur zu Fuß oder mit der Bimmelbahn erreichbar

*größter künstlicher See Deutschlands – trotzdem weiß keiner wo denn der Geiseltalsee liegt!

*Zusammenarbeit mit Leistungsträgern und regionalen Partnern – die leider untereinander zerstritten sind

*historische Funde bereichern das touristische Angebot (Bunkeranlage, Kirche,...) – dies sind keine historischen Funde, sondern Baudenkmäler. Zum einen fehlt es an der passenden Beschilderung, andererseits fehlen Fremdenführer. Eine Ausbildung, wie der von Landfrauen im Hohensteiner Land, fehlt vollkommen und sollte dringend umgesetzt werden.

*Fossilienfundstatte von Weltrang mit „Urpferdchen-“Fund – wem ist dies denn bekannt, und wo bekommt der Gast Infos; wo er sich dies ansehen kann?

*Einbeziehung der Einheimischen – Dies wird bisher total vernachlässigt, nur ein paar und immer die selben Macher, kommen zum Zug, man redet schon von Kumpanei. Die Förderung von Innovativen, passenden und mit wenig Kapital umsetzbaren Projekten wird nicht gefördert. Groß Projekte haben Vorrang, dauern aber viel zu lange (im Genehmigungsverfahren und der Umsetzung). Gefördert werden sollten Tourismusprojekte, die zum nächsten Saisonstart stehen sollten.

*Hafen- und Wassersportzentrum – für die Größe des Sees sind die beiden in Mücheln und Neumark viel zu wenig. Die Größe des Sees gibt mindestens 4 her, wie die Erfahrungen von anderen Seen aufzeigen.

*See noch nicht vollständig freigegeben. – dies stellt ein großes Problem dar.

*nicht genug behindertengerecht – „nicht genug“ dürfte arg untertrieben sein. Objekte wie der Badestrand in Mücheln werden an Punkten gebaut, die für Personen mit Behinderungen kaum erreichbar sind. Der öffentliche Nahverkehr ist nicht auf Behinderte aus-, eingerichtet. Bisher sieht es nach einer vollkommenen Fehlplanung aus.

*kein faires Konkurrenzverhalten untereinander – Momentan wird das Bild vermittelt, dass da will doch jeder nur sofort reich werden und gönnt dem andern nichts! Hier muss angesetzt werden, denn man vergibt sich mit diesem Verhalten einfach zu viel!

*fehlende Kooperationen – Dies hängt direkt mit dem unfairen Konkurrenzverhalten zusammen. Da fehlt eine Person die den Hut auf hat und auch die Fähigkeit Kooperationen anzuschieben, überhaupt sich den Schuh eines Gesamtorganisators des Tourismus des Geiseltalsees anzieht.

*geringe Übernachtungskapazitäten – diese stellen ein großes Handycap dar. Personen werden aber nur dort investieren, wenn endlich ein Gesamtmarketing für das gesamte Geiseltal zustande kommt und nicht nur Tagestouristen locken kann.

*keine klare Positionierung – dies ist eines der größten Probleme, hängt aber auch damit zusammen, dass es keinen Hauptverantwortlichen gibt.

*Erscheinungsbild ist sanierungsbedürftig – Wenn man von geiseltalsee.de ausgeht, diese Page hat noch zu keiner Zeit den Anforderungen entsprochen, die an ein solches Medium gestellt werden. Wird es auch in der Organisations- und Umsetzungsstruktur nicht erreichen können. Hier wird ein vollkommen neues Konzept eines Tourismusmarketing Portals mit eingebundenen Einzelpages benötigt.

*das lokale Informationszentrum ist noch nicht ausgereift – ein lokales Informationszentrum sehe ich als Fehler an, es werden mehrere benötigt, da die Gäste aus verschiedenen Richtungen anreisen!

