Fliegenfischen: Welche Besonderheiten gibt es?

Das Fliegenfischen ist eine besondere Angelmethoden, die sich besonders dadurch von anderen Methoden unterscheidet, dass der Köder, der auch Fliege genannt wird, künstliche Fliegen oder ein anderes Insekt in verschiedenen Entwicklungsstufen imitieren soll. Hierzu benötigt man Geräte, die speziell für das Fliegenfischen sind. Welche Geräte Sie benötigen und wie Sie mit diesen Gerätschaften angeln, erfahren Sie hier.

Die Wurftechnik
Bei dieser Angelmethode benötigt man ein spezielles Gerät, nämlich eine Fliegenrute und Fliegenschnur mit welchem der Köder auf oder unter der Wasseroberfläche den Fischen angeboten wird. Will man dem Fisch den Köder auf der Wasseroberfläche anbieten, handelt es sich um das Trockenfischen. Bietet man ihm den Köder unter der Wasseroberfläche an, so handelt es sich um das Nassfischen. Außerdem ist eine besondere Wurftechnik erforderlich.
• Wurftechnik: Das Fliegenfischen basiert nicht auf dem Wurfprinzip anderer Angeltechniken. Statt ein Bleigewicht mit Vorfach zu beschleunigen oder anstelle eines Blinkers, wird hier nur das Gewicht der Schnur genutzt, welche als besonderes Wurfgewicht verwendet wird, da der Köder allein zu leicht zum Werfen ist. Der Rutenarm ist zu Beginn angewinkelt und die Rutenspitze zeigt zur Wasseroberfläche. Dann wird die Rutenspitze in einer fließenden Bewegung angehoben und zur Blickrichtung vorwärts und rückwärts bewegt.

Vielfalt des Köders
Hierzu gibt es Tausende von verschiedenen Fliegenmustern für die unterschiedlichsten Fischarten, z.B. Eintagsfliege, Köcherfliege, Steinfliege, Streamer, Nymphen usw. Bei diesen Ködern kommen verschiedene Materialien wie Tierhaare, Vogelfedern und Kunststoff zum Einsatz. Je nachdem, ob es sich um das Trockenfischen oder Nassfischen handelt, wird entschieden, welcher Köder bzw. welche Fliege zum Einsatz kommen soll. Beim Trockenfischen wird den Fischen ein schwimmfähiger Kunstköder auf der Oberfläche des Wassers angeboten. Um schwimmfähig zu sein, muss dieser Köder in der Regel „trocken“ sein, daher der Begriff „Trockenfischen“. Je besser hierbei ein Insekt durch Größe, Farbe oder Form imitiert wird, desto besser sind auch die Fangaussichten. Beim Nassfischen wird eine künstliche Fliege unter der Wasseroberfläche angeboten, d.h. der Köder wird dicht unter der Oberfläche, im Mittelwasser oder in besonderen Fällen sogar hart am Grund geführt. Diese Köder sollen entweder ein im Wasser lebendes Insekt oder ein ertrunkenes Insekt nachstellen.

Die Besonderheit beim Fliegenfischen: Die Angelschnur
Fliegenschnüre sind in verschiedenen Querschnittsverläufen erhältlich, die durch spezielle Kürzel gekennzeichnet werden. Die üblichen Formen sind:
• L (level, der Schnurquerschnitt bleibt über die gesamte Länge gleich)
• DT (double taper, beidseitig verjüngt)
• ST (shooting taper, Schusskopf)
• WF (weight forward, auch Keulenschnur genannt, die Schnur wird nach vorne keulenförmig dicker)
• TT (triangle taper, ähnlich der WF mit länger gezogenem Fronttaper)
• LB (Long Belly, langer Bauch)
Besonders für Einsteiger sind WF-Schnüre, die es in Fachmärkten zu kaufen gibt, sehr von Vorteil, da sich diese leichter und weiter werfen lassen.
Einsetzbare Ruten
Bei den Ruten wird zwischen einer Einhand- und einer Zweihandrute unterschieden. Die Einhandrute ist zwischen 1,80 und 3,00 m lang und in den Schnurklassen 2 – 10 erhältlich. Zweihandruten werden traditionell zum Lachsfischen mit Nassfliegen an größeren Flüssen verwendet werden und mit beiden Händen geführt. Mit der Zweihandrute ist an größeren Gewässern ein ermüdungsfreies und langes Fischen über mehrere Stunden möglich. Außerdem ermöglicht die Zweihandrute das Erreichen größerer Wurfweiten, eine bessere Führung der Fliege und auch einen günstigeren Drill eines größeres Fisches.
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1 Kommentar
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Hans-Joachim bartz aus Hattingen | 21.09.2016 | 05:14  
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