12 Milliarden für Schäuble

Der alte Mann mit dem alten Sack. Wie einst Salvatore auf dem Fleischsack saß, und ihn mit niemandem teilen wollte, sitzt Wolfgang auf dem Geldsack.

oder: Der alte Sack

Es war einmal ein alter Mann. Der hatte einen alten Sack. In dem alten Sack befanden sich …

12 Milliarden Steuereinnahmen. So hoch war der Steuerüberschuss in 2015. Da grinst sich aber der alte Mann was. Wohin damit, denkt er und schon werden Wünsche angemeldet.
Für die Bewältigung des Flüchtlingsproblems, fürs Militär, Wohnungsbau oder für andere unnütze Vorhaben, denkt er.
12 Milliarden für Flüchtlinge? So seht ihr aus! Die kommen in meinen alten Sack als Rücklagen für schlechte Zeiten. Wenn das Militär Geld braucht, dann soll es sich welches schnitzen. Und Uschi, da kannscht lang nowarten. Und für Flüchtlinge? I denk net dran. Für eier Flüchtling hab i oi bessri Idee:
Eine Umlage in ganz Europa - eine Benzinsteuer. Sollen doch die anderen die Zeche zahlen. Ich habe die Flüchtlinge ja nicht ins Land geholt. Des isch schließlich ei europäisches Problem ... [Verfasser unbekannt]

Mit Schäubles Benzinsteuer, - mit der nicht etwa Unterkünfte gebaut, die Verwaltung verstärkt oder eine bessere Versorgung für Flüchtlinge gewährleistet werden könnte, ist gemeint, sondern die Sicherung der Außengrenzen sollen damit finanziert werden -, ist Schäuble auf heftigste Kritik gestoßen, auch in seinen eigenen Reihen. Schon erklären etliche, das Thema sei vom Tisch. Fragt sich nur, ob es auch für Herrn Schäuble vom Tisch ist. Bloß, was macht er mit dem Geld, legt er es an, damit es Zinsen bringt?

Wie lange es wohl dauert, bis die nächste Forderung nach einer Diätenerhöhung kommt?

Es ist mal wieder typisch für Schäuble, dass andere, hauptsächlich die, die am wenigsten Einkünfte erzielen, für solche Probleme zahlen sollen. Von der Vermögenssteuer hört man von Herrn Schäuble kein Wort. Auch vom Stopfen von Steuerschlupflöchern ist von Schäuble derzeit nichts zu vernehmen.
Und das alles auf dem gerade bekannt gemachten Armutsbericht, wo die Schere zwischen Arm und Reich noch weiter auseinander gegangen ist.

Sahra Wagenknecht fordert u.a. die Wiedereinführung der Vermögenssteuer auf Vermögen ab einer Million Euro. Eine gerechtere Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums sei auch die Voraussetzung für ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum.
DIE LINKE muss man ja nicht unbedingt mögen, aber wo sie recht hat, hat sie recht.

Bildquelle: Mit freundlicher Genehmigung von Kathrin Zander,
Fotomontage: Helmut F. Frank; Freilichtbühne Donauwörth: Der Name der Rose.
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3 Kommentare
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Erster Geschichtenerzähler aus Naumburg (Saale) | 19.01.2016 | 15:04  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 19.01.2016 | 19:21  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 19.01.2016 | 22:31  
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