Buchtipp: Die Essensfälscher – Was uns die Lebensmittelkonzerne auf die Teller lügen

Berlin: Verbraucherministerium | Seit der Tschernobyl-Katastrophe lese ich regelmäßig den Öko-Test und versuche mich nach den Empfehlungen zu richten bzw. das kleinere Übel zu wählen (klappt nicht immer).
Inzwischen interessieren mich auch die Lügen der Lebensmittelkonzerne immer mehr und daher wurde ich durch „foodwatch“ auf das o.g. Buch aufmerksam.
Das Buch ist von Thilo Koch, dem Gründer von foodwatch geschrieben und gibt klare Einblicke, wie wir Verbraucher beim Einkaufen von vorn bis hinten belogen, betrogen und irregeführt werden.
Zum Teil werden hochgefährliche Lebensmittel verkauft, die z.B. für Kinder gefährlich werden können – als Beispiel wird hier das Uran im Mineralwasser wie Perrier oder San Pellegrino genannt. Die Werte sind so hoch, dass sie für Kinder gefährlich sind.
Da an den Grundlebensmittel in der Regel nichts zu verdienen ist, werden die Lebensmittel als gut für die Gesundheit, Schönheit, Schlankheit, Wellness verkauft. In der Regel ist das jedoch nicht der Fall. Im Gegenteil, viele so aufbereitete Lebensmittel stehen dem entgegen.
Durch zu viel an Zucker (dafür wird dann mit „weniger“ Fett geworben), durch Zusatz von künstlichen Stoffen (wie z.B. Aromastoffe, Zusatzstoffe, Farbstoffe usw.) wird der Begriff „Gesundheit“ ad absurdum geführt.
In der Regel haben wir heute Massenanfertigungen industrieller Art. Den auf den Verpackungen aufgedruckten „handwerklichen, regionalen“ Ausführungen sollte man nicht glauben: Schwarzwälder Schinken z.B. ist kein Schinken aus dem Schwarzwald, sondern die Schweine kommen i.R. aus Mästanlagen aus Holland oder Niedersachsen.
Qualität wird in der Regel kleingeschrieben. Durch Geschmacksverstärker (z.B. Glutamat) wird der Geschmack schon von Kindern in falsche Richtungen gelenkt. Welches Kind mag z.B. heute noch normalen Joghurt?
Die EU hat die Verpackungsgrößen frei gegeben und wir als Verbraucher werden aufgrund von geringeren Mengen (bei gleicher Größe der Verpackungen) massiv getäuscht und es werden durch die Hintertür damit Preiserhöhungen durchgesetzt (die zum Teil erheblich sind)!
Werbestrategien: Bierwerbung für Schutz des Regenwaldes - eine bestimmte Firma hat seit 2002 mit dieser Strategie 9 x 9 km (8300 Hektar) Regenwald geschützt!!!! Jede Minute verliert unsere Erde jedoch 28 Hektar Wald! Jeder kann sich selbst ausrechnen, was das für ein Schutz ist!
Das EU-Biosiegel wird hier in seinen Auswirkungen gut beschrieben. Auch hier wird von der Lebensmittelindustrie mit dem kleinstem Nenner gearbeitet und der Begriff BIO wird dadurch inflationär genutzt und hat damit kaum noch Aussage. „BIO“ heißt nicht immer gesund und ausgewogen.
Da die Politik nicht willens ist, uns Verbraucher zu schützen, müssen wir durch Kaufabstimmung für uns selber sorgen.
Die Täuschung im Supermarkt hat Systems.
Wir als Verbraucher müssen uns klarmachen, dass wir Versuchskaninchen sind, für Produkte, die keiner benötigt.
Für kritische Verbraucher ist dieses Buch ein unbedingt empfehlenswertes Buch, da hier viele Einzelheiten detailliert erläutert werden.

Tipp:
Verbraucher sollten sich wieder auf Vollwert-Nahrungsmittel besinnen und wieder viel mit natürlichen Lebensmitteln selbst produzieren.

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3 Kommentare zum Beitrag
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Gaby Floer aus Garbsen am 28.12.2010 um 16:49 Uhr  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen am 28.12.2010 um 19:43 Uhr  
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Heidrun Preiß aus Bad Arolsen am 29.12.2010 um 15:21 Uhr  
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