Drei schwere Unfälle bei Gütersloh

Heute in den Morgenstunden hat es drei schwerste Unfälle auf der A2 bei Gütersloh gegeben. Vier Menschen kamen dabei ums Leben. Das Westfalenblatt und Die Neue Westfälische berichteten darüber.

Ein oder sogar zwei Leben hätten möglicherweise gerettet werden können, wenn Autofahrer eine Rettungsgasse gebildet hätten. Wie auf Radio Bielefeld zu hören war, hatte die Feuerwehr größte Probleme zur Unfallstelle vorzudringen, weil deutsche Autofahrer keine Rettungsgasse gebildet haben.

Jetzt fragt man sich, was in der heutigen Fahrausbildung eigentlich gelernt wird. Mag sein, dass die Fahrlehrer hierbei nur Theorie vermitteln können.
Was aber macht die Politik, voran das Ministerium für Verkehr, ist ihm doch seit Jahren bekannt, dass auf deutschen Autobahnen bei Staus immer weniger Verkehrsteilnehmer eine Rettungsgasse bilden und dadurch Rettungskräfte oft lange behindert werden? Viele Verunglückte sind gestorben, weil die Rettung nicht rechtzeitig helfen konnte?

Was passiert schon solchen Autofahrern, die sogar eine sich bildende Gasse, wenn sie mal gebildet wird, zum Überholen ausnutzen? Dazu weist der ADAC darauf hin, dass alle Autofahrer, die gegen das Gebot der Rettungsgasse verstoßen, mit einem Bußgeld von mindestens 20 Euro rechnen müssen. Jeder Autofahrer sollte daran denken, dass im Notfall keine Zeit verloren werden darf. Immerhin könnte man ja selbst einmal betroffen sein.

Warum wird das österreichische Modell nicht übernommen, fragt man sich. Was hält den Verkehrsminister davon ab, dieses Modell eins zu eins zu übernehmen? Als Außendienstler war ich mit dem Dienstwagen sehr oft zwischen Deutschland und Italien unterwegs und habe beste Erfahrungen in Österreich gemacht. Dort wird die Gasse bereits gebildet, wenn der Verkehr stockt.
Das hat seinen Grund: Wer sich nicht einordnet oder sogar die Rettungsgasse befährt, riskiert Leben. Für die Behinderung von Einsatzfahrzeugen oder widerrechtliches Befahren der Rettungsgasse werden Strafen von bis zu 2.180 Euro fällig.

Jetzt muss man sich wirklich nicht wundern!

Aber der deutsche Minister beschränkt seine berufliche Tätigkeit lieber in Selbstdarstellungen. Auf der Startseite des Ministeriums lässt er sich gleich mehrere Male abbilden. Geht man über das Suchfeld, findet man keinen Eintrag zum Thema Rettungsgasse. Also auch nicht zu einem möglichen Vorhaben, so ein Modell einzuführen. Es wird nicht einmal debattiert, obwohl Fachverbände, insbesondere Rettungsdienste, das seit Jahren fordern.
Sie stoßen auf taube Ohren!

Bildquelle: Neue Westfälische
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