Schüler aus Birkenfeld kennen Weg von der Genetik zum Lebensretter

15 Schüler des Gymnasiums Birkenfeld besuchten an zwei Vormittagen die Stefan-Morsch-Stiftung.
 
Bei Fragen zum Thema Stammzellspende sind Mitarbeiter der Stefan-Morsch-Stiftung unter der gebührenfreien Hotline (0800 - 76 67 724) erreichbar.
Birkenfeld: Stefan-Morsch-Stiftung |

„Wir wollen etwas von der Unterstützung, die wir als Stiftung aus der Region bekommen, wieder nach außen geben.“ Dr. Wolfgang Peter, Leiter des Bereichs Forschung und Entwicklung im Labor der Stefan-Morsch-Stiftung, ist begeistert von dem Ergebnis der Projekttage am Gymnasium Birkenfeld. Kurz vor Ferienbeginn hatten 15 Schüler zwei Tage lang die in Birkenfeld ansässige Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke kennengelernt und anschließend die Arbeit der Stiftung in der Schule den Mitschülern und Eltern vorgestellt.

Der Kontakt zu Schulen und Universitäten hat in der Stefan-Morsch-Stiftung einen hohen Stellenwert. Die gemeinnützige Stiftung öffnet gerne die eigenen Türen, damit Schüler und Studenten in der Praxis erleben können, dass Molekularbiologie kein trockener Stoff ist – sondern ein wichtiger Knotenpunkt für ein stabiles Netzwerk, das tagtäglich weltweit Leben rettet. Mit Unterstützung der Mitarbeiter durfte jeder seine genetischen Gewebemerkmale aus dem eigenen Mundschleimhautabstrich isolieren.

15 Schüler und Schülerinnen der Oberstufe hatten sich für das Projekt von Kerstin Wolf und Monika Dusaux, beide Lehrerinnen für Biologie am Gymnasium Birkenfeld, gemeldet. Die 18-jährige Jennifer Möhlecke, die daran teilnahm, fand das Projekt spannend: „Wir konnten die Arbeitsschritte hautnah miterleben und zum Beispiel selbst pipettieren. Wir kennen die Arbeit im Labor jetzt nicht nur aus dem Fernsehen.“ Einige Schüler, wie der 17-jährigen Iven Jank nutzten das Projekt auch, um einen Vorgeschmack möglicher Berufsfelder zu bekommen: „Ich kann mir jetzt gut vorstellen, in einem Labor wie diesem mal zu arbeiten“, erzählt er.

Teil des Projekts war auch, die Arbeit der Stefan-Morsch-Stiftung kennenzulernen. So wurde auch genau erklärt, wie eine Stammzellspende funktioniert und wie eine Spende Leukämiekranken helfen kann. Lea Fuchs, 16, und Madita Helmer, 17, sind von einer Stammzellspende überzeugt und möchten sich auch als mögliche Stammzellspender – als Lebensretter – registrieren lassen. „Ich habe hier gehört, dass von rund 80 Millionen Deutschen nur etwa 5 Millionen typisiert sind. Vielleicht ist man selbst auch mal auf eine Transplantation angewiesen“, begründet Lea Fuchs ihre Entscheidung, „ich bin zwar noch nicht 18, aber mit dem Einverständnis der Eltern kann ich mich trotzdem typisieren lassen“. Dr. Marco Schäfer freut sich über dieses Engagement: „Es ist für unsere Spenderdatei wichtig, junge Erwachsene für das Thema Stammzellspende und Typisierung zu sensibilisieren, um für mehr Leukämiepatienten passende Spender zu finden.“


Kooperation mit Bildungseinrichtungen



Als gemeinnützige Stiftung klärt die Stefan-Morsch-Stiftung seit fast 30 Jahren junge Menschen über das Thema Stammzellspende auf. Dabei ist der Austausch mit Schulen und Universitäten ein wichtiger Faktor. So haben in den vergangenen Monaten immer wieder Schüler und Studenten die Möglichkeit wahrgenommen, die Stiftung und ihre Arbeit kennenzulernen. Außerdem ruft die Stefan-Morsch-Stiftung immer wieder zusammen mit den Schülern, Schülervertretungen und Schulleitungen in verschiedenen Schulen bundesweit dazu auf, sich typisieren zu lassen. Die Identifikation mit der Schule oder Universität und das soziale Engagement der Schüler und Studenten haben dazu geführt, dass sich stets ein hoher Anteil der älteren Schüler und Studenten für die Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke eingesetzt hat.

Weitere Informationen erhalten Interessierte auf der Homepage der Stiftung www.stefan-morsch-stiftung.de oder über die kostenlose Hotline 0800 – 76 67 724.
Ansprechpartnerin für die Organisation ist Elisabeth Terboven, Dambacher Weg 5, 55765 Birkenfeld, Telefon: 06781-993391, Email: info@stefan-morsch-stiftung.de)

Die nächste Gelegenheit, sich typisieren zu lassen:



Montag, 26. Mai, 16.30 bis 20.30 Uhr, Idar-Oberstein, Turnhalle Heidensteinschule
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