Von Koblenz nach Thionville - mit dem Fahrrad
Diedenhofen (Frankreich): Radtour | Mit der S-Bahn 6:53 Uhr ab Kirchdorf ging es los. Ein trüber Septembertag verhieß nicht das ideale Radlerwetter. Doch bei
der pünktlichen (!) Ankunft des IC in Koblenz sah die Welt schon wieder freundlicher aus. Die Sonne schien warm und die besten Voraussetzungen für eine angenehme Radtour mit Tochter und Schwiegersohn waren gegeben. Nach dem obligatorischen Durchstreifen der historischen Altstadt von Koblenz, die sich gerade für die Buga 2010 rüstet, ging es am nächsten Tag nach Cochem. Man wundert sich, wie schnell die km verfliegen, wenn malerische Weinberge und prächtige Winzerhöfe den Ausblick begleiten. Die 35 km hatten wir jedenfalls nach zwei Stunden gemütlichen Fahrens hinter uns gebracht. Die folgenden Etappen über Bernkastel und Trier nach Thionville (Lothringen) mit durchschnittlich 80 km überforderten uns auch nicht sonderlich. Die Strecke ist sehr gut ausgeschildert und verläuft entweder auf eigenen Radwegen oder auf Feldwegen immer nahe der Mosel mit herrlichen Ausblicken auf die Weinberge, Burgen und Schleusen entlang des Flusses. Unser Ziel Thionville erreichten wir nach vier Tagen. Das Stadtzentrum ist ganz nett, lohnt einen Besuch jedoch nicht wirklich. Das nahe gelegene größte Atomkraftwerk Frankreichs mit vier Druckwasserreaktoren versetzte uns jedoch in Erstaunen: Es liegt wie viele französische AKWs nur 12 km von der deutschen Grenze entfernt und ist offensichtlich der Stolz vieler Franzosen. Jedenfalls überrascht die Sorglosigkeit, mit der so mancher Franzose selbst beim Picknick nicht vom Anblick seines AKWs lassen kann. Über Trier ging es dann auf der anderen Moselseite zurück nach Koblenz und Kirchdorf.


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