Praktische Einspartipps für den Kleingarten

In den letzten Jahren erkennen immer mehr Bürger die Vorteile eines Gartens wieder für sich und die damit verbundene Steigerung ihrer Lebensqualität. Wer heute über einen eigenen Garten verfügt, hat sich hiermit nicht nur eine Oase der Ruhe und Erholung geschaffen, sondern auch die Möglichkeit einiges an Geld zu sparen und seinen Lebensstandard zu erhöhen. Kleingärten können angesichts der ökonomischen Krise die prekäre Situation vieler einkommensschwacher Haushalte lindern helfen. Wer selbst im Kleingarten anbaut, kann sich tatsächlich ordentlich, gesund versorgen und dies absolut kostengünstig, wenn er den Einspareffekt Kreativität, immer vor Augen hat.

Zudem muss einem klar sein, dass für viele nur die Übernahme eines leer stehenden, meist verwilderten Gartens möglich ist, der ohne Abschlag abgegeben wird und nicht mehrere hundert oder tausend Euro Übernahme verursacht.

Wenn man einen leerstehenden Klein-/ Schrebergarten übernimmt, dann fehlt es diesen neunen Kleingärtner oft an Allem! Da müssen zum Anfang erst einmal die Gartengeräte wie Schaufeln, Hacken, Rechen her, diese neu zu kaufen ist finanziell nicht möglich. Da sollte man Kleinanzeigen nach gebrauchten Gartengeräten durchgehen oder selbst eine Suchanzeige schalten.

Ganz wichtig ist es von Anfang an, sich Gedanken zur Einsparung von Kosten zu machen! Es muss einem auch klar sein, dass sich ein verwilderter Kleingarten nicht von heute auf morgen zu einem funktionierenden Schrebergarten entwickelt, dies dauert oft mehrere Jahre.

Einsparpotentiale durch einen Garten sind in vielen Bereichen gegeben, man muss nur wissen, wie man den Garten und das Einsparpotenzial am besten nutzt, um die Haushaltskasse wirklich entlasten zu können. Es gibt 3 Sparbereiche bei einem Kleingarten die mit passender Kreativität wirklich viel zu bieten haben:

- bei der Neugestaltung

- bei den Verbesserungen und Anbau neuer Sorten

- bei der ständigen Nutzung

Um dieses zu verdeutlichen habe ich unser Sparumsetzungs-potenzial einmal zusammengefasst und aufgelistet. Es dürfte deutlich machen, dass „Eigeninitiative“ eine ganz wesentliche Rolle spielt, um einen Kleingarten effektiv betreiben zu können. Solche Gedankenansätze habe ich bisher im Netz noch nicht gefunden und hoffe, dass sie großes Interesse finden.

Ganz wichtig Fahrrad, Fahrradanhänger, Gepäckträgertaschen und ein großer Rucksack!

Als enormes Einsparungspotenzial ist die Transportabwicklung ohne ein Sprit und Kosten produzierendes Auto anzusehen, denn die Kosten, die ein Auto bei einem täglichen Anfahren des Gartens verursacht, summieren sich enorm! Hier hat sich ein Fahrrad mit Gepäckträgertaschen und ein großer Rucksack bestens bewährt. Für größere Transporteinheiten ist ein Fahrradanhänger ideal! Denn zu transportieren gibt es immer etwas, entweder in oder aus dem Garten heraus. Ein ständig Kosten produzierendes Auto ist für Viele heute sowieso ein Traum und vollkommen unnötig, ein Fahrrad reicht nach meinen Erfahrungen vollkommen. Fahrradanhänger am besten über Kleinanzeigen, Fahrradtaschen und Rucksack am preisgünstigsten über eBay ersteigern.


wenig kaufen sondern tauschen ist angesagt

Die Zielstellung für einen Arbeitslosen liegt darin, so wenig wie möglich gegen Geld erwerben zu müssen, ideal ist hier der Tausch, um so an andere oder weitere Pflanzen oder Samen heran zu kommen. Auch das Tauschen von zu viel eigenerzeugtem Gemüse oder Obst mit anderem, was man selbst nicht angebaut hat, ist als ein wichtiger Faktor anzusehen.

Es lohnt sich immer wieder, bei Nachbarn und Freunden über den Gartenzaun zu schauen und entsprechende Pflanzenteile auszutauschen. In vielen Regionen gibt es für diesen Zweck auch Pflanzbörsen.

