CSD in Bielefeld 2016

CSD 2016 Bielefeld
Bielefeld

Nach dem fantastischen Auftritt der CARNIVAL DER KULTUREN vom vergangenen Samstag, mit über 120000 Besuchern, steht dieses Wochenende am 11. Juni der Christopher Street Day (CSD) auf dem Programm.

Der diesjährige CSD rückt auch die Menschen in den Fokus, die aufgrund ihrer sexuellen und geschlechtlichen Identität in ihrer Heimat verfolgt und diskriminiert werden oder sogar um ihr Leben fürchten müssen.
Hierzulande findet Friederike Vogt vom Vorstand des Frauenkulturzentrums Bielefeld e.V. (FraZe) es bedenklich, „dass sich viele Menschen – Konservative, Rechtspopulisten und ’besorgte Eltern‘ – lautstark gegen die Akzeptanz der Vielfalt sexueller und geschlechtlicher Identitäten äußern.“ […] „Lesbisch, schwul, bisexuell und trans zu sein, ist in unserer Gesellschaft immer noch nicht selbstverständlich.“ (BIELEFELDER) Besorgnis gebe es in der Szene durch den aufkommenden Rechtspopulismus.

Wie im vergangenen Jahr wurden auch dieses Mal wieder eine große Menge Besucher erwartet, um dem bunten Umzug, der eigentlich eine politische Demonstration ist und an eine Polizeiaktion in New York des Jahres 1969 erinnert, beizuwohnen und mitzumachen. Los ging’s um 15:00 Uhr vom Rathausplatz mit einem farbenfrohen und schrillen Zug durch die Stadt zum Siegfriedplatz, kurz Sigi genannt.
Mit dem Hissen der Regenbogenflagge vor dem Alten Rathaus durch OB Pit Clausen begann sich der Zug durch die Innenstadt zu bewegen. Ganz vornweg wurde die Parade wieder, wie letztes Jahr auch, von der lesbischen Bielefelder Trommelgruppe LesBenitas angeführt.

Die Begrüßungsansprache auf dem Siegfriedplatz (Sigi) hat Britta Haßelmann - MdB, Bündnis 90/Die Grünen - gehalten. Sie verwies in ihrer energischen Rede darauf, dass von rechter Seite immer offener gegen Schwule, Lesben, transidente und bisexuelle Menschen gehetzt wird. „Nein, wir lassen uns unsere erkämpften Rechte für Schwule, Lesben und andere geschlechtliche Lebensweisen nicht mehr nehmen. Schon gar nicht von Gaulands und & Co. Deswegen müssen wir alle zusammenstehen. Und der §175 StGB ist immer noch nicht abgeschafft und die Opfer noch immer nicht rehabilitiert.“
Britta Haßelmann dankte den LesBenitas, ohne die der CSD nicht so schön und so groß geworden ist. Immerhin sprach die Polizei von 2000 Teilnehmern.

Mit einer großen Party ging es musikalisch mit den drei „Damen“ von Herzenslust weiter. Auf dem Sigi waren auch wieder die vielen Info-Stände der einzelnen Gruppen und der Parteien anzutreffen. Die CDU beteiligte sich nicht.
Gegen 18:30 traten die Live-Bands Two Hearts In Ten Bands und Ohrenpost auf. Um 22:00 Uhr wird die Veranstaltung beendet sein.

Begleitet wird der CSD von einem breiten Kulturprogramm durch den ganzen Monat Juni hindurch. So stehen neben Lesungen und Partys auch Kirchenbesuche und schwule Filmtage an. Sogar ein Charity-Dinner ist unter der Schirmfrau von NRW-Ministerin Christina Kampmann (Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport) in das Programm eingebettet.
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gdh portal aus Brunnen | 13.06.2016 | 16:14  
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