Donauwörth: Aphorismus

Kombinationen zum Thema: Aphorismus + ...
Essay (4), Goethe (4), 1780 (3)
Beiträge zum Thema aus: Deutschland (10), Garbsen (3)
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Wolfgang Leitner
Wolfgang Leitner aus Donauwörth | am 21.09.2008 | 218 mal gelesen

Teil IV: Sie hat wenige Triebfedern, aber nie abgenutzte, immer wirksam, immer mannigfach. Ihr Schauspiel ist immer neu, weil sie immer neue Zuschauer schafft. Leben ist ihre schönste Erfindung, und der Tod ist ihr Kunstgriff, viel Leben zu haben. Sie hüllt den Menschen in Dumpfheit ein und spornt ihn ewig zum Licht. Sie macht ihn abhängig zur Erde, träg und schwer, und schüttelt ihn immer wieder auf. Sie gibt...

Natur, Goethe, Betrachtung, Aphorismus, Essay, 1780
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Wolfgang Leitner
Wolfgang Leitner aus Donauwörth | am 20.09.2008 | 517 mal gelesen

Auch das Unnatürlichste ist Natur, auch die plumpste Philisterei hat etwas von ihrem Genie. Wer sie nicht allenthalben sieht, sieht sie nirgendwo recht. Sie liebt sich selber und haftet ewig mit Augen und Herzen ohne Zahl an sich selbst. Sie hat sich auseinandergesetzt, um sich selbst zu genießen. Immer lässt sie neue Genießer erwachsen, unersättlich, sich mitzuteilen. Sie freut sich an der Illusion. Wer diese in sich...

Natur, Goethe, Aphorismus, Essay, Betrachtungen, 1780
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Wolfgang Leitner
Wolfgang Leitner aus Donauwörth | am 19.09.2008 | 181 mal gelesen

Teil II: Sie ist die einzige Künstlerin: aus dem simpelsten Stoff zu den größten Kontrasten; ohne den Schein der Anstrengung zu der größten Vollendung - zur genausten Bestimmtheit, immer mit etwas Weichem überzogen. Jedes ihrer Werke hat ein eigenes Wesen, jede ihrer Erscheinungen den isoliertesten Begriff und doch macht alles eins aus. Sie spielt ein Schauspiel: ob sie es selbst sieht, wissen wir nicht, und doch spielt...

Natur, Goethe, Betrachtung, Aphorismus, Essay, 1780
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Wolfgang Leitner
Wolfgang Leitner aus Donauwörth | am 18.09.2008 | 218 mal gelesen

Die Natur. Aphoristisch (Goethe, 1780) Natur! Wir sind von ihr umgeben und umschlungen - unvermögend, aus ihr herauszutreten, und unvermögend, tiefer in sie hineinzukommen. Ungebeten und ungewarnt nimmt sie uns in den Kreislauf ihres Tanzes auf und treibt sich mit uns fort, bis wir ermüdet sind und ihrem Arme entfallen. Sie schafft ewig neue Gestalten; was da ist, war noch nie, was war, kommt nicht wieder - alles ist...

Natur, Goethe, Aphorismus, Essay
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Wolfgang Leitner
Wolfgang Leitner aus Donauwörth | am 11.08.2007 | 397 mal gelesen

Ich mag die Anschauung gelten lassen, dass jeder Mensch einmalig, vielgestaltig und groß wie eine Galaxie oder Sonne im Universum sei; so verschieden jedoch, wie Menschen sind, so gibt es doch etwas, das uns verbindet: das ist das Licht in uns, das uns erst zum Menschsein erhebt. Ein metaphorischer Aphorismus wie der folgende ist nicht als Theorie konzipiert, die "letzte Antworten auf die Fragen des Lebens" aussprechen...

Lyrik, Philosophie, Ansichten, Aphorismus, Metapher