Ein kleines Bilderrätsel zur Einleitung einer neuen Beitragsserie: Auflösung:

Hier nochmal das Rätselbild: Die Kleine Moosjungfer (Leucorrhinia dubia) ein junges Weibchen.

Meinen Glückwunsch, Ihr habt´s mal wieder geschafft! Sorry, wenn es diesmal etwas schwerer war als sonst, doch ich denke, es hat mal wieder Spaß gemacht.


Gesucht wurde die Kleine Moosjungfer (Leucorrhinia dubia). Hier ein weibliches Jungtier.

Zunächst zum Rätselbild: Die Frontalaufnahme des Tieres kann durchaus zu einer Verwechselung mit einer Heidelibelle führen. Deshalb der Hinweis zum Aufnahmedatum. Anfang Juni fliegt noch keine Heidelibelle. Mit Ausnahme der Frühen Heidelibelle (Sympetrum fonscolombii). Diese hat jedoch gestreifte Beine. Die des Tieres auf dem Foto sind schwarz.


Beim genauen Hinsehen erkennt man, dass die schwarzen Flügelmale an den Außenseiten weiß auslaufen. Das ist ein sicheres Erkennungsmerkmal für Moosjungfern.

Die Thorax (Brust) - Oberseite des Jungtieres, so wie es auf der Aufnahme zu sehen ist, weist deutlich mehr Gelbanteile auf als, z.B. bei Jungtieren der Östlichen Moosjungfer. Bei der Großen Mossjungfer sind die gelben Streifen etwas breiter.

Manchmal ist die Taxonomie in der Odonatologie doch etwas knifflig.



Die Kleine Moosjungfer, die wie alle Moosjungfern zu der Familie der Segellibellen zählt, ist unter den im Allgemeinen sehr seltenen, umgangssprachlich "Weißnasen" genannt, die am Häufigsten vorkommende Art. Sie weist einen sehr schlanken Körperbau auf, der in seiner Länge etwa 4 Zentimeter erreicht. Die Flügelspannweite liegt bei 6 Zentimetern.

Bei den Weibchen sind die Dorsalflecken normalerweise alle weiß-gelb gefärbt – es gibt unter ihnen, etwa wie bei Heidelibellenarten auch, eine sogenannte homoeochrome oder androchrome, also männchenähnliche Farbvariante. Die hellen Partien sind dann, abgesehen vom letzten Hinterleibsflecken am 7. Abdominalsegment, rötlich gezeichnet.

Die folgenden Aufnahmen zeigen frische geschlüpfte sowie erwachsene und somit voll ausgefärbte Weibchen der Art in der Nominalform. Sie können leicht mit männlichen Jungtieren verwechselt werden.

Liebe Grüße und ein herzliches Dankeschön an alle, die mit geraten haben,
Willi, der „Waldschrat“

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Marc Lippold aus Bröckel am 22.11.2011 um 21:56 Uhr  
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