Seehofers Streit ... Merkels Macht ...

Das Ende kommt noch ..., auch in diesem Theater.

Seehofer und Merkel legen Streit bei


Sang und klanglos verkündet Seehofer am 23.06.2016, dass der Streit mit der Kanzlerin beigelegt sei. Wohlgemerkt: Seehofer verkündete es im Beisein von Merkel. Sie halte an ihrer Flüchtlingspolitik fest. Mehr war nicht zu hören.

Diesen monatelangen Streit um Verfassungsbruch durch die Kanzlerin in der Flüchtlingsfrage, um Klageandrohungen gegen sie, um verstärkte Grenzsicherung, um eingeschleuste Terroristen, um den innerparteilichen Streit bei der CDU wie der CSU, um Schärfung des eigenen Profils, weil man weg will vom Einheitsbrei der Parteien, weil der Wähler alle in einen Topf wirft, etc. pp., dieser Streit war auf einmal keiner? Und nun wollen beide, CDU und CSU, davon kein Wort mehr reden. Ausgerechnet an dem Tag, an dem das Ergebnis des Brexit bekannt wurde.

Viele Fragen bleiben offen. Warum hat Seehofer so plötzlich klein beigegeben? Warum droht er eine Klage gegen Merkel an und lässt sie dann fallen? Hat er mit der einseitigen Beendigung des Streits alle seine ursprünglichen Forderungen und seine Kritik an Merkels falscher Politik einfach so mir nichts, dir nichts fallen lassen? Diese Fragen sollen auch gar nicht beantwortet werden.

Wenn’s kein Streit war, was war es dann? Eine Show, Theater? Eine Schnierenkomödie? Genau das ist der Eindruck, der jetzt bei den Bürgern zurückbleibt. Man hat ihnen etwas vorgespielt. Aber warum?

Der enge GroKo-Kreis wird sich besprochen und die Lage eingeschätzt haben, weil die Bürger sich von den bürgerlichen Parteien immer mehr abwenden, hin zu Parteien, die versprechen, was die Wähler wünschen oder auch nur, um den Bürgerlichen aus reinem Protest einen Denkzettel zu verpassen. Das zeigen auch die Wählerumfragen ganz deutlich. Die AfD ist inzwischen bei durchschnittlich 14% bundesweit angekommen. Und es steht zu befürchten, dass sich der Trend fortsetzt, je näher die Bundestagswahl heranrückt.

Schätzt man bei den bürgerlichen Parteien ein, dass es auch bei uns ein Memorandum für einen Austritt aus der EU geben kann – einen Dexit? EU-Gegner gibt es genug in unserem Land. Wenn in Frankreich, den Niederlanden, Tschechien oder Dänemark u.a., wo es noch stärkere EU-Gegner gibt, die EU-Gegner die Oberhand gewinnen, dann wird das auch für Deutschland Folgen haben. Und wenn nicht per Memorandum, dann halt in den Wahlergebnissen. Petry und Gauland haben zwar direkt nach dem Brexit bekundet, „… bei uns vorerst nicht“, doch das heißt eben auch nur VORERST.

Wenn die GroKo aber glaubt, dass der Wähler nicht längst erkannt hat, was da gespielt wurde, dann haben sie eben die Rechnung ohne den Wähler gemacht. Auch wenn Seehofer und Merkel ihr Schmierentheater vergessen machen wollen, viele Wähler werden es ihnen nicht vergessen.
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Helmut F. FRANK aus Bielefeld | 29.06.2016 | 10:16  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 29.06.2016 | 11:21  
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Silke M. aus Burgwedel | 29.06.2016 | 12:26  
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Klaus Anton aus Burgwedel | 29.06.2016 | 14:22  
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gdh portal aus Brunnen | 29.06.2016 | 22:29  
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Helmut F. FRANK aus Bielefeld | 01.07.2016 | 07:39  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 03.07.2016 | 16:00  
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