Auch handwerkliche Unterstützung aus dem Bekanntenkreis oder Umfeld kann man sich mit Obst, Gemüse und frischen Kräutern oder auch Eingemachtem oder Sirup ertauschen.

der Sperrmüll als Wertbeschaffung

Wenn man einen Kleingarten neu übernimmt, kann man fast alles gebrauchen! Vieles von diesem findet man auf dem Sperrmüll: so Holzkisten, Blumentöpfe, ältere Gartenmöbel, Geschirr, Bretter, ganze Schränke – rundweg ganz vieles was man wirklich brauchen kann und das Tolle daran ist, es kostet einem nix!

Tipp: Nutzen Sie für den Sperrmüll zum Transport einen Handwagen oder ein Fahrrad mit Anhänger, statt einem Auto – dies spart wiederum Kosten und birgt keine Parkprobleme.

wenn kaufen dann gebraucht

Da Geringverdiener nun wirklich jeden Cent rumdrehen müssen, empfiehlt es sich eigentlich Sachen, die man nicht so ohne weiteres über Sperrmüll beschaffen kann oder aus hygienischen Gründen nicht will, gebraucht über Kleinanzeigen zu erwerben. Dazu gehören Bett, Kühlschrank, die Ausstattung für eine Sommerküche usw. Diese Teile erhält man auf diesem Weg oft zu Preisen, die nur ein Zehntel des Neupreises darstellen und man lernt dabei, aus unseren Erfahrungen, noch nette Leute kennen, die sich freuen, wenn ihre Sachen eine effektive Weiterverwendung finden.

Samen vom Discounter – nachher eigene Samen

Schon beim Samenkauf kann man gewaltig sparen, so mit dem Kauf von Samen beim Discounter, der 400-600 % günstiger liegt als der bei Reifeisen und Co.. Etwas exotischere Samen erhält man z. B. günstig bei eBay. Kosten kann man auch dadurch sparen, dass man sich den Samen selbst zieht, was eigentlich ganz einfach ist. Man sollte sich aber frühzeitig Gedanken über die Aufbewahrung der Samen machen, da schnell mal so 100 Sorten zusammen kommen!

eigene Vorzucht von Pflanzen hilft Kosten sparen

Richtig Kosten einzusparen hilft einem die eigene Vorzucht von Pflanzen aus Samen. Plastikschalen von Gemüse oder Fleisch werden bei uns als Anzuchtschalen oder Minigewächshäuser eingesetzt. Zum Grünen Punkt zählen auch die Pflanztöpfe und Sammelschalen aus Plaste. Daher ruhig bei Blumenläden nachfragen, die geben diese sowieso zum Grünen Punkt.

Tipp: Mit dem oft zu vielem Samen in den Verpackungseinheiten noch weitere Topfpflanzen von Gemüse, Kräuter und Blumen aufziehen, die sich dann hervorragend zum Tausch eigenen.

mit selbst hergestelltem Naturdünger sparen

Statt teueren Dünger zu kaufen, können Sie problemlos kostenfreien Naturdünger selbst herstellen, viele auch gezielt ausgerichtet auf einzelne Pflanzensorten. Ein idealer Dünger ist z. B. der Kompost den Sie aus Gartenabfällen selbst kompostieren. Ist der Kompost dann reif, reicht es, wenn Sie ihn unter die Erde rechen, damit an die Pflanzen neue Nährstoffe heran geführt werden.

Dann gibt es noch die sogenannten Miste, die man meist kostenfrei bekommen kann oder durch Tierhaltung selbst zur Verfügung hat. Der unterschiedliche Mist der Tierarten eignet sich durch seine jeweilige Beschaffenheit, auch für spezielle Pflanzensorten.

Ein ebenfalls kostenfreier Dünger lässt sich aus Brennnesseln und Wasser herstellen. Brennnesseljauche ist ein besonders stickstoffreich und so hervorragender Naturdünger für sämtliche Pflanzen, ob nun im Garten oder auf dem Balkon, sowie verschiedenste Zimmerpflanzen.

