Alle Jahre wieder: trostlos, einfallslos, eintönig und schlecht - der Bielefelder Weihnachtsmarkt (böse Glosse)

Kartonagen-Tristesse an den ersten Tagen, unglaubliche Enge an den Folgetagen.
 
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Verzerrte Bilder? Hektik!
Seit Jahren beobachte ich den Bielefelder Weihnachtsmarkt und ärgere mich jedes Mal darüber, dass stets alles gleich aussieht, es nichts Neues zu entdecken gibt. Hinzu kommt, dass der „Markt“ kein Markt ist, sondern eine weit auseinandergezogene Aneinanderreihung von Fressbuden und anderen Verkaufsbuden. Reiner Kommerz halt, weil das von der Kaufmannschaft offensichtlich so gewünscht ist, das fällt einem sofort ins Auge. Wenn man sich durch die dicht gefüllten, durch die aufgestellten Buden beengten Wege drängen muss, empfindet man nur Stress und Aggressivität. Hier stoßen die Weihnachtsgeschenkeeinkäufer mit denen zusammen, die lieber rumstehen, Glühwein trinken und sich unterhalten wollen, zusammen. Zudem wird der Weihnachtsmarkt an mehreren Stellen durch fahrenden Verkehr unterbrochen und damit zusätzlich gestört. Ganz zu schweigen von dem alljährlich gleichen Angebot der Buden. Und da soll Weihnachtsstimmung aufkommen? Das ist doch voll gaga, um es mal in der Sprache der Jugend auszudrücken. Da gehen ich und viele andere, mit denen ich darüber geredet habe, doch lieber auf einen anderen Weihnachtsmarkt in der Region.

Und warum ist das so? Muss das denn so bleiben? Weil der Stadt in ihrer Unzulänglichkeit und Beamtenmentalität nichts Besseres einfällt als: Das haben wir doch schon immer so gemacht. Das Ergebnis ist eben Trostlosigkeit, Einfallslosigkeit und auch Bequemlichkeit der Organisatoren. Was macht eigentlich die für die Organisation zuständige Stadtmarketing? Dort sitzen die Damen und Herren und freuen sich bei Kaffee und Tee darüber, dass sie wieder einmal ohne große Anstrengungen einen „Weihnachtsmarkt“ auf die Beine gestellt haben.

Auf die Idee, wie es andere Städte schon länger vormachen, nämlich den Weihnachtsmarkt konzentriert an einer Stelle zu platzieren, kommt man eben bei Kaffee und Tee nicht. Der Platz ist ja da, und der Vorteil, den Weihnachtsmarkt auf den gesamten Kesselbrink zu verlegen, und sei es nur mal probeweise, liegt doch deutlich auf der Hand: Hier rennen sich die Leute nicht gegenseitig um oder werden durch Verkehr behindert oder sogar gefährdet. Der größere Platz bietet breitere Wege und mehr Buden Raum. Die Besucher würden viel weniger Stress empfinden, sie würden sich sogar wohler fühlen.
Ja und der Wochenmarkt? Wo sollen die denn hin? Antwort: Dort hin, wo sie auch ihre Verkaufsstände hatten, bevor der Kesselbrink in der Bauphase wieder zur Verfügung stand, was ja nur wenige Stunden sind.

Das wünsche ich mir für 2016: Weihnachtsmarkt aufm Kesselbrink, statt mich wieder über diesen grottenschlechten Weihnachtsmarkt zu ärgern.
Schreib doch mal einen Artikel, sagte eine Freundin zu mir, statt dich jedes Jahr zu ärgern. Nun, den Artikel habe ich geschrieben. Die Zweifel aber bleiben, ob sich zur nächsten Weihnachtszeit wirklich etwas ändert. Die Stadt und ihre stupiden Organisatoren nehmen lieber in Kauf, dass andere Städte ihr den Rang ablaufen. Und da soll man sich nicht ärgern, denkt Einer. Alle Jahre wieder …

Bildquelle: eigene
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4 Kommentare
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Klaus Anton aus Burgwedel | 13.12.2015 | 18:58  
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Helmut F. FRANK aus Bielefeld | 14.12.2015 | 10:52  
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Gundu la aus Mannheim | 27.12.2015 | 00:37  
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Helmut F. FRANK aus Bielefeld | 29.12.2015 | 09:53  
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