Welttag für menschenwürdige Arbeit

Logo des 3. Welttages für menschenwürdige arbeit (Foto: Internationalen Gewerkschaftsbund (IGB))

Berlin: Bundesministerium | Nicht nur in Deutschland kämpfen Menschen für gute Arbeit und einen gerechten Lohn. Am 7. Oktober gehen Gewerkschaften aus der ganzen Welt auf Straßen und Plätze um dort für menschenwürdige Arbeit zu demonstrieren und um von ihren Regierungen und Parlamenten neue Initiativen für mehr und bessere Arbeit zu fordern.

Im Mittelpunkt stehen in diesem Jahr die Folgen der weltweiten Wirtschaftskrise, aus der Arbeitslosigkeit und Armut hervorgegangen und die ausbeuterische Arbeitsverhältnisse gefördert hat. Gewerkschaftliche Rechte und soziale Errungenschaften bedroht. Jeder Verlust eines Arbeitsplatzes bedeutet ein menschliches Drama. Seit Beginn der Krise im Jahr 2008 sind 34 Millionen Arbeitsplätze verloren gegangen. 64 Millionen Menschen leben am Existenzminimum oder bereits in extremer Armut.

Die Gewerkschaften setzen dem ihre Forderungen nach menschenwürdiger Arbeit für alle entgegen. Regierungen sollen verantwortungsvoll mit dem Thema Arbeit umgehen und die Finanzmärkte wirksamer regulieren. Die Gewerkschaftsrechte sollen uneingeschränkt von Regierungen und Arbeitgebern geachtet werden. Armut, Ungleichheit und Ausbeutung soll so entgegen gewirkt werden.

Als Hauptbotschaft des Tages gelten Wachstum der Wirtschaft und menschenwürdige Arbeitsplätze. Auch die Haushaltskonsolidierung wird thematisiert. „Gute öffentliche Dienstleistungen sind unerlässlich für ein menschenwürdiges Leben und dürfen nicht im Zuge geopfert werden“, so der Internationale Gewerkschaftsbund (IGB), Initiator des Welttages. „Der Finanzsektor muss für den von ihm verursachten Schaden aufkommen und in den Dienst der Realwirtschaft und realer menschlicher Bedürfnisse gestellt werden“, heißt es weiter.

Daten und Fakten

Der Welttag für menschenwürdige Arbeit findet jährlich am 7. Oktober statt. In den letzten Jahren haben sich Millionen von Gewerkschaftern an Aktionen für menschenwürdige Arbeit beteiligt. 2009 fanden 472 Aktionen in 111 Ländern statt. Ins Leben gerufen wurde der Tag, um Gewerkschaften und Organisationen die Gelegenheit zu geben, um auf ihre Interessen und Anliegen aufmerksam zu machen. Der Tag der menschenwürdigen Arbeit bietet zudem die Möglichkeit an einer breit angelegten Mobilisierungskampagne im Rahmen einer Vielzahl von Aktivitäten teilzunehmen.

Der Internationale Gewerkschaftsbund (IGB), repräsentiert mit über 300 Mitgliedsorganisationen aus 150 Ländern die Interessen von 168 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern.

Aktion in Deutschland
Die größte Aktion für den Welttag findet in Berlin statt. Am Nachmittag sind in der Zeit von 16.00 - 19.00 Uhr Aktionen vor dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales, dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und dem Auswärtigen Amt geplant. Abschlusskundgebung ist dem Brandenburger Tor.

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