Tipp: Als eine natürliche Alternative zu chemischen Düngemitteln können Sie Kaffeesatz auch als vollwertigen Dünger einsetzten. Der Kaffeesatz weist eine hohe Konzentration an Stickstoffen, Phosphor, Mineralstoffe und Kalium auf.

möglichst alles Wiederverwenden, was man auf der Pachtparzelle findet

Als absolut kostengünstig hat sich die gezielt geplante Verwendung von im Garten Vorhandenem, egal ob alte Wegplatten, Tomatenstangen, Pflanzen am total falschen Standort, erwiesen. Alles ist widerverwendbar, wenn man einen Plan hat – dies kann ich aus Erfahrung mit auf den Weg geben! Dies spart Beschaffungs- und Transportkosten und zudem jede Menge Arbeitszeit!

Grüner Punkt als Kostenersparnis

Leere Gläser und Flaschen nutzen wir als kostenlose Aufbewahrungsgefäße für Kräuter, Marmeladen und Eingemachtem. Schnell stellt man fest, dass man an Aufbewahrungsgefäßen ganz viel benötigt! Sehen Sie mal genau hin, dann werden Sie feststellen, dass leere Einmachgläser oft sogar treuerer sind als Konservengläser mit Inhalt! Wein-, Saft- oder auch Ölflaschen mit Schraubverschluss, nutzen wir für selbst gemachte Säfte, Öle oder Tinkturen. Sogar Plastikschalen von Gemüse oder Fleisch werden bei uns als Anzuchtschalen oder Minigewächshäuser eingesetzt. Das verrückte ist doch, dass wir das, was wir zum Grünen Punkt bringen auch noch teuer bezahlen – wir nutzen den Grünen Punkt aber intensiv!

Noch ein Tipp: Zum Grünen Punkt zählen auch die Pflanztöpfe und Sammelschalen aus Plaste. Daher ruhig bei Blumenläden nachfragen, die geben diese sowieso zum Grünen Punkt.



Einsparung Wasser

Fürs Giesen eignet sich hervorragend in Fässern gesammeltes Regenwasser der Gartenlaube oder kostenfreies Schichtwasser. Auch das Trinkwasser ist kostengünstiger, da hier nur der Wasserpreis anfällt und nicht noch die Abwasserkosten.

Einsparen von Urlaubskosten

Mit dem Garten kann man auch wenn man über eine schöne, bewohnbare Gartenlaube verfügt, Geld für den Urlaub sparen. Wer sich seinen Garten richtig schön herrichtet, der wird einen kostenintensiven Urlaub nicht vermissen. Ein anderer Weg ist der Gartentausch zwecks Urlaub mit einem Gleichgesinnten (davon gibt es immer mehr). Dann fallen nur noch die Reisekosten an. Mit der Bahn oder Mitfahrzentralen sind diese Reisekosten dann minimal und oft ein richtiges Erlebnis – Urlaub.

Einsparungspotential Laube

Der bauliche Zustand der Laube und deren Ausstattung ist neben der Nutzung des Gartens der entscheidende Punkt bei der Bewertung und Zufriedenheit des kleingärtnerischen Schrebergartens. Dafür ist oft einiges an Geld aufzubringen, denn man stattet die Laube nicht einfach mit verwohntem Mobiliar wie früher aus, sondern erwartet einen gewissen Wohlfühlfaktor. Man kann aber auch hier gewaltig sparen – meist durch Kleinanzeigen und wenn man die Suche regional auf seine Logistikmöglichkeiten einengt, ist dies äußerst effektiv. Auch teilweise Sperrmüll und nicht mehr benötigte Sachen von Bekannten lassen Kosten einsparen. Geschenkte Baumaterialien sind die besten: Wenn also in der Umgebung oder im Bekanntenkreis jemand alte Fenster, Balken, Dachziegel, Bretter oder sonstiges Material hat, nur her damit.

Sie sehen, wenn man Kreativität sprießen lässt ist das Einsparpotenzial für und in einem Kleingarten enorm hoch – höher als es sich viele vorstellen können. Der Bericht kann nur Anregungen für eigene Kreativität geben. Vieles wurde auch nur kurz angesprochen, daher wurden ausführliche Einsparungstipps zu den einzelnen Themenbereichen wie: wenig kaufen sondern tauschen ist angesagt; Grüner Punkt als Kostenersparnis; mit selbst hergestelltem Naturdünger sparen usw. als eigenständige Berichte erarbeitet.
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 09.12.2013 | 17:23  
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