Hilfe für Schwerstbehinderte im Fritz-Felsenstein-Haus

von Klaus Protz aus Bobingen | am 20.11.2008 | 1208 mal gelesen | 0 Kommentare | 0 Bildkommentare | 4 Bilder
Begrüßung durch Schulleiter Manfred Pschibul

Auch mehrfach Schwerstbehinderte haben in unserer Gesellschaft das Recht auf eine eigene Identität. Auch sie sollen die Chance erhalten, sich ihrer Umwelt zu stellen, sich mit ihren eingeschränkten Möglichkeiten zu äußern und Gefühle zu zeigen.
Unter der Leitung von Gerda Dörsch, in Zusammenarbeit mit Musiktherapeut Rupert Holzhauser, hat das Fritz-Felsenstein-Haus in Königsbrunn einen großen Schritt in diese Richtung gemacht. Der Bobinger Filmemacher Georg Merz hat dazu mit seinem Film „Heut’ gibt’s Musik“ einen hervorragenden Beitrag geleistet, diese Problematik der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Bei der Preview dieses Films bekamen die Zuschauer am 18.November nachdenklich machende, aber auch aufklärende Information über die segensreiche Arbeit dieser Musiktherapie. Äußert sensibel ist Georg Merz mit seinem Kameramann Arno Wehrmann bei den Filmaufnahmen in die Arbeit des Therapieteams „eingestiegen“. In beeindruckender Weise zeigt er, wie die Behinderten, zu denen man normalerweise wenig oder gar keinen Zugang findet, sich beim Klang der Musik "öffnen". Sie reagieren durch Laute, Augenbewegungen, rhythmische Reaktionen der Gliedmaßen oder des ganzen Körpers und lächeln (!). Anschließend erklärte Rupert Holzhauser den Anwesenden die Vorgehensweise bei dieser erlebnisorientierten Musiktherapie und dankte allen Beteiligten an diesem Projekt.
Schulleiter Manfred Pschibul wies auf die inzwischen 40-jährige erfolgreiche Arbeit mit Behinderten hin. Diese sei Ansporn zu weiteren, neuen Erfolg versprechenden Therapien. Bisher ist nämlich diese Musiktherapie bei mehrfach Schwerstbehinderten als "nicht förderungswürdig" eingestuft. Sie wird deshalb ausschließlich auf Spendenbasis betrieben.
Der Film soll belegen, dass diese Arbeit durchaus sinnvoll ist und förderungswürdig wäre.
Die Berichterstattung und der Verleih dieses Films möchte die Bevölkerung und vor allem die Politiker sensibilisieren.
Für Interessenten ist eine weitere Veranstaltung im Januar 2009, mit Einladung der Sponsoren, vorgesehen.
Genaue Terminmitteilung erfolgt rechtzeitig.

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