Kgl. bayer. 23. Feld-Artillerie-Regiment

Der Marsch in die Heimat und das Ende des Regiments 11.11.1918 - 31.12.1918
Um die Mittagsstunde zog das Regiment durch das Häusermeer von Charleroi und seiner Vorstädte, durch Chatelineau und Pironchamps, nach Nordosten. Oft stockte der Marsch, lange stand man eingekeilt nicht nur zwischen den deutschen Rückzugskolonnen, sondern auch zwischen den Massen der jubelnden und höhnenden Bevölkerung. Fast wie mit einem Schlage tauchten oben an die Häusern die belgischen Fahnen auf, setzten sich die Glocken in Bewegung, brach die Menge in ein Freudengeschrei aus, in das auch die kleinsten Knirpse einstimmten, und wie Sinnbilder des lange verhaltenen Grolls wirkten die schwarzen Gewänder der Priester, die überall auftauchten und bereitwillig für den Festschmuck der Gotteshäuser sorgten. Inmitten diese lärmenden Siegesjubels standen deutsche Krieger, gleichgültige Mienen zur Schau tragend, den wütenden Groll hinunterwürgend, sie, die unter dem Zwang eines von ihnen unverschuldenden Unheils den Boden verlassen mußten, auf dem sie so lange die Schrecken des Krieges von ihrem Vaterland abgewehrt hatten.
Am 12.11.1918 zog man in den Artillerieraum der Antwerben-Maas Stellung bei Eghezee (15 km nördlich von Namur). In dieser Gegend wurde auch der 13. und 14. verbracht; an letzterem Tage mußten auf Anordnung der obersten Heeresleitung Soldatenräte gewählt werden.

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