Den Familienalltag locker meistern: Tipps und Tricks für einen entspannten Alltag

Mit guter Organisation und Planung lässt sich mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge schaffen - Quality Time mit der Familie zum Beispiel.
   
Mit einer digitalen Einkaufsliste kann jeder das hinzufüge, was benötigt wird. Geht ein Familienmitglied zufällig dort vorbei, kann es alles mitbringen was benötigt wird.
 
Hin und wieder ist es Zeit für ernsthafte Gespräche. Als Familie einen Platz zu haben, an dem offen über alle möglichen Probleme gesprochen werden kann, ist essentiell. So wird die Luft geklärt bevor große Probleme entstehen und die Kinder lernen von klein auf richtig zu kommunizieren.
 
Aufgaben verteilen und alle packen mit an - so funktioniert ein Familienhaushalt leichter und die Kinder lernen, ihren Pflichten nachzukommen und verantwortungsbewusst zu sein.
 
Ordnung halten können schon die ganz Kleinen lernen - durch gemeinsames Aufräumen, wenn das Spiel beendet ist.
 
Auch unterwegs können sich Eltern das Leben erleichtern - beispielsweise mit guter Organisation und einem gut ausgestatteten Auto. Pflaster, Wechselkleidung und Spielsachen inklusive.

Eine Familie zu organisieren ist gar nicht so leicht. Zwei Erwachsene, zwei Kinder - so viele Mitglieder hat die deutsche Durchschnittsfamilie. Berufstätige Eltern, schulpflichtige Kinder, die am Nachmittag noch mit Freunden spielen, zum Fußballtraining oder in die Nachhilfe müssen. Dann muss auch noch der Haushalt erledigt werden und Zeit für sich möchte auch jeder gerne noch haben - und schließlich müssen auch gemeinsame Stunden sein, als richtige Familienzeit die nach dem stressigen Tag entspannend wirkt und alle zusammen schweißt.

Dabei kennt jeder mindestens eine Familie, die alles locker flockig unter einen Hut bekommt. Trotz Vollzeitstelle, Schule, Balletstunde, Reiten, Yoga, Hund, Fußball und großem Haus sind sie immer tiefenentspannt und haben am Ende des Tages immer noch Zeit für eine nette Runde Film schauen auf der Couch - wie machen die das nur? Ganz einfach: Mit viel Organisation und Planung, Aufgabenteilung und cleverer Hilfe hier und da. Mit diesen Tipps kommen auch Sie zum entspannteren Familienalltag.

1. Organisation


Arbeit, Schule, Hobbies und Familienzeit: Organisation ist alles. Mit ein wenig Geschick und Struktur können Tagespläne und eine intelligente Wochenplanung dabei helfen, entspannter zu werden. Denn oft geht Zeit verloren, weil nicht klar ist was alles ansteht. Wenn hingegen durchstrukturiert wurde und ein fester Plan besteht, ist eigentlich alles ganz leicht - so geht’s richtig.

• Tag planen

Der Tagesplan hilft bereits im Voraus zu wissen, wann was ansteht. Wenn alle wissen, was sie wann zu tun haben, ist es leichter das Ziel zu erreichen, als wenn einfach so in den Tag hinein gelebt wird. Sich das zu Nutze zu machen, ist also nicht nur als einzelner äußerst clever, sondern auch als Familie. Dabei hilft es, eine To-Do-Liste zu führen. Mit konkreten Punkten kann dann geschaut werden, was alles ansteht. Je nachdem wie viel es ist, können die einzelnen Punkte noch priorisiert werden. Beispielsweise so:

Während Nummer eins dann am wichtigsten und nicht verschiebbar ist und zwei in jedem Fall heute erledigt werden sollte, können die Aufgaben an Punkt drei bis fünf auch noch am nächsten Tag erledigt werden. Bei der Übernahme der Punkte auf die nächste To-Do Liste können die einzelnen Positionen dann wieder neu angeordnet und priorisiert werden.

Je nach Alter der Kinder müssen sie natürlich noch keine strengen Tagesplan folgen, aber je nachdem wie die Aufgabenverteilung innerhalb der Familie aussieht, kann es sinnvoll sein, ab einem gewissen Punkt damit zu beginnen damit wichtige Dinge nicht verschwitzt werden, wie es an einem stressigen Tag nur allzu leicht passiert.

