Lüneburger Heide - KEIN alter Hut!

  Bispingen: Niederhaverbeck |

Die Heide im Dauerlauf entdeckt

Meinen Aufenthalt in Bad Bevensen, das etwas abseits der Lüneburger Heide liegt, nutzte ich, um einen Tagesausflug ins Kerngebiet der Lüneburger Heide, in das Naturschutzgebiet der Nordheide rund um Niederhaverbeck zu machen. Ich war zwei Wochen zu früh an Ort und Stelle, denn die rosaroten Erikabüsche begannen gerade ganz zaghaft, ihre Blüten zu öffnen. Von wirklichem Blühen konnte aber kaum die Rede sein. Doch auch ohne die gedämpfte Pracht rosarot bedeckter Hügel lohnte es sich, diese auf wenige Quadratkilometer zusammengeschmolzene, mich unverändert faszinierende Kunstlandschaft auf einer rüttelnden Kutsche von zwei Pferden gezogen, zu erleben. Genau genommen, ging es auf der in jedes Schlagloch fallenden Kutsche ebenso unruhig zu, als befände man sich segelnd auf bewegter See und würde dort versuchen, Porträtaufnahmen zu machen. Das idyllisch aussehende, aber in Wirklichkeit stockende und bockende Fortbewegungsmittel verließ ich deshalb bald, um die Kamera ruhig halten zu können und lief den größten Teil des Weges zu Fuß hinter und neben dem Wagen her. Das, was so gemächlich aussieht - ein durch die Lande zockelndes Pferdefuhrwerk - erwies sich für mich als erstaunlich schnell. Mehr als einmal musste ich im Dauerlauf und mit pochendem, ungeübtem Herzen die Beine in die Hand nehmen, um den Wagen wieder einzuholen. Und dort, wo das aussichtslos war, brach ich quer durch Wald und Heide, über Erdhügel und quer liegende Birkenstämme stolpernd - wie ein fliehendes Reh oder Wildschwein - um den Weg abzukürzen und dann mit zitternden Knien aufs Trittbrett des Wagens zu springen und einen Moment zu verschnaufen. Der Fahrer qittierte mein "Gelaufe" mit witzigen Bemerkungen über meine mangelnde Kondition und darüber, dass wir ja einen Festpreis für die Fahrt vereinbart hätten und der trotz meiner Gewaltmärsche noch Gültigkeit hätte. Ich beruhigte ihn und sprang ab, weil wieder einmal ein interessantes Motiv über den Pferderücken auftauchte.
Auf alle Fälle entstanden die eingestellten Fotos mit großem sportlichem Einsatz, heftigem Atmen und mit "dem gespaltenem Blick." Ein Auge richtete sich starr auf die "rasenden Pferde", während das zweite Auge im Rundumblick die Heide motivsuchend "abscannte."
Aber ich hatte noch einen anderen Grund, die Heide hautnah und schweißnass spüren zu wollen.
Am 20. September um17.00 Uhr halte ich im historischen Museum in Linderte bei Ronnenberg einen Vortrag über Hermann Löns. Falls Sie Lust haben, dabei zu sein, lade ich Sie herzlich dazu ein. Der Eintritt ist wie immer kostenlos. Näheres können Sie auf folgender Homepage erfahren:
http://www.calenberger-autorenkreis.de/Termine/Ter...
Und für die Übersicht: http://kulturium.de/index.phtml?object=tx|2364.1&ModID=9&FID=2364.342.1
Am Abend führten meine Extratouren zu wohliger Erschöpfung und am nächsten Tag zu schmerzenden Muskelkater.
Das letzte Foto, die tanzenden Elfen im Wasser und im Entenflott, entstanden am späten Nachmittag unter etwas ruhigeren Verhältnissen im Kurpark von Bad Bevensen.
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7 Kommentare
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Erika Bf aus Neusäß | 16.08.2015 | 16:39  
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Ingeborg Behne aus Barsinghausen | 16.08.2015 | 17:19  
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