*Kundenentfremdung durch Professionalität – ja dies ist besonders am Geiseltalsee zu spüren. Unprofessionelle Angebote (wie dieser sogenannte Kiosk an der Marina mit Selbstbedienung, Pfand und langen Warteschlangen) schrecken Kunden einfach nur ab. Gaststätten, Imbisse und Grillangebote sind unregelmässig offen, Gäste können sich auf eine konstante Versorgung nicht verlassen.

* CRM ist ausbaufähig

*kein Qualitätsgütesiegel des Wassers – alle 12 Seen benötigen ein Qualitätssiegel, bzw. das ganze Geiseltal ein Qualitätssiegel, das gleichzeitig eine Dachmarke darstellt.

*weite Teile des Sees sind Vorbehaltsgebiet für den Aufbau eines ökologischen Verbundsystems.


Chancen (extern) Risiken (extern)


*Umgebung bietet große Angebotsvielfalt (Nebra- Scheibe, ...)

*In unmittelbarer Nähe befinden sich größere Städte wie Leipzig, die ein großes Potenzial an 2-3 Tagesgästen, gerade bei jungen Familien bieten, diese müssen als Gäste gewonnen werden

*Kuranlagen und Goethe-Theater, Bad Lauchstadt gehören direkt zur Region, stehen aber leider im Tourismus der Region als alleiniges Highlight dar. Obwohl es in der Region noch viel mehr davon gibt, die aber nicht entsprechend genutzt werden, da Nutzungskonzepte fehlen.

*Die Region punktet mit seiner wunderschonen Landschaft.- die aber kaum Marketing mässig präsentiert wird. Onlinepräsentationen und Pressereisen fehlen, gezielte Fernseh- und Hörfunkberichterstattung ist mangelhaft.

*Politische Unruhen, wie Terrorismus und Burgerkriege bzw. Aufstände verstärken den Binnentourismus zunehmend – es wird aber noch 10-15 Jahre dauern bis die entsprechende Kundenqualität erreicht wird um diesen Kunden Klientel ansprechen zu können

*Tages- und Landtourismus – für einen entsprechenden Land- bzw. Agrotourismus alla Hohenlohe benötigt es zum einen eine Führungsperson und das Interesse der Einheimischen an regionale Produkte zu wecken. Allein auf den Tourismus in der Region kann nicht gebaut werden.

*Kurzaufenthalte und Wochenendtrips liegen im Trend – hier ist am Geiseltalsee aber auch eine besondere Problematik entstanden, dass sich die Gäste hauptsächlich auf das Wochenende konzentrieren und dann schnell die momentan vorhandene Infrastruktur an ihre Grenzen führt.

*Wandern und Nordic-Walking stehen hoch im Kurs – hier müsste ein Gesundheitstourismus ansetzen, aufgebaut werden, Gesundheitstourismusmanager sind in der Region vorhanden, ebenfalls Gesundheitstourismuspersonal. Passende auf den Tourismus ausgerichtete Angebote und Leistungen fehlen.

*Potential zum Weltnaturerbe ist gegeben - dies ist aber sehr weit hergeholt!

*Umfeld ist fortschrittlich progressiv geprägt – die Region ist konservativ und mit
Etabliertenvorrechte behaftet die sich negativ auf den Tourismus auswirken.

*Flugplatz Merseburg (Sport und Rundflüge),Flugplatz Laucha

*Schnelle Entwicklung und Technologien erfordert schnelle Anpassung – genau hier wird es problematisch, dies dauert alles zu lange in der Region! Neue touristische Trends wie eFahrräder, eTrettboote usw. werden überhaupt nicht erkannt.

*mit der Freigabe wird zu lange gewartet → verschenktes Potential. Möglichkeiten die um den See liegen werden nicht wahrgenommen und entsprechend umgesetzt

*Verlust der kulturellen, historischen Identität – viele wissen gar nicht mehr was ihre Region zu bieten hat! Eine regionale gemeinsame Kultur Erfassung und daraus ein Vermarktungsstrategienkonzept wäre sinnvoll.
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Ronny Ullrich aus Laucha an der Unstrut | 12.12.2013 | 22:06  
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