• Woche planen

Das Gleiche gilt für die Woche: Wer im Voraus plant, kann einzelne Aufgaben vorziehen und bereits vor dem letzten Drücker erledigen. Wer hingegen nicht weiß, was alles ansteht und erst am Freitag realisiert, was alles zu tun gewesen wäre, der muss sich beeilen, um alles noch hinzubekommen. Deswegen ist es sinnvoll, die Woche bereits zu Beginn zu strukturieren. Neben der Tages-To-Do-Liste kann also auch immer eine Wochenliste bestehen, die vorgibt, was zu erledigen ist. Wenn dann die einzelnen Tage zu planen sind, können ergänzend zu den akuten Aufgaben Punkte mit aufgenommen werden, die noch offen sind. So können freie Zeit-Spots aufgefüllt werden, so dass am Ende der Woche mehr Zeit bleibt - und trotzdem alles erledigt ist.

Für feste Aufgaben bzw. immer wiederkehrende Aktivitäten lohnt es sich, Stundenpläne zu erstellen. Geblockte Zeiten können so von vornherein eingesehen werden und wenn jeder eine Kopie des eigenen Stunden- bzw. Wochenplans in die Küche hängt, weiß auch immer jeder, was bei den anderen ansteht. Für die Planung von Familienaktivitäten ist so immer ersichtlich, welche Zeiten potenziell in Frage kommen. So werden „Doppelbelegungen“ verhindert und der Familienalltag wird strukturierter.

• Kalender führen

Das Planungsspiel lässt sich noch weiter ziehen: Mit einem großen Übersichtskalender für die ganze Familie können feste Termine eingetragen werden, die mehrere Monate im Voraus geplant sind. Urlaubswochen werden so geblockt, die Ferien können eingetragen werden und natürlich der Geburtstag von Oma Gertrud. So wissen alle, wann was ansteht und können die Termine bei Zeiten auf ihre Wochenpläne übernehmen. Im Großen und Ganzen kann so mehr Zeit geschaffen werden, die tatsächlich zur freien Verfügung steht und nicht mit lästigen To-Dos blockiert wird.

2. Kommunikation


Um Termine auch abseits von Listen unter einen Hut zu bekommen und natürlich auch um das Familienleben so schön wie möglich zu gestalten, braucht es vor allem eins: Kommunikation. Diese geht im Alltag leider oft schief, was dann zu Missverständnissen und Unstimmigkeiten führt. Um dem vorzubeugen, gibt es als Familie ein paar Hilfsmittel, die helfen können.

• Technische Hilfsmittel clever nutzen

Zum einen ist da die technische Seite. Das Smartphone bietet vielfältige Möglichkeiten auch organisatorisch miteinander zu agieren. Geteilte Kalender beispielsweise synchronisieren sich automatisch - mit Outlook oder dem iOs Kalender ist das in einer Cloud möglich, eine weitere Möglichkeit bietet ein Google Kalender. So können sich die Familienmitglieder immer daran orientieren, was bei den anderen ansteht, auch von unterwegs aus. Auch geteilte Einkaufszettel gehören zu den Tools, die das Familienleben einfacher machen. Mit Einkaufslisten-Apps kann dann alles zusammen gesammelt werden, was benötigt wird, sei es jetzt aus der Drogerie oder der Apotheke oder von der Papeterie in der Stadt. Wer in der Nähe ist, bringt es einfach mit und hakt die Position ab. So kann keiner klagen, dass etwas vergessen wurde und es benötigt keine ununterbrochene Kommunikation, um das zu bewerkstelligen.

• Prioritäten setzen

Eine weitere Fähigkeit, die ein jedes Familienmitglied braucht ist Rücksicht - und die Fähigkeit Prioritäten zu setzen. Denn trotz aller technischer Hilfsmittel und Kommunikationstools entstehen manchmal Situationen, in denen nicht mehr alles möglich ist, was sich einzelne vorgenommen haben. Für einen anderen oder auch die ganze Familie müssen dann Einzelne manchmal zurück stehen - die Kunst, das zu verstehen, ist essentiell. Je früher Kinder den Umgang mit solch kleinen Enttäuschungen lernen, desto besser - was aber nicht heißt dass die Eltern nicht zum nächsten Schulkonzert gehen, damit das Kind es lernt.

Vielmehr geht es darum, als Familie im großen Ganzen zu funktionieren. Wenn dann der Samstags-Ausritt mit der Freundin ausfallen muss, weil die ganze Familie zusammen einen Kanu-Ausflug geplant hat, ist das kein Drama. Diese Rücksicht und das Zurücknehmen zu erlernen, ist wichtig. Dafür müssen Prioritäten gesetzt werden, die niemanden verletzen und für alle insgesamt in Ordnung sind.

