Das kostet die MPU in Berlin

Die MPU Kosten werden von den Berliner Prüfern nach dem Vergehen festgesetzt, aufgrund dessen die MPU angeordnet wurde. Hinzu kommen Vorbereitungskurse, die unterschiedlich zu Buche schlagen. MPU Kosten in Berlin betragen daher zwischen 332 Euro (Punkte ohne Alkoholauffälligkeit) bis zu 724 Euro (Drogen- und Alkoholauffälligkeiten inklusive Straftatbestand, der auch im Fahren ab 1,1 Promille besteht) plus den Vorbereitungskosten. Diese fallen regional verschieden aus.

MPU Kosten in Berlin


Die MPU Kosten in Berlin fallen bei einzelnen Anbietern unterschiedlich aus. Das hängt auch von der Trägerschaft eines Anbieters ab, der rein privat die MPU Vorbereitung anbieten oder in ein Sozialhilfewerk (beispielsweise für Abhängige) eingebettet sein kann. Die Kosten belaufen sich beispielsweise auf

  • kostenlose Infoabende in Fahrschulen oder bei Sozialhilfewerken mit einer Dauer von jeweils 1,5 Stunden

  • persönliche Führerscheinberatung per Telefon oder Skype beziehungsweise vor Ort mit einem Verkehrspsychologen für 65 Euro pro Stunde (Nordkurs)

  • Einzelgespräche für 40 Euro beim Christlichen Sozialwerk ICHTHYS in Mahlow (Berliner Umland), bei Vorlage der Bescheinigung über Bezug von Hartz IV mit Ermäßigung von 10 Euro



Es gibt auch teurere Anbieter, bei denen Einzelgespräche mit dem Verkehrspsychologen um 100 Euro kosten und so viele Gespräche vorgeschlagen werden, dass die Gesamtkosten allein für die Vorbereitung eine deutlich vierstellige Größenordnung erreichen. Die psychologischen Beratungsgespräche drehen sich in solchen Fällen allerdings nicht allein um die Verkehrsstraftat beziehungsweise Punktevergehen, sondern in einem sehr hohen Umgang um Suchtprobleme des Betreffenden. Das bedeutet auch, dass ein Suchtproblem in günstigen Fällen behoben werden kann, was ein entscheidende Voraussetzung dafür sein dürfte, den Führerschein nicht nochmals zu verlieren. Interessant ist in diesem Zusammenhang, wie viel durchschnittlich die gesamte MPU inklusive der Vorbereitung gekostet hat. Eine Umfrage unter Berliner MPU-Kandidaten aus dem Jahr 2013 ergab folgendes Bild zu den Kosten:


  • zwischen 500 bis 1.000 Euro bei 7 Prozent der MPU-Kandidaten

  • zwischen 1.000 bis 1.500 Euro bei 14 Prozent der MPU-Kandidaten

  • zwischen 1.500 bis 2.000 Euro bei 19 Prozent der MPU-Kandidaten

  • zwischen 2.000 bis 2.500 Euro bei 11 Prozent der MPU-Kandidaten

  • zwischen 2.500 bis 3.500 Euro bei 19 Prozent der MPU-Kandidaten

  • zwischen 3.500 bis 5.000 Euro bei 11 Prozent der MPU-Kandidaten

  • ab 5.000 Euro bei 14 Prozent der MPU-Kandidaten



Die restlichen fünf Prozent konnten sich nicht exakt erinnern. Die Preisunterschiede sind regional begründet, in großen Städten wie Berlin gibt es einige hochwertige und damit teure Angebote, die in bestimmten Fällen nicht schlecht sein müssen. Kandidaten sollten die dahinterstehenden Leistungen genau prüfen, um zu entscheiden, welchen Aufwand sie für die MPU-Vorbereitung betreiben müssen.

Bundesweit einheitliche Regelung


Die Kosten für die Durchführung der MPU selbst (ohne Vorbereitung) sind bundesweit einheitlich geregelt, sie ergeben sich aus der Anlage zum § 1 der Gebührenordnung. Sie erhöhen sich bei kombinierten Fragestellungen und durch Haaranalysen, Gutachtenversand und Zweitschriften. Beim großen Durchschnitt ist allein für die gesetzlich vorgeschriebenen Untersuchungen mit einem Kostenaufwand von rund 500 Euro zu rechnen.

Quellen und weiterführende Informationen:

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Klaus-Dieter May aus Berlin | 16.02.2014 | 15:04  
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