Wie Bobinger ihre Singold sehen
Befragung bringt überraschende Sichtweisen
In einer schriftlichen Befragung wollten die Veranstalter des Projekts „Leben mit der Singold“ von den Besuchern des Bobinger Fischtags am 22. Juli erfahren, welche Bedeutung die Singold für sie hat. Jetzt liegt die Auswertung vor: mit 76 zurück gesandten Fragebögen lagen die Rückmeldungen im oberen Drittel schriftlicher Befragungen. Da der Fischtag traditionell eher ältere Generationen anspricht, verwundert nicht, dass 67 Prozent der Befragten älter als 56 Jahre und die Altersgruppe der 10 bis 25 Jährigen mit 8 Prozent deutlich unterrepräsentiert war. Die altersmäßige Zusammensetzung der Befragungsteilnehmer ist deshalb nicht repräsentativ für die Bobinger Bevölkerung. Die Ergebnisse geben jedoch einen realistischen Einblick in Vorstellungen und Ideen älterer Bobinger zur Singold.
Mit 55 Nennungen waren die meisten Befragten, im Unterschied zu den Fischexperten, davon überzeugt, die Singold sei ein Fischgewässer. Fast gleich viel schätzten die Singold als „wichtig für die Natur“ ein. Für die älteren Befragten ist der Fluss in erster Linie „ein Ort zum Spaziergehen“ (49 Nennungen). Der Aussage, dass die Singold „ein Platz für Kinder zum Spielen und Baden“ sei, stimmten lediglich 11 Befragte zu.
Neben subjektiven Bildern des Flusses interessierte , was aus Sicht der Befragten dazu beitragen könne, aus der Singold wieder einen lebendigen Fluss zu machen. Gleich 103 mal nannten die Bobinger bauliche Veränderungen, wie die Anlage von Fischtreppen, den Rückbau begradigter Flussläufe und die Schaffung von mehr Entfaltungsmöglichkeiten für den Fluss. Die Singold als „ruhigen Naturerlebnisraum erhalten und gestalten“ stand bei 53 Nennungen im Vordergrund.
Einige Themen zielten auf den Bekanntheitsgrad des Projekts „Leben mit der Singold“ unter den Besuchern des Fischtags. Zwei Drittel kannten das Flussprojekt bereits. 40 Prozent hatten davon in der Presse gelesen und 27 Prozent gaben den „Bobinger Stadtboten“ als Quelle ihrer Information an. An einer oder mehreren Veranstaltungen des Projekts hatten 15 Befragte bereits teilgenommen.
Auf die Frage, ob man sich an Aktivitäten zur Gestaltung einer lebendigen Singold beteiligen würde, signalisierten 21 Personen (38 Prozent) ihr Interesse zum Engagement. In der Altersgruppe der 26 - 40 Jährigen erklärten sich zwei Drittel, in der Gruppe der 41 – 55 Jährigen knapp jeder Zweite bereit, für die Gestaltung der Singold tätig werden zu wollen.
Die hohe Bereitschaft der Bobinger sich für ihre Singold und deren weitere Gestaltung bürgerschaftlich zu engagieren, lässt sich als deutliches Signal interpretieren, dass weitere Aktionen auf breite Unterstützung in der Bevölkerung zählen können.


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