Kompromisse gehören zum Zusammenleben dazu - diese rücksichtsvoll zu finden und als Familie zusammen zu stehen, ist in einem stressigen Alltag ein Kernpunkt.

• Familienrat und Verständnis

Trotz aller Vorsicht und Rücksicht, Organisation und Kompromissfindung kommt keine Familie ohne Unstimmigkeiten und Probleme aus. Konflikte zu lösen ist ein weiterer wichtiger Punkt der Kommunikation innerhalb einer Familie. Einen Ort zu finden, wo alle vertrauensvoll über ihre Gefühle und Probleme reden können ist wichtig, um zwischendurch Konflikte zu klären und Unstimmigkeiten aus dem Weg zu räumen. Ein regelmäßiges Forum wie ein „Familienrat“ kann dazu beitragen, die Luft zu klären und große Konflikte gemeinsam einzudämmen bevor es zum großen Knall kommt. Dafür den einen oder anderen Abend im Voraus zu beanspruchen macht Sinn - und wenn alles geklärt ist oder es vielleicht gar nicht zu klären gibt wird ein Spiele-Abend draus.

Bei der Klärung selbst, sind die Tonwahl und der Umgang mit einander von zentraler Bedeutung. Die richtige Kommunikation in der Familie sorgt dafür, dass niemand sich benachteiligt fühlt und die Kinder lernen, ihre Ansichten zu formulieren. Ein ruhiger Umgangston, die Möglichkeit für jeden, auszureden sind dabei zentrale Eigenschaften, die ein klärendes Familiengespräch haben sollte. Auf diese Weise bleiben sich alle nah, ohne dass kleine Missverständnisse zu echten Problemen werden.

3. Haushalt


Auch der Haushalt ist in einem bewegten Familienleben ein wichtiger Bestandteil. Nicht umsonst heißt es: Ordnung ist das halbe Leben. Das wichtigste ist jedoch, dass nicht alles an einer Person hängen bleibt. Denn wer sich zur Haushaltshilfe degradiert fühlt, kann sich auf Dauer nicht im harmonischen Familienleben einfinden. Deswegen benötigt es ein wenig Organisation, um auch den Haushalt so gut wie möglich zu schmeißen.

• Aufgaben verteilen

Bei der Organisation des Haushalts sind alle gefragt. Es gibt große und kleine Aufgaben, die jeder erledigen kann. So können schon die Kleinsten dabei helfen, den Tisch abends zu decken oder auch die Vorhänge zuzuziehen wenn es dunkel wird. Mit solch kleinen Diensten werden alle dran gewöhnt, mitzuhelfen. Wenn auf diese Weise die gesamte Familie mit anpackt, kann viel geschafft werden, was sonst auf den Schultern eines Einzelnen lastet.

Dafür ist es sinnvoll, gewisse Dienste zu definieren. Der Spüldienst beispielsweise räumt den Tisch ab, macht den Abwasch und räumt die Spülmaschine bei Bedarf aus. Der Mülldienst hingegen ist dafür verantwortlich, dass der Müll nach draußen gebracht wird und die Tonnen rauskommen, wenn sie abgeholt werden. So lernen alle, Verantwortung zu übernehmen. Je nachdem wie viele Mitglieder der Haushalt fasst, wird dann durchrotiert - eine Woche Spüldienst, eine Woche Mülldienst, eine Woche Ordnungsdienst und eine Woche Küchenhilfe. Mit täglichen Aufgaben ist dann Kontinuität eingebracht - zum Beispiel das morgendliche Rollladen-Öffnen, was immer von einem Kind erledigt wird. Diese kleinen Aufgaben tun den Einzelnen nicht weh, schmälern aber den Gesamtaufwand im Haushalt enorm.

• Essensplan erstellen

In einer Familie herrschen täglich mindestens vier Vorstellungen davon, was es zu Essen geben sollte. Der eine möchte Bratkartoffeln, der andere Pasta und wenn alle Hunger haben wird noch fleißig drüber diskutiert was es denn jetzt geben soll. Dann wird eingekauft und erst wenn alle halb verhungert sind, kommt das Essen auf den Tisch. Klingt blöd? Ist auch so.

Besser: Im Voraus planen und einen Essensplan erstellen. Der wird mit der gesamten Familie abgestimmt und schriftlich festgehalten. So weiß jeder immer was es gibt und kann sich darauf einstellen. Ebenso ist dafür gesorgt, dass der Einkauf richtig und passend ist. Nichts wird schlecht, weil es ein Fehlkauf war und Geld sparen ist auch noch möglich.

