Shorinji Kempo Training im Himmelreich

  Vom 10. – 12. Juni 2016 veranstaltete das Dojo Bobingen bereits zum dritten mal ein Trainingslager für den Shorinji Kempo Nachwuchs. 30 Kinder und Jugendliche fuhren mit Manfred Birling, Leiter der Bobinger Shorinji Kempo Schule und seinem Team (Tanja Wolf, Jürgen Ruf, Benedikt Walter und Jonas Hauser) ins Wochenend-Trainingslager nach Violau.

Da in 2 Wochen in Königsbrunn die schwäbische Embu-Meisterschaft stattfindet, war das Thema dieses Wochenendes „Kumi-Embu“. Das Embu ist ein sehr wichtiger Teil des Shorinji Kempo, da hier die einzelnen Techniken in einen Zusammenhang gebracht werden. Für den Betrachter sieht ein Embu wie ein freier Kampf aus, ist aber einstudiert. Es geht dabei um die Zusammenarbeit mit dem Partner, die genaue Ausführung und die flüssige Verbindung der Techniken. Der Verteidiger muss dabei zwischen 90 und 120 Sekunden lang auf viele verschiedene Angriffe reagieren, abwehren und kontern. Das Embu wird von den Partnern selbst kreativ erarbeitet und ist im Shorinji Kempo die einzige Wettkampfform. Bei Kindern dauert das Embu zwischen 60 und 90 Sekunden.

Am Freitag Abend erläuterte Sensei Manfred Birling mit Hilfe eines Lehr-Videos aus Japan, auf was beim Embu alles zu achten ist. Anschließend ging es nach draußen. Es wurde das riesige Areal rund um das „Bruder Klaus Heim“ mit Spiel und Spaß erkundet.

Am Samstag wurde über den Tag verteilt fast 6 Stunden im „Himmelreich“ trainiert. Das ist ein herrlicher Trainingsraum im Dachgeschoss des „Bruder Klaus Heimes“. Der erste Trainingstag begann traditionell mit Chinkon Gyo (Meditation). Chin bedeutet „Ruhe“ und „kon“ kann man mit „Seele“ übersetzen. Gyo steht für Übung / Disziplin. Birling Sensei erläuterte seinen Schüler/innen die Bedeutung der Meditation im Shorinji Kempo und die Kenshi waren höchst konzentriert bei der Sache.

Danach gab es zum „warm up“ ein Spiel. Nach dem Konditionstraining und dem Kihon (Grundlagen-Schulung), wurden die Schüler/innen in verschiedene Leistungsklassen eingeteilt und das Embu-Training begann. Über den ganzen Tag verteilt, wurde sehr fleißig trainiert. Tanja Wolf (1. Dan) filmte jedes Embu-Paar und besprach dann anschließend gemeinsam mit Birling Sensei und den Akteuren, was man noch besser machen kann. Die Kenshi waren äußerst wissbegierig und saugten die Verbesserungsvorschläge förmlich auf. Obwohl viele Stunden trainiert wurde, gab es noch Kinder, die freiwillig in den Pausen weiter trainierten, bzw. schon vor Trainingsbeginn oder nach Trainingsende weiter übten. Mit solchen Schüler/innen braucht man sich über die Zukunft des Shorinji Kempo keine Sorgen zu machen.

Am Abend gab es eine Zauber-Show von Bene und anschließend wurde es gefährlich. Tanja führte die Camp-Teilnehmer gekonnt durch die Nächte von Palermo. Es passierten unglaubliche Dinge und es dauerte sehr lange bis die Straßen von Palermo wieder sicher waren. Am Sonntag gab es am Vormittag noch ein Abschlusstraining mit anschließender Embu-Präsentation.
Alle Kenshi zeigten, was sie gelernt hatten und ernteten dafür von Ihrem Sensei und seinen Helfern viel Lob. Die Harmonie im Betreuer-Team sorgte das ganze Wochenende für ein angenehmes Klima im Training-Camp und alle Kempo Kids freuen sich schon darauf, nächstes Jahr wieder beim Wochenend-Trainingslager dabei zu sein.
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