Altenpflegemesse 2009

Messeeingang

Nach 4 Jahren war es wieder mal Zeit die Altenpflegemesse zu besuchen. Sie findet ja nur im 2 Jahresturnus statt.

In erster Linie ist es eine Verkaufsmesse das war mir natürlich klar.
Bei Einrichtungen, Hilfsmitteln, Geschirr und all den Dingen die man zum täglichen Leben braucht, gibt es vordergründig den Blick auf das Design, Farben und dann auch etwas im Hintergrund Funktionalität.
Hier habe ich mich nicht all zu lange aufgehalten.

Dann fiel mir auf, daß der Anteil von Betrieben, die Personal gewinnen wollen, wesentlich höher als noch bei meinem letzten Besuch der Messe war.

Als wirkliche Innovation ist mir der Umgang mit den verschiedenen Kostformen aufgefallen. Deshalb möchte ich hier gezielt darauf eingehen.

Bewusst wurde mir besonders, die Fokussierung auf Ernährung und im Besonderen bei Schluckproblemen (Dysphagie). Wer heute einen Schlaganfall hatte, an Morbus Parkinson oder ähnlichen Erkrankungen leidet, bekommt es schnell zu spüren, wie schwierig essen und vorallem schlucken sein kann. Wie man nach Luft ringt, weil wieder Flüssigkeit oder Krumen in die Luftröhre gelangt sind. Langfristig drohen dabei ja auch Lungenentzündungen und ständige Angst vor dem Verschlucken. Dies führt bei dementen Menschen oft auch zu Nahrungsverweigerung aus Angst.

Mit Hilfe von Verdickungsmitteln, passierter eingedickter Kost (Timbalkost) wird das Essen wesentlich erleichtert. Einige Firmen haben sich darauf bereits spezialisiert und bieten hochwertige bilanzierte Speisen an. Man muss sich die Konsistenz wie Pastete, Mousse oder Götterspeise vorstellen. Es werden verschiedene Abstufungsformen angeboten. Eine Beratung durch eine Logopädiefachkraft könnte zur Findung des optimalen Produkts hilfreich sein. Die Gerichte sind anprechend in der Farbe (siehe Foto) und schmecken sogar Ich habe es nämlich selbst probiert.

Die 2. Gruppe der Personen die Essprobleme hat, sind die schwer Dementen. Sie irren stundenlang ruhelos umher. Einige finden nicht Mal die Möglichkeit sich 30 Minuten in Ruhe zum Essen zu setzen. Hier helfen kleine Häppchen (Fingerfood) (siehe 2. Foto.Warum gibt es kein deutsches Wort dafür? Diese Stückchen können diese Menschen dann in die Hand nehmen und während des Umhergehens zu essen.

So gesehen hat sich der Messebesuch für mich auf alle Fälle gelohnt.

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Andreas K. aus Ilsede am 27.03.2009 um 02:24 Uhr  
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