• Einkaufen lassen

Wenn der Essensplan steht, kann sogar weitere Zeitersparnis geschaffen werden. Dadurch, dass feststeht was eingekauft werden muss, kann der Einkauf ausgelagert werden. Mit einem Abholservice kann der Einkauf nach Online-Bestellung bereits vollständig zusammengestellt werden, bei Gelegenheit wird die Ware dann im Markt abgeholt. So werden Stoßzeiten im Supermarkt vermieden, was anstehen und lange Wartezeiten verhindert.

• Ordnung halten

Wer zu Hause eine gute Ordnung hält, der findet schneller was er sucht - eine super Zeitersparnis. Deswegen ist eine aufgeräumte Wohnung eine gute Strategie, um gemeinsam als Familie Zeit zu sparen. Dafür ist es essentiell, dass alles seinen Platz hat. Heißt auch: Gesunder Minimalismus ist besser als ein gut gepflegtes Chaos. Regelmäßig auszusortieren und keine Chaos-Ecken anzuhäufen gehört genauso dazu, wie das weg räumen der zuletzt gebrauchten Dinge. Das können bereits die Kleinsten lernen, wenn es darum geht die Spielecke nach dem gemeinsamen Spiel aufzuräumen. Das fördert den Ordnungssinn und das Bewusstsein dafür.

4. Unterwegs


Nicht nur zu Hause gibt es die Möglichkeit, Ordnung zu halten und zu planen: Auch unterwegs hilft es schließlich strukturiert zu sein. Ob es um den Urlaub geht, oder um Tagesausflüge - mit ein wenig mehr Organisation bleibt alles stressfrei.

• Auto ausstatten

Das Auto einmal grundsätzlich mit den wichtigsten Hilfsmitteln auszustatten, macht Fahrten einfacher und schmälert die Packliste. Dazu gehören beispielsweise Taschentücher oder auch eine Küchenrolle für kleine Missgeschicke. Decken und kleine Kissen helfen auf langen Fahrten zum Schlaf und auch Unterhaltungsmöglichkeiten sollten ihren Platz im Auto finden. Kleine Spiele, Bücher - zumindest wenn die Kinder das Lesen im Auto vertragen - oder CDs mit ihren Hörspielen. All das muss nicht jedes Mal mit ein- und aussteigen. Hier gilt jedoch das Gleiche wie in der Wohnung: Alles hat seinen Platz und wird jedes Mal dorthin zurück geräumt, sonst gibt es Chaos.

• Ausflüge durchstrukturieren

Beim Ausflug selbst ist wieder Organisation angesagt. Wissen, wann was ansteht vermindert den Stress und räumt genügend Spielraum für alle Bedürfnisse ein. Steht beispielsweise eine lange Fahrt an, ist es sinnvoll vorher die guten Raststätten herauszusuchen, damit keine ellenlange Suche ausbricht. Das gleiche gilt für Restaurants oder ähnliches. Wenn es in den Zoo geht und die Aussicht auf ein richtiges Essen hinterher besteht, ist das ein Argument mehr auf die teuren Pommes am Kiosk zu verzichten. Dieses Antizipieren fällt mit der Zeit leichter, so dass irgendwann klar ist, wann was gebraucht wird - ein Ablesen der Wünsche von den Lieben.

• Für alles gerüstet sein

Je nach dem was ansteht, kann es schon mal sein, dass es zu Zwischenfällen kommt. Das Eis auf der Hose, in die Pfütze gefallen oder das Knie aufgeschlagen: Wechselkleidung und Pflaster im Auto sind eine sinnvolle Sache. Je nach dem was ansteht kann natürlich noch aufgestockt werden - mit diesen kleinen Helfern sind aber schon viele Zwischenfälle abgedeckt.

5. Schulalltag


Den Schulalltag zu meistern bedeutet manchmal eine Herausforderung. Klassenarbeiten, Elternabend, Schulaufgaben. Dann der spontan frühere Schulschluss, die Kinder müssen abgeholt werden und betreut sein - das kann sich schwierig gestalten, vor allem wenn die Eltern berufstätig sind oder vielleicht geschieden sind, so dass immer nur einer dafür verantwortlich ist, die Kinder zu versorgen.

