Kürzung des Zuschusses für Altenpflegefachschulen durch das bayerische Kultusministerium zum Schuljahr 9/2010
Bereits im Juni 2010 wurde dieses Thema im Landtag besprochen, doch ist die Situation bis jetzt noch ungeklärt.
Der Zuschuß für die Berufsfachschulen für Altenpflege wird zum neuen Schuljahr halbiert von 200 Euro auf 100 Euro pro Schüler und Monat. Dies bedroht die Existenzen dieser Berufsfachschulen. Aus diesem Grund droht für den Schülern ab September 2010 die Zahlung von Schulgeld. Dies können diese jungen Menschen jedoch nicht stemmen, denn sie erhalten Ausbildungsvergütungen die um 700-800 Euro brutto monatlich liegen. Gestern beim Besuch einer Altenpflegeschule mußte ich feststellen, daß 5 Wochen vor Beginn der neuen Ausbildungklassen noch immer nichts geklärt ist.
Wenn man sich die Situation im Altenpflegestellenmarkt ansieht, so sind bereits jetzt zu wenige Altenpfleger vor Ort verfügbar und die Ausbildung ist auch nicht dem zukünftigen Bedarf entsprechend, ausreichend. Krankenpflegekräfte wandern zusätzlich wieder verstärkt in Krankenhäuser und Rehakliniken zurück. Die demografische Entwicklung bei den Altenpflegeangestellten ist ähnlich wie bei den niedergelassenen Ärzten. Viele Mitarbeiter sind über 50 Jahre alt und scheiden im nächsten Jahrzehnt aus.
Diese Haltung des Kultusministeriums unter Minister Spaenle ist gewiss nicht vorausschauend. Einerseits werden kostenintensive Imagekampagnen gemacht um Bewerber zu finden, andereseits so eine Aktion. Deshalb habe ich heute auch einen Brief an Minister Spaenle in dieser Sache geschickt.
Für die nach der Sommerpause geplanten Gespäche zwischen Kultusministerium und den Berufsfachschulen Bayerns wünsche ich mir eine Rücknahme der Kürzungspläne und eine verbindliche längerfristige Bindung des Kultusministeriums an seine Zusagen. Es kann nicht angehen, daß es jährlich diese Zitterpartien gibt.

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