Extreme Belastung: Nahaufnahme einer taubenetzten Kleinen Binsenjungfer (Lestes virens). Einzelheiten siehe Kommentar.

In Relation zu einem Menschen mit 1,6 Tonnen Wasser beladen: Die Kleine Binsenjungfer im Morgentau.

wie hast Du das denn ausgerechnet ???
@ Klaus:
Diese Erkenntnis liegt keinen persönlichen Berechnungen zu Grunde. Das Tier in diesem Zustand zu berühren hätte irreparabele Schäden zur Folge.
Vielmehr haben wissenschaftliche Untersuchungen dazu geführt, das die genannten Belastungen auftreten. Man geht dabei, in der Relation gesehen, von einem durchschnittlichen Menschen mit 80 KG Körpergewicht aus.
Gleiches trifft für Flugbelastungen zu. Diese kleine Libelle ist in der Lage, das dreifache ihres Gewichtes im Flug zu transportieren, ohne dabei Geschwindigkeit einzubüßen.
Das entspricht einer höheren Tragkraft, als das vom Menschen größte, je gebaute Flugzeug, der russischen Antonow "A225".
Man hat die Tiere mittels eines Wachstropfens mit Gewichten belastet. Käfer und Libellen erzielten dabei Spitzenwerte.
Ein Insekt, dass mit dem nahezu 20fachen seines Gewichtes belastet wurde, konnnte noch kopfüber an der Decke hängen.
Ein Beispiel: Kannst Du dir vorstellen, an der Decke hängend, mit einem kleinen PKW an den Armen befestigt, zu schlafen?
Im Mikrokosmos ist das Gang und Gäbe... Mehr Infos hierzu siehe:http://waldschrat-online.de/Libellen.html
Liebe Grüße,
Willi
spannende Informationen ! danke !
wenn die libellen in der schule physik gehabt hätten,wüssten sie,dass es nicht geht -ist ja bei den hummeln,das gleiche.die wissen auch nicht,daß sie lt. physik nicht fliegen können
mal etwas zu dem Thema...
http://www.zeit.de/stimmts/1998/1998_19_stimmts
marc,danke für den tip mit dem artikel,das mit den wirbeln war mir neu
Für solche spannende Geschichten, die wir heute versuchen zu erklären, hatte die Evolution Millionen Jahre Zeit gehabt, alles auszuprobieren bis es wurde, wie es nun ist.
Den Link von Mark habe ich gerade noch schnell gelesen..........Verwirbelungen...
....darum haben jetzt die Flugzeuge abgeknickte Flügelspitzen. Das spart Energie.
LG Karin
Danke Willi - einfach fantastisch und schier unglaublich!
LG Heidi
Carin, ich kenn mich da nicht wirklich aus, aber wenn ich es richtig verstehe werden Wirbelungen durch das Insekt erzeugt und werden durch beim darauffolgenden Flügelschlag so ausgenutzt, dass die Luft nach unten gedrückt wird (Wirbeltheorie). Beim Flugzeug hingegen sind Wirbelungen unerwünscht weil sie den konstanten Auftrieb stören (Ströhmungslehre).
Solche Flügelspitzen sind also nur da, um Verwirbelungen zu reduzieren bzw. zu steuern.
Gruß, Marc
Tolles Bild. Sehr lehrreiche Info `s.
Makrofotografie bringt uns im wahrsten Sinne die Natur näher und
mahnt uns diese zu erhalten und zu schützen.
Danke Willi.
Gruß aus Korbach
Peter
Die kann sich noch nicht mal schütteln wie ein Hund um die Schwere loszuwerden.
Danke fürs Zeigen, aber vor allem für den lehrreichen Kommentar.
LG Ruth
woow...
wunderschön...
lg Maria Cristina
Hammerstarkes Bild-und tolle Erklärung!
lg Gaby
Danke Willi, deine Erklärung ist wieder sehr lehrreich.
LG Norbert
Die Kleine Binsenjungfer ist eine der letzten Teichjungfernarten die im Jahreszyklus fliegt. Entsprechend ist sie hohen Witterungseinflüssen ausgesetzt. Von frostnahen Temperaturen in der Nacht, bis hin zu annähernd 30° C am frühen Nachmittag steht sie alles mühelos durch.
Mehr noch: Das Tier trägt mit einem Eigengewicht von etwa 0,1 Gramm über viele Stunden mehr als das 20fache an Ballast in Form von Niederschlag auf Körper und Flügeln und stützt sich dabei noch von seinem Nachtlager, einem Binsenhalm, ab. Auch das scheinbar ohne Mühe.