Zum Karriereende den Weltmeistertitel

Europameister, WM-Dritter, Nationalmannschaftskämpfer, national und international Erfolgreich und jetzt sogar Bundestrainer der Polizeinationalmannschaft, das sind Stationen des 46 jährigen Augsburger Polizeibeamten Hannes Daxbacher. Was liegt näher als zum angekündigten Karriereende einen Weltmeistertitel anzuhängen. Klingt einfach, aber es ist ein langer und mühsamer sportlicher Weg um auch bei den Senioren auf´s Treppchen zu kommen. Aber wer den Ehrgeiz des Cheftrainers des Polizei SV Königsbrunn kennt, der weiss, nichts ist unmöglich. Und Ergeiz steckt an. So reisten mit Hannes Daxbacher auch Wolgang Schar und Margit Steidl, betreut von Ehefrau Regina Daxbacher, drei Wettkämpfer des Polizei SV zur Zehnten WM der Senioren im Judo nach Brüssel.

1.400 Athleten aus 55 Nationen starteten in 8 Altersklassen, verteilt auf 7 Gewichtsklassen um Meisterehren. In der Männerklasse M4 bis 66 kg musste der letztjährige Senioreneuropameister Wolfgang Schar nach 3 gewonnen Kämpfen das Halbfinale abgeben. Mit einer Superleistung im kleinen Finale gewann er vor Ablauf der Kampfzeit mit Ippon den 3. Platz.

Deutlich weniger Starter wie bei den Männern waren in der Frauenklasse angetreten. Trotz allem zeigten auch die Judodamen, daß sie nichts verlernt haben und lieferten sich heiße Kämpfe. Nach einem gewonnenen und einem verlorenen Kampf konnte Margit Steidl in der Klasse F5 bis 90 kg den 2. Platz entgegennehmen.

Richtig harte Arbeit gab es für Hannes Daxbacher in der Klasse M4 bis 100 kg. 12 Starter aus 10 Nationen wollten auf´s Siegepodest. Topfit überraschte der alte Mattenfuchs seine Gegner und besiegte alle vor Abauf der Kampfzeit mit Ippon (voller Punkt). Neidlos feierten alle die alten Weggefährten aus aller Welt, die sich noch aus Nationalmannschaftszeiten kennen, aber auch die unbekannteren Athleten, den Weltmeistertitel des ebenfalls letzjährigen Europameisters.

Wenn´s gut läuft, dann läufts richtig. So meldete sich Hannes Daxbacher sich für die Allkategorie an. Hier können alle Judoka ohne Berücksichtigung der Gewichtsklasse starten. Dies ist zum Abschluß jeden Turniers nochmal eine besondere Herausforderung für die Athleten, die hier wahrlich topfit sein müssen. 18 Kämpfer aus 12 Nationen fühlten sich berufen. Darunter auch der für Spanien startende Hugo Anderson, der mit 190 kg der "schwerste Brocken" des Turniers war. Aber auch er, so wie der letztmalige Weltmeister dieser Kategorie Eyup Soylu mussten sich Hannes Daxbacher, alle vor Ablauf der Kampfzeit, geschlagen geben, der somit in drei Tagen zwei Weltmeistertitel erkämpfte.

Die Leistungen und das Engagement dieser Beteiligten des Polizei SV Königsbrunn sind natürlich die besondere Vorbildfunktion besonders für die vielen jugendlichen Nachwuchskämpfer und Kämpferinnen des Vereins

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2 Kommentare zum Beitrag
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Robert Weiß aus Königsbrunn am 28.07.2008 um 18:05 Uhr  
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Wilfried Bauer aus Königsbrunn am 30.07.2008 um 15:32 Uhr  
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