Bürgerinitiative gegen Jetski-Lärm auf dem Runstedter See

Am Runstedter See, der zum Geiseltaler Seenkomplex mit seinen 6 Seen gehört, wehrt sich eine Bürgerinitiative gegen Jetski-Lärm. Da auf diesem Privatsee, der noch unter Bergbaurecht steht, Wassersportler fast jedes Wochenende ihrem sehr lautstarken Hobby frönen. Die Mitglieder der Bürgerinitiative fordern eine zeitliche Beschränkung sowie ein Fahrverbot für Sonn- und Feiertage.

Die Kommune Braunsbedra ist aber der Ansicht nur belästigenden Lärm ahnden kann. Da der ehemalige Braunkohletagebau, der privatisiert ist, unter Bergaufsicht der Bergbaubehörden steht, müssten diese über eine touristische Nutzung entscheiden. Hier macht sich wieder einmal das Fehlen eines touristischen Masterplans, bzw. Gesamtkonzeptes für die Region, der trotz der Flutung vor 11 Jahren noch immer fehlt, negativ bemerkbar.

Laut privatem See-Eigentümer wurden gestellte Anträge zu einer Nutzung des Runstedter Sees nie beantwortet, dies kann doch aber nicht bedeuten, dass er nun einfach umsetzt was er will. Dazu benötigt es entsprechender Gesetzgrundlagen, die offensichtlich fehlen. Beide Parteien sollten Druck machen, dass endlich ein touristischer Masterplan, bzw. Gesamtkonzept erarbeitet wird und dieser auch durch ein Fachteam mit Weisungsberechtigung umgesetzt wird – man war zu lange zu untätig, es ist fünf Minuten vor zwölf!

Die Redaktion (wasserturmland-magazin) möchte noch erwähnen, dass es zu dem Thema in einer Petition des Landtags von Sachsen-Anhalt Drucksache 5/88/3071 B Fünfte Wahlperiode 03.02.2011 einen Beschluss unter 5-U/00143 Befahren des Runstedter Sees mit Jetskis gibt, der aber nicht öffentlich einsehbar ist.

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