"Weihnachtsmarkt" auf jüdisch: Der 4. Chanukka-Markt im Jüdischen Museum Berlin vom 29.11.-27.12.2009

Der Chanukka-Leuchter vor dem Jüdischen Museum Berlin (Foto: www.jmberlin.de, Sönke Tollkühn)
 
»Chanukka-Schlamassel«, Kinderprogramm im Jüdischen Museum Museum (Foto: www.jmberlin.de, Svea Pietschmann)

Berlin: Jüdisches Museum | Wer sich in der Adventszeit nicht nur in Weihnachtsstimmung bringen, sondern zusätzlich auch noch kulturell berieseln lassen möchte, der ist auf dem 4. Chanukka-Markt im Glashof des Jüdischen Museums in Berlin genau richtig. Vom 29.11.-27.12.2009 lädt das Jüdische Museum zu diesem besonderen Markt rund um das Chanukka-Fest in der Winterzeit. Am Sonntag, den 29. November 2009, wird der Markt mit einem Familien-Programm, Live-Musik und einem Chanukka-Puppenspiel eröffnet.

Für historisch Interessierte: Chanukka, das achttägige Lichterfest, ruft die Wiedereinweihung des Tempels zu Jerusalem nach dem Aufstand der Makkabäer gegen die Syrer im Jahr 165 v.d.Z. in Erinnerung. Zu den Episoden, die Chanukka zugesprochen werden, gehört auch das Wunder der Vermehrung des koscheren Öls, das zur Befeuerung des Tempel-Leuchters nötig war. Eine noch vorhandene Tagesration Öl für die besagte Menora reichte aus, um die Lichter ganze acht Tage lang brennen zu lassen.

Mit dem Chanukka-Markt feiert das Jüdische Museum Berlin das Fest der Tempelweihe in Gedenken. In 17 eigens für den Markt konzipierten Hütten finden die Besucher neben koscheren Spezialitäten auch eine ungewöhnliche Auswahl an Chanukka-Produkten aus Deutschland, Israel und den USA; Ausstellungstafeln informieren über die Hintergründe und Bräuche des Chanukka-Festes.

Der Chanukka-Markt ist einen Monat lang Marktplatz, Treffpunkt und Ausstellung zugleich. Rund um das Fest finden Besucher an den Ständen Traditionelles und Ausgefallenes, Kitsch und Kunsthandwerk: Darunter Chanukka-Leuchter mit Motiven von Walt Disney, Torarollen aus Plüsch, eine reiche Auswahl an Kippot sowie Spielsachen für Kinder und andere Geschenkideen. Auf dem Markt können Besucher außerdem typische Chanukka-Spezialitäten wie Latkes (Kartoffelpuffer), Sufganiot (Krapfen) und Glühwein aus koscherem Wein probieren.

Als Vorgeschmack auf die Sonderausstellung »Helden, Freaks und Superrabbis. Die jüdische Farbe des Comic« (ab 30. April 2010) gibt es erstmals einen Stand mit Comics auf dem Chanukka-Markt. Der Berliner Comicladen »Modern Graphics« präsentiert internationale Comics mit Schwerpunkt auf jüdische Autoren, wie Ben Katchor und Art Spiegelman.

Die Hütten des Chanukka-Marktes stammen übrigens vom Architekturbüro »KAPOK: Claire Karsenty, Robert Slinger«. Sie greifen bei der Konzeption der Chanukka-Stände die Architektur des Glashofes und die für Daniel Libeskind typischen Elemente der spitzen Winkel, schrägen Wände und verzerrten Ecken auf. Die vier unterschiedlich geformten Wände der Buden entsprechen den vier Seiten eines Dreidels – des Kreisels, mit dem Kinder traditionell zu Chanukka spielen.

Wer sich diesen wundervollen Markt entgehen lässt, lässt ein kulturell hochwertiges Ereignis auf höchstem Niveau vorbeiziehen.

Öffnungszeiten des Chanukka-Marktes:
29. November bis 27. Dezember 2009
täglich von 12 bis 18 Uhr, geschlossen am 24. Dezember 2009
Wo: Glashof, Jüdisches Museum Berlin
Eintritt frei

Weitere Informationen zum 4. Chanukka-Markt findet Ihr hier
und zum Jüdischen Museum hier.

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Gisela Görgens aus Linz am Rhein am 08.12.2009 um 17:23 Uhr  
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Karolin Wochlik aus Augsburg am 09.12.2009 um 08:37 Uhr  
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Karolin Wochlik aus Augsburg am 16.02.2010 um 08:01 Uhr  
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Matthäus Felder aus Lichtenstein am 16.02.2010 um 09:24 Uhr  
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Karolin Wochlik aus Augsburg am 16.02.2010 um 09:31 Uhr  
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