Berlin, Charlottenburg & das Schloss
Berlin: Schloss Charlottenburg | Für unsere Tage in Berlin haben wir (Edda & ich) das Appartement eines Kollegen in Charlottenburg, direkt gegenüber der Deutschen Oper, bezogen. Super, es liegt äußerst zentral und wir erreichen so gut wie alles in kürzester Zeit. So auch das Schloss Charlottenburg, zu dem wir einen kurzen Spaziergang machen mussten, um uns Schloss und Park ansehen zu können. Bei herbstlichem Sonnenwetter zeigte sich Berlin von seiner schönsten Seite.
Der ältere Teil des Schlosses wurde zwischen 1695 und 1713 erbaut, während Friedrich der Große den Neuen Flügel 1742 nach zweijähriger Bauzeit bezog.
Das Schloss ist die größte Hohenzollernresidenz in Berlin inmitten eines Barockgartens. Die einzelnen Räume und Säle sind außergewöhnlich und z.B. zusammen mit den Werken französischer Maler des 18. Jahrhunderts ein Kunsterlebnis besonderer Art. Die perfekt aufeinander abgestimmten einzelnen Räume stehen alle unter einem Thema.
So gibt es das Schreibzimmer in der Wohnung von Königin Luise von Preußen, das ganz in zartgrünen Tapeten, Gardinen, Stühlen und Kissen gehüllt ist. Die Rekonstruktion der Wandbespannung erfolgte gerade erst in den letzten Jahren.
So gibt es das Ostindische Zitzzimmer der Königin Luise mit wunderschönen Intarsien und einer Wandverkleidung aus Blüten, Vögeln und Blumenranken. Die Stoffe dafür erwarb man 1796 in Livorno; die Rekonstruktion wurde ebenfalls erst 2009/2010 abgeschlossen.
Ich könnte noch stundenlang über das Schreibzimmer und/oder die Bibliothek von Friedrich des Großen erzählen, vom Festsaal und den vielen einzigartigen Einrichtungsgegenständen der Zeit.
Im Augenblick kann der Neue Flügel noch besucht werden; ab Frühjahr 2012 wird er teilweise wegen Sanierung geschlossen.
Wir haben uns aber überall umschauen können, nachdem wir Eintritt für uns und Kamera bezahlt haben. Allerdings – und das finde ich doch recht schade – dürfen die gemachten Bilder im Inneren zwar für private Zwecke genutzt, aber nicht veröffentlich werden. So können sich also nur Familie und Freunde am meinen Bildern aus den Gemächern Friedrich des Großen erfreuen, denn auch myheimat ist öffentlich …
Nach all der Pracht zieht es uns hinaus in die Herbstsonne und den 55 h grtoßen Schlossgarten am Ufer der Spree; 1696 bis 1699 im französischen Stil angelegt. Baumallen, Wasserbecken, exotische Pflanzen und Blumengärten laden zum Verweilen ein. Und das nicht nur seinerzeit Sophie Charlotte, sondern heute viele Besucher.
Der Garten wurde über die Jahrhunderte hinweg immer wieder erweitert; ein klassischer Landschaftsgarten entstand. Allerdings liegt dieser heute mitten in der belebten Stadt. Ein wenig vermisse ich die Ruhe; die allerdings strahlen die Bilder aus …



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