Eine Woche Oase Steinerskirchen ein Erlebnis
Zunächst fällt in Steinerskirchen auf, eine Kirche, landwirtschaftliches Anwesen in dem die Rinder auch jetzt neugierig im Freien die Neuankömmlinge begutachten. Dann die relativ neu gebauten Häuser für die Gäste.
Was merkt man noch? Ein Funkloch, kein TV /Radio/Telefon im Zimmer aber von Ferne das Grollen vom nahegelegenen Militärflughafen bei Maxweiler zu hören.
Betroffen wurde ich durch die Friedensglocken die aus Bombenteilen vom 2. Weltkrieg gebaut wurden.
Die wunderschönen alten Bäume, die Naturlandschaft, die auch trotz des Regens und im Spätwinter sichtbar ist und im Sommer eine Pracht sein wird, fallen mir angenehm auf. Ich werde ich nun 1 Woche abgeschieden leben, heilfasten und mich erholen. Mich lösen vom Alltag, weg von Fremdbestimmung, Strategien finden für die Zeit danach, einfach bewußter und sinnhafter leben.
Zusammen sind wir nahezu zwei Dutzend, vorwiegend Frauen nur drei Männer, viele schon seit mehreren Jahren beständig wiederkehrend.
Aufgefallen ist mir sofort die Sprache 90% oberbayerisch, das ja meinem Heimatdialekt nahezu identisch ist. Die Schnelligkeit dieses Dialekts, die kürzeren Sprechpausen aber auch die freundliche Grundstimmung. In bayerisch klingen selbst Schimpfworte noch angenehm und weniger verletzend. Eine weiche Sprache und nach 20 Jahren in Schwaben wird mir das erst jetzt richtig bewußt. So Empfinde ich den Verlußt erst jetzt, ich glaube das ist ein Stück das man in den Heimatbegriff hineinnehmen kann. Ich hatte durchwegs angenehme Kommunikation, natürlich auch weil in diese Woche auch freiwillig Menschen, die an sich arbeiten, gekommen sind.
Ich hatte mir Bücher mitgenommen, endlich Maria Callas Madame Butterfly komplett gehört. Spazieren bzw. Nordicwalking täglich, Meditation, Wolf Büntings Hörbuch: wie nutze ich meine Potentiale, sogar singen geistlicher Lieder, morgens in die Messe um sieben Uhr um einen Rhythmus für den Tag zu finden, ohne Bohnenkaffe, bewußt 2 Filme in der Gruppe gesehen.
Sogar eine weitere Teilnehmerin, Altenpflegerin hatte mit mir Geburtstag, wir bekamen kleine Buchs- und Haselsträußchen geschenkt.
Heilfasten nach F.X. Mayer die alte trockene Semmel, Gemüsesuppe ohne Einlage und, Tee, Tee, und nochmals Tee.
Das Ergebnis ich will diese Ruhe in den Alltag hinüber retten und möglicherweise nächstes Jahr wieder hinfahren. Und dann noch ganz viele schöne Bilder.


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