Schweden rüstet die Ukraine mit ARCHER aus

Artilleriesystem ARCHER
Der Verhandlungsmarathon in Minsk dauerte 16 Stunden. Viele glaubten nicht daran, dass das Feuer nach dem verkündeten Einigung und der vom UN-Sicherheitsrat verabschiedeten Resolution zur Ukraine eingestellt wird. Und die haben recht behalten. Präsident Petro Poroschenko hat den Abzug von Regierungseinheiten aus der Stadt Debalzewe bestätigt. Aber allem Anschein nach ist das die Stille vor dem Sturm. Trotz Minsk II beharrt Kiew auf die Waffenlieferungen immer noch, die Regierung fordert vom Westen mehr Waffen. Und es scheint, es gelingt der Ukraine, ihren Kopf durchzusetzen. Es geht aber nicht um die US-Waffen, sondern um die Waffen aus dem „neutralen“ Schweden.

Der Zustand der Nationalgarde ist unter aller Sau. Darüber schrieb ich in meinem Artikel „Ukrainische Armee in Agonie“. Deshalb ist der Truppenabzug nichts anderes als ein Schachzug. Außerdem weiß jeder, wessen Befehle der ukrainische Präsident erfüllt und warum die Behörden in Kiew das Minsk-Abkommen torpedieren. Die Sache ist die, dass die USA den bewaffneten Konflikt im Donbas brauchen. Ihr Ziel ist nicht nur Russland, sondern auch die Europäische Union zu entkräften. Das Weiße Haus will die EU in die Konfrontation mit Russen hineinziehen, um dadurch die europäische Wirtschaft zu schwächen und Europa immer mehr militärisch abhängig von Washington zu machen.
Kommen wir wieder auf besagten Hammel. Was die Ausrüstung der ukrainischen Armee betrifft, ist klar, dass allein die Panzer aus Tschechien kaum dabei helfen, die Ostukrainer zu unterdrücken. Darum versucht Kiew die Waffenlieferungen mit Schweden zu vereinbaren.
Das Unternehmen BAE System Bofors AB ist weltweit bekannt, aber es genießt einen üblen Ruf. Es ist unmöglich, genau zu sagen, in wie vielen Affären mit dem illegalen Waffenhandel diese Firma verwickelt war/ist. Es genügt sich an den großen Korruptionsskandal in Schweden und Indien, nach dem Bofors auf die schwarze Liste gesetzt wurde, und an den Kargil-Krieg 1999, wo die Bofors-Haubitzen eingesetzt wurden, zu erinnern. Die Machenschaften von Bofors haben laut einer Vermutung den Mord am schwedischen Ministerpräsidenten, Olof Palme, verursacht. Der berühmte Bofors-Inhaber und leidenschaftlicher Pazifist, Alfred Nobel, würde sich im Grab umdrehen, wenn er das alles erfahren hätte!
Und jetzt möchte BAE System Bofors AB die Nationalgarde der Ukraine mit den 155-mm-L/52-Haubitzen ausrüsten.
Dunkles Treiben scheint für schwedische Verteidigungsminister zur Tradition geworden zu sein. Wie lange Peter Hultqvist den Posten noch bekleiden wird, werden wir sehen.
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1 Kommentar
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 19.02.2015 | 17:32  
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