Kirchenfenster von E.O. Köpke in der Klinikkirche in Bedburg-Hau

Der heraldische Löwe stellt Tapferkeit und Kraft dar, aber was tut eine solche Bestie auf einem Kirchenfenster? Gegenüber diesem Löwen ist an der Südseite der Kirche das Lamm Gottes abgebildet, umgeben von einem Kranz von roten Splittern, die das vergossene Blut darstellen.

Der Löwe ist im ersten Buch Mose, Genesis, verbunden mit Juda, dem vierten Sohn Jakobs und Leas. Der sterbensnahe Jakob sagt zukunftweisend über ihn: „Ein junger Löwe ist Juda. Vom Raub, mein Sohn, wurdest du groß. Er kauert, liegt da wie ein Löwe, wie eine Löwin. Wer wagt, sie zu scheuchen? Nie weicht von Juda das Zepter, der Herrscherstab von seinen Füßen, bis der kommt, dem er gehört, dem der Gehorsam der Völker gebührt.“ Dabei sind die Taten dieses Jakobssohnes nicht immer ruhmreich: mit den andern Brüdern wollte er den Bruder Joseph töten, gesteht aber seine und ihre Schuld nach langer Zeit und diese Ehrlichkeit bricht unmittelbar Bahn für eine der ergreifendsten und wirksamsten Flehreden je gesprochen (Genesis 44). Löwenmut braucht es zu gestehen! Von diesem Juda läuft eine Lebenslinie zu Jesus von Nazareth, dem Lamm Gottes, dem der Gehorsam der Völker gebührt.
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