Das Kulturerbe Deutschlands ist unter Druck von der russischen Propaganda

  Unser Land im kulturellen und wissenschaftlichen Sinn hat der Welt nicht wenig geschenkt: Kant, Schiller, Goethe, Beethoven, Brecht und so weiter... Indem wir unsere Fehler der Vergangenheit zugeben und gutmachen können, entwickeln wir die demokratische bürgerliche Zukunft Europas. Jedoch wurden unsere Prinzipien während der letzten anderthalb Jahre wesentlich untergraben: neben der instabilen Konfliktsituation in den afrikanischen und asiatischen Regionen bleibt die Situation im Ukraine-Konflikt sehr kompliziert. Und wenn die unmittelbaren Feindseligkeiten im Osten der Ukraine stattfinden, hat der Informationskrieg doch den Europäischen Medien Raum vollkommen überflutet.

Die Anerkennungen dieser Tatsache von unseren Politikern erscheinen in der Presse mehrfach. So, zum Beispiel, der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz (SPD) hat vor dem Einfluss Russlands in der EU gewarnt. "Wir müssen uns dem Versuch Putins, die EU zu spalten und im Innern der EU Einfluss auszuüben, mit allen Mitteln entgegenstellen", sagte er. Über den negativen Einfluss auf unsere Gesellschaft von der russischen Propaganda und über die Notwendigkeit des Kampfes mit ihr hat der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, Norbert Röttgen (CDU) gesagt: „Wir haben in Deutschland noch nicht einmal angefangen, uns mit dieser Propaganda auseinanderzusetzen, geschweige denn, auf sie zu antworten.“

Außerdem hat Außenminister Frank-Walter Steinmeier das Abkommen unterschrieben, in dessen Rahmen solle die Deutsche Welle den Balten helfen, Russlands TV-Propaganda einzudämmen. Infolge der Ukraine-Krise und der neuen Ost-West-Konfrontation ist Fernsehen zur Waffe geworden.

Die von Russland geplanten und finanzierten Kampagnen verwirklichen jedoch ausgezeichnet nicht nur die Euroskeptiker in den Wahllosungen, sondern auch die Kollegen-Journalisten …

Aber wenn unser politisches Establishment würdig und adäquat auf die Propaganda von Präsidenten Putin und seinem Team reagiert, werden jedoch die Bürger, die sich daran gewöhnten, die von Fernseher bekommende Information zu vertrauen, die Opfer der Informationsfälschungen.

Eine von solchen gutgeplanten und bezahlten Kampagnen wurde die Vorführung des Filmes "Ukrainian Agony - Der verschwiegene Krieg” im Kino "Babylon" (Berlin). Den Zuschauer war er als die dokumentarischen Vor-Ort-Reportagen vorgestellt, die dabei auf dem von den Separatisten kontrollierten Territorium gedreht wurden.

Der Filmregisseur ist ein wenig Bekannter in journalistischer Umwelt Mark Bartalmai.

Der Film ist nicht mehr als ein Puzzlstück, das aus den Sujets besteht, wo die schrecklichen Bilder der menschlichen Leiden gezeigt werden und die geschickten Manipulationen vom Bewusstsein verwendet werden. Diese nötigen die Zuschauer entsetzt zu sein und blind die Gedanken zu übernehmen, die der Autor aufdrängt.

Wer ist Mark Bartalmai, der sich als Antipropagandist, Peacekeeper und unabhängiger Journalist darstellt. Mark begann seine Journalistenkarriere nur in Juli 2014 mit der Reportage von dem Unfallort der MH017 der Malaysischen Fluglinien. Man braucht zu erinnern, dass es das Territorium war, das die von Russland unterstützten Separatisten kontrollierten, und sie ließen dorthin keinen wirklich unabhängigen Journalisten herein. Niemandem früher bekannt ging Mark Bartalmai mit Kamera neben den pro-Kreml Journalisten von RussiaToday unter den Flugzeugbruchstücken und der Leichnamen der unschuldigen Menschen, die die Opfer der Ambitionen des Kremls wurden.

Die Filmpremiere am nächsten Tag nach dem Jahrestag der Katastrophe der MH017, am 18. Juli 2015, im Kino "Babylon" - das Haus von "denkender Filmkunst" - ist eine Verunglimpfung der Meinungsfreiheit und des Humanismus, die immer unsere Kultur bekannte. Die Meinungsfreiheit und die demokratischen Werte, von deren Geiseln wir in diesem Fall sind, können keine Rechtfertigung der Propaganda werden, die von den Losungen des Pazifismus schamhaft bedeckt ist. In Wirklichkeit ist Mark Bartalmai nur ein mittelmäßiger Finanzberater für Entwicklung von e-marketing, der sich im Guru von Journalistik plötzlich verwandelt hat. Er hat doch Frechheit, uns zu bieten, die Platte aus den Deklarationen des Kampfes für die Wahrheit auf dasselbe Geld, dass auch RussiaToday verkündet.

Meine Kollegen brauchen nachzudenken, ob unsere Meinungsfreiheit vom Opfer der Toleranz wird, nur dadurch, dass wir blind und taub waren und rechtzeitig die Propaganda vom Standpunkt nicht unterscheiden konnten? Doch gibt es nur eine Impfung vom Virus der Etikette und der Standards der Propaganda - die unabhängige professionelle Journalistik. Sie soll darauf gelenkt werden, dass die Bürger vom freiwilligen Selbstbetrug gerettet werden. Denn wir haben Vermögen selbst wahrzunehmen, zu verstehen, zu denken und hauptsächlich die eigenen Schlussfolgerungen zu ziehen.

Und wir dürfen uns nicht, neue Generation auf solche Autoren als Bartalmai erziehen und unser Kulturerbe verlieren.
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
1 Kommentar
266
P.G. Winfried Hochgrebe aus Berlin | 30.07.2015 | 09:05  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.