• Angebote nutzen

Glücklicherweise bieten inzwischen viele Schulen Ganztagsoptionen an, die mit Arbeitsgemeinschaften, Sportangeboten und Hausaufgabenbetreuung die Zeit überbrücken, die die Eltern noch auf der Arbeit verbringen. Diese Angebote zu nutzen ist sinnvoll, so können die Kinder zeitgleich mit ihren Freunden zusammen sein und müssen nicht alleine vor dem Fernseher sitzen. So sind auch meist schon die Hausaufgaben gemacht und die Klausurvorbereitung erledigt, wenn die Eltern dann nach Hause kommen - Familienzeit. Das erleichtert auch den Kindern die Arbeit, da in der Schule oftmals spezielle Kräfte zur Betreuung zur Verfügung stellen, die Hilfe leisten kann, was bei vielen Eltern nicht möglich ist.
Dennoch sollten Eltern im Hinterkopf behalten, dass das Kind immer ein offenes Ohr braucht. Wenn es so viel Zeit mit anderen verbringt und wenig „Exklusiv-Zeit“ mit Mama und Papa hat, kann es sich bei Zeiten einsam fühlen - dem gilt es entgegen zu steuern damit nicht irgendwann das Gefühl eines „Abschiebens“ aufkommt: Das ist schließlich nicht Sinn der Sache.

• Aufgabenteilung

Auch über die Hausaufgaben hinaus brauchen die Kinder Hilfe in der Schule. Spätestens in den höheren Klassen sind gute Noten nicht mehr ohne zusätzliches Lernen zu erreichen, weswegen die Eltern hier unterstützend wirken müssen. Hier die Stärken der Eltern individuell zu nutzen und die Fächer aufzuteilen, ist für alle gut. Papa macht Mathe und Physik, Mama kümmert sich um Sprachen und Kunst, wäre so eine Lösung. Die Kinder wissen so, dass ihre Eltern was drauf haben - ein schönes Gefühl - und die Eltern wissen, was ihre Kinder in der Schule beschäftigt.

• Mit Freunden organisieren

Da wo es noch keine Ganztagsbetreuung gibt, keine Oma in der Nähe wohnt oder sonstige Möglichkeiten bestehen, gibt es immer noch die Option, sich mit Freunden zu organisieren. Ob das Freunde der Kinder sind und deren Eltern aushelfen oder es die eigenen guten Bekannten sind: Wichtig ist, dass die Kinder gut mit ihnen auskommen. Diese „Notstelle“ an stressigen Tagen um ein wenig Hilfe zu bitten, die Kinder von der Schule abzuholen und etwas mit ihnen zu unternehmen kann eine gute Hilfe sein. Schließlich ist auch nicht jeder Tag auf der Arbeit gleich oder es passiert sonst etwas nicht Vorhersehbares. Dann die befreundeten Eltern zu bitten, die Kinder mit zu sich zu nehmen, entlastet.

An anderen Tagen selbst den Fahr- und Betreuungsdienst zu übernehmen ergänzt dann den Deal. Das Ganze kann natürlich auch auf regelmäßiger Basis geschehen, so dass montags und mittwochs die Kinder bei einer anderen Familie untergebracht sind, während dienstags und donnerstags der Wechsel stattfindet. Sich dieser Hilfe zu bedienen kostet nichts und die Eltern, die um Hilfe gefragt werden, werden vermutlich froh um die Regelung sein, da sie ebenfalls wissen was es heißt, eine Familie erfolgreich zu organisieren.

Wer diese Tipps beherzigt, kann schon bald leichter durch den Familienalltag gehen. Der Organisationsaufwand scheint zunächst groß zu sein, besonders wenn Kalender, Wochen- und Tagespläne ins Spiel kommen, auf Dauer jedoch ist es ganz leicht und bietet viele Vorteile für den Alltag als Familie. Es erspart viel Kommunikation und Nachfragen, außerdem können Termine so besser gelegt werden – alle haben Zeit und niemand muss auf eine Nachmittagsaktivität verzichten.

Sicherlich wird auch nicht jeder gleich happy damit sein, im Haushalt mithelfen zu müssen – dabei wird den Kindern aber Verantwortung vermittelt, was für ihr späteres Leben essentiell ist. Auch die Eltern sind zufriedener wenn nicht alles an ihnen hängen bleibt. Das Zusammenspiel als Familie geht so noch leichter von der Hand. Nervige Nachfragen können vermieden werden und wenn jeder gewissenhaft seinen Aufgaben nachgeht, bleibt mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge: Quality Time mit der ganzen Family, in der alle zusammen Spaß haben und sich wohl fühlen können.


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