Mit elf schon zweifache bayerische Meisterin

 


Tischtennis Marie Gmoser aus Biberbach zählt zu den Topnachwuchstalenten in Bayern. Und sie hat noch große Ziele.

Mit konzentriertem Gesichtsausdruck schlägt Marie Gmoser die Tischtennisbälle zurück über die Platte, ihre braunen Haare hat die 11-jährige zu einem Zopf zusammengebunden. Knallhart sind dabei die Schläge des Biberbacher Nachwuchstalents. Ihr Gegenüber, ein Spieler aus der ersten Herrenmannschaft, hat große Probleme die Bälle zurückzubringen. „Sie ist ein absolutes Ausnahmetalent, sie trainiert für ihr Alter extrem konzentriert und hat eine enorme Ballsicherheit“, sagt auch Bezirkstrainer Roland Lütkenhaus, bei dem sie regelmäßig einmal in der Woche trainiert. Seit gut fünf Jahren spielt Marie beim SC Biberbach und hat mittlerweile auch ihren Vater Alex und Bruder Noah zum Tischtennissport gebracht. „Ich bin durch eine Aktion bei uns in der Grundschule auf das Tischtennis aufmerksam geworden. Das hat mir richtig Spaß gemacht und dann bin ich auch gleich regelmäßig ins Vereinstraining gegangen“ Zur Zeit trainiert sie zwei bis dreimal in der Biberbacher Schulturnhalle bei Jugendleiterin Kerstin Schneller-Wirth und ihrem Team, das unter anderem auch aus der fünffachen Europameisterin Csilla Batorfi besteht. Außerdem nimmt sie einmal in der Woche am Stützpunkttraining in Herbertshofen und an den Kaderlehrgängen des Bezirks teil. Von Anfang an gehörte sie zur schwäbischen Spitze, zuerst bei den Minimeisterschaften und danach folgte unmittelbar der schwäbische Meistertitel in der jüngsten Nachwuchsaltersklasse. „Eigentlich wollte ich das anfangs nur hobbymäßig machen und hätte nie gedacht dass ich gleich so viel gewinne.“, erzählt Marie weiter. Mittlerweile ist Marie in Schwaben unangefochten die Nummer eins und arbeitet sich auch in der bayerischen Rangliste immer weiter nach oben, momentan steht sie in ihrem Jahrgang auf Rang drei des BTTV Rankings. Mit ihren elf Jahren ist sie schon zweifache Bayerische Meisterin und kann auf zahlreiche Erfolge bei Ranglistenturnieren und auch Mannschaftserfolge mit der Schwabenauswahl zurückblicken. Im Einzel gewann sie im Januar 2014 die bayerischen Meisterschaften der Schülerinnen C und Ende des letzten Jahres holte Marie völlig überraschend in ihrem ersten Jahr bei den älteren B Schülerinnen mit Lea Pollaschek den Meistertitel im Doppel. „Das war schon etwas besonderes, da haben wir so ziemlich alle Turnierfavoriten rausgehauen. Es war ein tolles Gefühl wenn man mit einer goldenen Medaille nach Hause fahren darf.“ Höhepunkt war dann aber die Nominierung in die Verbandsauswahl für den Future Cup im hessischen Nassau, bei der die jeweils besten vier Spieler eines Verbands im deutschlandweiten Vergleich gegeneinander antraten. „Marie hat dort absolut überzeugt und ihr Talent unter Beweis gestellt“ attestierte auch Verbandstrainer Cornel Borsos. Auch im Jahr zuvor durfte das Biberbacher Nachwuchstalent bereits zu einem deutschlandweiten Sichtungslehrgang ans Tischtennisleistungszentrum nach Düsseldorf. Hilfreich für Maries Erfolge war von Anfang an ihre Nervenstärke und Kampfbereitschaft. „Sie ist eine echte Kämpferin, sagt auch Mutter Martina Gmoser, die bei Spielen meist nervöser ist als ihre Tochter und deshalb nur selten Spiele verfolgt. „ Sie gibt nie auf und dreht auch öfter einmal ein verloren geglaubtes Spiel“. Und auch abseits der Platte ist Marie ein absolutes Vorbild. Wenn sie selber nicht spielen muss unterstützt sie ihren Verein oft als Betreuerin bei Jugendturnieren und hilft auch ab und an mal im Kindertraining. „Mir macht es Spaß den Kleineren etwas zu zeigen und es ist auch wichtig dem Verein etwas zurückzugeben.“ Für die Zukunft hat Marie noch große Pläne: „Ich will nächstes Jahr auf jeden Fall Bayernliga spielen.“ Und sie denkt dabei auch schon weiter: „ Ich möchte weiter hart trainieren und an meinem Spiel arbeiten und dann wird man sehen wohin die Reise geht“, erzählt sie bescheiden. Eines ist für sie aber klar: Egal wie weit es sportlich nach oben geht, es muss immer noch Platz für Freizeit und Freunde sein. Auch ein Grund, warum Marie bisher Trainingsangebote und Anfragen anderer Vereine abgelehnt hat.
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