Hafen Braunsbedra – keine Mehrkosten, alles im Zeitplan, alles in Ordnung!?

Die frohe Kunde die der Braunsbedraer Bürgermeister Herr Schmitz zu Beginn der ersten sogenannten Baustellenführung am Braunsbedraer Hafen verkündete war: Wir befinden uns mit dem Hafenprojekt im Zeitplan und Mehrkosten sind nicht entstanden. Da staunt doch die Bevölkerung incl. Fachleute nicht schlecht. Denn im Spätsommer 2013 wurde noch verkündet, dass die Bauarbeiten an der Seebrücke bis Dez. des selben Jahres abgeschlossen seien und diese zur Saison 2014 eröffnet wird. Man erinnert sich auch, dass gerade vor kurzem die Seebrücke unter Ausschluss der Öffentlichkeit eingeweiht wurde und dort dann mitgeteilt wurde: Voraussichtliche Eröffnung der Seebrücke 2016. Somit haben diese Bauarbeiten 3 Mal so viel Zeitaufwand benötigt wie angekündigt und die Eröffnung der Seebrücke verschiebt sich um zwei Jahre.

Herr Schmitz äußerte, dass es keine größeren Probleme gegeben habe, „eine der Säulen der Seebrücke“ sei abgesackt – warum sei spekulativ. Er beschrieb dazu ausführlich die aufwendigen Bohrungsarbeiten in der Säule, denn es wurden drei Bohrungen bis auf den Grund des Sees durch die Säule durchgeführt und durch diese dann mit Druck eine Art Fundament unter und um die Säule in den Seeboden hineingedrückt.

Die Tatsache, dass aber nicht nur eine, sondern 27 der 31 Brückenpfeiler, gleichfalls wie die eine beschriebene Säule nachgearbeitet werden mussten, blieb von Ihm unerwähnt, er musste erst vom Publikum darauf aufmerksam gemacht werden. Aus diesem Blickwinkel betrachtet erhält das Ganze einen bitteren Beigeschmack. Dabei darf nicht vergessen werden, dass nach Angaben von Herrn Schmitz die Bauzeit im Rahmen liege und vor allem die Kosten noch im zu Anfang errechneten Budget liegen würden, daher keine Auswirkung auf die Gesamtplanung hätten.

Dies hört sich doch einmal nach einer guten Nachricht für die Braunsbedraer an, die immer mehr ihren Unmut äußern über dieses Projekt. Verschwendung, nicht notwendig, man hätte Besseres mit dem Geld anfangen können, z.B. für die Kinder ...

Ob man diese angebliche gute Nachricht auch dem Bürgermeister abnimmt, steht auf einem anderen Stern, denn die Bauarbeiten haben dreimal so lange gedauert wie angekündigt und die dabei aufwendige Nacharbeitung von 27 der insgesamt 31 tragenden Säulen der Seebrücke sollen in der gut berechneten Kalkulation, ja keine Erhöhung der Ausgaben verursacht haben. Dies scheint nun wirklich sehr unwahrscheinlich!

Ein staatliches Bauprojekt, das im Kalkulationsrahmen verbleibt ist ja schon eine Seltenheit für sich, die bundesweit Beachtung hätte finden müssen. Nicht zu vergessen, dass die Anfangskalkulation so gut berechnet war, dass 6 Monate mehr Bauzeit keinen Einfluss darauf haben. Da müssten doch die Fernsehsender Schlange stehen um dieses Wunder und Leistung der Verwaltung über ganz Deutschland zu verbreiten!

Weitere Infos über die Umsetzung des Tourismus in unserer Region findet man hier.
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