Michael Jacksons neues Album "Xscape" - Archivmaterial von 1983-1999 im aktuellen Sound produziert (u.a. Timbaland)

Michael Jackson "Xscape"-Deluxe CD/DVD (Foto: (c) Sony Music)
Selten hat man ein Album skeptischer gehört. Michael Jackson ist ja bereits seit einigen Jahren verstorben und soll nun mit einem sogenannten „Comeback-Album“, bestehend aus Archiv-Material, musikalisch wieder neu auferstehen – wie bereits vor vier Jahren mit dem Archiv-Album „Michael“. Bereits der Opener "Love never felt so good" überzeugt (ebenso wie „Loving you“); von der Qualität und Machart könnten diese beiden Songs sogar auf seinem Erfolgsalbum "Thriller" und auch auf „Off the wall“ platziert sein. Doch den verspielten Synthesizern beim Opener-Nachfolgesong „Chicago“ und auch bei „Do you know where your children are?“ hätte der King of Pop sicherlich nicht zugestimmt, wirken diese deplatziert und dominanter als Jackos Gesang.

„A place with no name“ enthält den „Nana“-Refrain des America-Kult-Hits „A horse with no name“ und wurde dezent wie Jacksons Hit „Leave me alone“ produziert – aus dieser Art von Mashup entstand ein sehr adäquater Song. „Slave to the Rhythm“ ist das musikalische Highlight auf „Xscape“, ein absoluter Hit mit sehr gutem Refrain. Dieser Song bleibt sofort hängen. Hier merkt man bereits, dass „Xscape“ (Deluxe-Edition ist 73:43 Minuten lang) ein besseres Album geworden ist, als sein letztes Studio-Album „Invincible“ aus dem Jahre 2001. „Blue Gangsta“ wurde anfangs als Orchestrales A-Capella produziert und entwickelt sich als sehr stimmiger Song. Der Titeltrack „Xscape“ hätte an einigen Strophen etwas mehr Hall vertragen um nicht wie ein Demo zu klingen.

Die „Xscape“-Demos (1983-1999) aus den Archiven von Michael Jackson sind auf der Special-Edition ebenfalls enthalten. „A place with no name“ klingt hier sehr nach einer Coverversion, da hier auch das Gitarrenspiel von Americas „Horse with no name“ enthalten ist. Anhand der Demo-Version von „Slave to the Rhythm“ (hierbei handelt es sich nicht um ein Grace-Jones-Cover) merkt man, dass der Produzent aus diesem Material alles herausgeholt hat, was möglich war, um einen perfekten Song daraus zu machen. „Love never felt so good“ gibt es als Abschluss noch in einer Duett-Version mit Justin Timberlake. Beide Stimmen harmonieren sehr gut miteinander, dieser Song wäre zu Michael Jacksons Lebzeiten mit den richtigen Produzenten auch ein Hit geworden (Timberlake zeigte sich u.a. bereits mit Madonna als erfolgreicher Duett-Partner). In vielen Ländern ist „Xscape“ bereits auf Platz #1 der Charts.

Die DVD als weiterer Bonus enthält als besonderes Schmankerl Hintergrund-Interviews mit den Produzenten (Timbaland, Babyface, Paul Anka, Stargate...).

Die CD/DVD „Xscape“ von Michael Jackson erschien am 09.05.2014 bei Sony Music
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