München feiert und Deutschland macht mit

Während in München das Oktoberfest in vollem Gange ist und sein Eröffnungswochenende bereits hinter sich hat, geht das größte Volksfest der Welt auch am Rest von Deutschland nicht vorüber. In keiner Stadt kommt man am Blau-Weiß vorbei. Tradition lässt sich nicht zuletzt auch gut vermarkten. So hat sich bereits das Magazin Quisine mit den Zahlen des Oktoberfests auseinandergesetzt. Doch wie steht es um die heimischen Metropolen abseits von München?

Hannover
In Hannover, auf dem Schützenplatz, findet nach München das größte Oktoberfest in Deutschland statt. 900.000 Besucher an 17 Festtagen zählt die Veranstaltung – und ist damit auch eine der größten der Welt. Nur das Original in München und das Oktoberfest in Qingdao (China) mit knapp 3. Millionen ziehen noch mehr Menschen an. Trotzdem ist es nicht die größte Veranstaltung in Hannover – in Niedersachsen feiert man offensichtlich gerne im großen Rahmen.
Das Fest startet und endet dieses Jahr eine Woche später als das Münchner Vorbild und läuft somit vom 25. September bis 11. Oktober 2015. Eine Besonderheit sind dabei die Feuerwerke, die jeden Freitag während der Festivitäten stattfinden und die immer unter einem anderen Motto stehen. Start ist immer ab ca. 21:45 Uhr.

Hamburg
In Deutschlands nördlichster Millionenstadt kann sich die Tradition des Oktoberfestes nicht so richtig durchsetzen. Zwar listet Hamburg.de gleich 10 entsprechende Veranstaltungen, doch von einem wirklichen Volksfest kann in der größten Hafenstadt des Landes keineswegs die Rede sein. Mit dem Hamburger Dom hat die Stadt aber auch bereits ein eigenes Volksfest, das gleich dreimal im Jahr für einen Monat stattfindet und dabei bis zu 10 Millionen Besucher anzieht. Die Tradition geht bereits auf das 11. Jahrhundert zurück und ist damit auch deutlich älter als das Münchner Oktoberfest.

Berlin
Natürlich gibt es auch in der Bundeshauptstadt unzählige Ableger der Wies’n. Dabei sind vor allem der Alexanderplatz und der Kurt-Schumacher-Damm Kern des Geschehens. Doch selbst in Deutschlands größter Metropole erreichen die Feierlichkeiten nur ein verhältnismäßig kleines Publikum. Dabei laden vor allem die vielen Biergärten, besonders jene an der Spree oder an einem der unzähligen Seen auf einen Besuch ein. Hier lässt es sich jedenfalls lang verweilen. Allerdings geht es auch hier im Gegensatz zu München oder auch Hannover eher ruhig zu.

Köln
Auch in Köln scheint nur wenig Platz für die Münchner Tradition zu sein. Eigentlich sollte man meinen, dass Bier und Feiern die Paradedisziplin der Kölner sind. Doch das Oktoberfest scheint hier eine echte Ausnahme zu sein. Der größte Ableger in der Domstadt zieht rund 20.000 Menschen jährlich an. Das könnte natürlich auch daran liegen, dass viele Veranstalter Eintritt verlangen, um die Festzelte zu betreten. Trotzdem dürfte sich das Konzept nicht gegen Lederhosen und Kölsch durchsetzen – die Stadt ist wohl nicht groß genug für beide. Andererseits gibt es in der ganzen Region keine richtige Hauptveranstaltung, sodass sich die Veranstaltung daher auf viele kleinere Feste in den rheinländischen Städten aufteilt.
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