Literatur (er)leben "Madschnun trifft auf Werther" mit Serkan Erol

Bobingen: Mittlere Mühle | „Madschnun trifft auf Werther“


Szenische Lesung mit Serkan Erol und Burhan Kacar am Sonntag, den 26. Februar in der Mittleren Mühle



Werther wirbt vergebens um die Zuwendung Lottes. Madschnun wird nicht Müde Lieder für Leila zu singen. Was vermag ein ori­entalischer Liebender einem Stürmer und Dränger zu sagen? Liebt es sich anders im Orient? Nizamis „Leila und Madschnun“ (1188) trifft auf Goethes „Die Leiden des jungen Werther“ (1774). Beide Werke behandeln die Liebe zu einer unerreichbaren Geliebten. Wer im Orient sich verliebt, wird schnell Madschnun („wahnsinnig vor Liebe“) ge­nannt. Auch Werther findet Nachfolger. Im 18. Jahrhundert gab es geradezu ein Wertherfieber, das manche unglücklich Lie­bende zu einem Selbstmord inspiriert hat.

Serkan Erol und Burhan Kacar lassen sich von der Dichtung Goethes und Nizamis inspirieren und kreieren eine Begegnung zwischen Madschnun (Erol) und Werther (Kacar).





Serkan Erol ist ein deutsch-türkischer Dichter, der am 23.9.1985 in Bobingen geboren wurde. Als Sohn von Gastar­beitern führte sein Weg quer durch das ganze Bildungssystem. Von der Hauptschule zur Realschule, zurück zum Ausgangs­punkt, bis er nach einer Ausbildung als Sportfachverkäufer sein Abitur nachholte. Heute ist Serkan Erol Student an der Universität Augsburg und arbeitet als Rezitator und Geschichtenerzähler. Seine zweijährige Ausbildung zum Rezitator hat seine Sprache geschult und seine Wahrnehmung ausgebildet.
„Wenn er denkt, dann dichtet er und wenn er dichtet, dann denkt er.“



Burhan Kacar kam als Sohn einer Gastarbeiterfamilie am 12.10.85 in Bobingen auf die Welt. Nach der Realschule beginnt er eine Ausbildung zum Fachinformatiker. Neben zahlreichen Auftritten als Schauspieler der interkulturellen Theatergruppe „Tiyatro Biber“ liest er sich in die Werke der deutschen Klassiker ein. Derzeit besucht er das Bayernkolleg.
Er plädiert für die Erhaltung der deutschen Sprache im Duktus von Goethe, Schiller und Hölderlin.

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