Wie sieht es mit der Qualität unseres Trinkwassers aus?

Bochum: Stadtgebiet | Wasser ist für uns ein Grundnahrungsmittel, von dem wir täglich ca. 2 Liter zu uns nehmen sollten. Das Wasser aus der Wasserleitung ist im Allgemeinen qualitativ hochwertiger als viele Mineralwässer.

Die bakterielle Belastung ist bei Leitungswasser geringer als bei vielen hochpreisigen Mineralwässern.

Aber auch wenn die Qualität des Trinkwassers in Ordnung ist, kann es sein, dass wir durch unser Wassernetz im Haus (bei Altbauten) das Wasser wieder verunreinigen. Ich meine die früher verlegten Bleirohre. Blei behindert den Sauerstofftransport des Blutes. Besonders bei der Zubereitung von Babynahrung ist auf bleifreies Wasser zu achten. Vielleicht haben sie schon einmal den Begriff „Blausucht bei Babys und Kleinkinder“ gehört.

Fragen sie ihren Hauswirt ob in ihrem Gebäude noch Bleirohre verlegt sind.
Sind sie sich nicht ganz sicher, so lassen sie das Wasser vor Gebrauch ein wenig laufen. So werden die über Nacht entstandenen Bleiverbindungen entfernt. Warten sie solange bis das Wasser kälter geworden ist.

Trinkwasser unterliegt einer strengen Überwachung. Hierzu gibt es sogar eine Trinkwasserverordnung (TrinkwV). Für die Trinkwasserversorger besteht eine Untersuchungspflicht.

Auch die EU hat entsprechende Richtlinien zur Überwachung des Trinkwassers erlassen.

Aber es stellt sich die Frage ob die Qualität des Trinkwassers durch ein ständiges Überwachen besser wird.

Natürlich nicht. Aber aus den Ergebnissen der ständigen Untersuchungen können entsprechende Gegenmaßnamen ergriffen werden.

Regional können die Belastungen des Wassers bei der Aufbereitung sehr unterschiedlich sein. In großen Industriegebieten spielen oft der Schwermetallgehalt und der Komplexbildner eine große Rolle, wobei in ländlichen Gebieten eher das Problem der Nitrate(z.B. durch Gülle), Phosphate (Dünger), Fungizide und Pestizide (Schädlingsbefall) besteht. Auch die bei der Massentierhaltung eingesetzten Antibiotika und Hormone können sich in einem aufzubereitenden Trinkwasser befinden.

Aber keine Angst- für alle diese Fremdstoffe ist man bei den Wasserwerken gut vorbereitet. Das Nitrat wird durch eine Behandlung mit EisenIII Chlorid und die Phosphate durch das Zugeben von Calcium (Kalkmilch) eliminiert. Für bestimmte Schadstoffe stehen auch oft Aktivkohlefilter zur Verfügung.

Als Verbraucher haben wir natürlich einen großen Einfluss auf die gesamte Wasserqualität. Ob es das Waschmittel oder die Reinigungsmittel sind,- alles muss die Kläranlage erst einmal wieder heraus holen.

Setzen sie diese Mittel nur sparsam ein. Erfragen sie die Wasserhärte bei ihrem Wasserversorger und schauen dann auf ihre Waschmittelbox. Hieraus können sie die notwendige Waschmittelmenge selbst ersehen.

Auch mit den Reinigungsmitteln sollte man sparsam umgehen. In vielen Toiletten-und Sanitärreinigern ist Chlor enthalten (z.B. Domestos,Klorix). Diese Chlorverbindungen gelangen auch ins Abwasser, und somit in den Naturkreislauf.

Wenn wir alle an einem Strang ziehen, dann bleibt die Qualität unseres Trinkwassers auch weiterhin auf einem hohen Niveau!

P.S.:
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4 Kommentare
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 27.09.2016 | 19:33  
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Hans-Joachim bartz aus Hattingen | 27.09.2016 | 20:22  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 28.09.2016 | 09:07  
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Hans-Joachim bartz aus Hattingen | 28.09.2016 | 09:39  
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